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Die Welt · 1905-01-06 · 1 (6.1.1905) · page 10

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Journal
Die Welt
Volume
9 (1905)
Issue
1 (6.1.1905)
Date
1905-01-06
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 „bie # weit11 Nr. 1 Wir werden um Veröffentlichung des folgenden Protokolls ersucht: Protokoll. Die am 22. Dezember unter dem Vorsitze eines Unparteiischen versammelten, bevollmächtigten Vertreter der jüdischen akademisch-technischen Verbindung „Barissia" und des Vereines jüdischer Hochschüler „Bar Kochba" haben sich nach gründlicher Prüfung der gegenseitigen Argumente überzeugt, dass die im Sommersemester 1904 unternommenen Schritte beiderseits bona fide geschehen sind, und haben einstimmig beschlossen, namens ihrer Korporationen folgendes zu Protokoll zu geben: 1. Der Verein jüdischer Hochschüler „Bar Kochba", zieht das am 27, Februar 1904 veröffentlichte, gegen die Gründung der a Barissia" gerichtete Memorandum zurück und gibt der Ueberzeugung Ausdruck, dass alle aus demselben gezogenen Konsequenzen hierdurch beseitigt sind. 2. Der vom böhmischen Distriktskomite zur Entscheidung der Ehrenangelegenheit „Barissia— Bar Kochba" eingesetzte Ehrenrat hat entschieden : „Dass der dem Vereine jüdischer Hochschüler „Bar Kochba* gemachte Vorwurf des Ehrenwortbruches nicht zu Recht besteht und auf Missverständnissen beruht." Die jüdische akademische Verbindung „Barissia" erkennt diesen Schiedsspruch an. Für den Verein jüdischer Hochschüler „Bar Kochba*: ing. cand. Heinrich Kleiner, dz. Obmann, Für die jüdische akad.-techn. Verbindung „Barissia": ing. cand. Ludwig Fischer, dz. X |\us der ]$eifre£üi)£. Gedenket des Schäkels! Voranzeigen. Wien. Der Jüdische Männergesangverein „Schir Zion* hält jeden Mittwoch von 8—9 Uhr abends seine wöchentlichen Gesangsübungen im Vereinslokale, IX., Türkenstrasse 9, ab und werden Neuanmeldungen stets vor Beginn der Uebung entgegengenommen. Schriftliche Auskünfte erteilt bereitwilligst der Schriftführer Wilhelm David, IX., Porzellangasse 22 a. Wien. Der Zweigverein „Leopol dstadt-Praterstrasse" des „Zion" hält am Mittwoch den 11. Jänner um 8 Uhr abends im „Cafe Orient", IL, Praterstrasse, eine Agitationsversammlung ab. Die Gesinnungsgenossen werden gebeten, sich zahlreich zu beteiligen. Wien. Jüdischnationaler Arbeiter-Verein, XIV., Ullmannstrasse 31 (Kauerhof 10a). Sonntag den 8. Jänner d. J. um 5 Uhr nachmittags findet die ordentliche Generalversammlung statt. Die Mitglieder werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. Besondere Einladungen ergehen nicht. Wien. Verein zionistischer Hochschüler „Theodor Herzl*. Samstag den 7. Jänner, 7 Uhr abends, im Vereinslokale (II. Förstergasse 8) dritter Vortrag des Zyklus über neuhebräische Literatur. Gäste willkommen. Göding. Die Jüdisch-akademische Ferial Verbindung „Gamala" in Göding veranstaltet am 8. d. M. eine Makkabäerfeier, zu welcher sie hiermit alle ihre Bekannten einladet. Süczawa. Die Vereinigung zionistischer Hochschüler „Tikwaftveranstaltet einen Vortragsabend mit nachfolgender Tanzunterhaltucg im Hotel Langer in Suczawa am 8. Jänner 1905. Beginn präzise 8 Uhr abends. Gesellschaftskleid, Entree 2 Kr., Familienkarte (4 Personen) 6 Kronen. I. A. d. A.-C. stud. jur. Adolf Grünberg, stud. phil. Jacob Gabor. Programm: Begrüssungsrede: stud. phil Jacob Gabor („Tikwarr). I. Teadenzrede: stud. jur. Josef Heyer. IL „Die jüdische Hausfrau in der Judenfrage", stud. jur. Adolf Grünberg. Makkabäerfeiern. Prag. (Verbindung „Barissia".) Makkabäerfestkneipe am Sonnabend den 3. d. M. im „Hotel Central". Mit Rücksicht auf internen Charakter nur einzelne geladene Gäste, darunter Vertreter des Vereines „Fraternitas". Begrüssung: Präsident techn. Ludwig Fischer, Festrede: Bbdr. ehem. Stan. Sztencel, Tendenzrede: Fuchemajor techn. Arnold Herzog. Eindrucksvolle Ansprache des Herrn Redakteurs Julius Löwy; für die „Fraternitas" sprach Herr Schönfeld. Vorträge: Jüdische und Studentenlieder. Gemütlicher, schöner Verlauf der Kneipe. Nationalfonds. Prag. Makkabäerfeier Jüdischer Volksverein und die übrigen Zionisten unter Rücksicht auf das Trauerjahr, Es wurde eine schöne zionistische Manifestation. 800 den besten Kreisen Prags angehörende Personen. Herr Dr. M. Kohn, Obmann des Jüdischen Volksvereines, eröffnete die Feier mit einer wirksamen Ansprache. Anzünden der Lichter durch den Oberkantor des Tempels Herrn Maar unter Chorbegleitung. Adon olom. Nun ergriff Heir Dr. Margulies aus Teplitz das Wort zu seiner ausgezeichneten Festrede. Dann gelangte das Werk des unvergesslichen Dr. Herzl, „Das neue Ghetto", von durchwegs jüdischen Kräften gespielt, zur Aufführung. Insbesondere waren es Herr Kaminsky — Dr. Samuel, Her Berger — Wasserstein, die das höchste Lob verdienen. Zum Schlüsse Kommers der Hochschüler. Karlsbad. Einzelverein „Zion*. Mittwoch 14. d. M. interne Makkabäerfeier. Anwesend Vereinsmitglieder, einige Gäste. Festredner J. U. Cand* Low, Herzl-Gedenkrede Rieh. Steiner. Gesang, Rezitation J. U. Cand. R. Neubauer. Makkabäerfeier deshalb intern, weil Assimilanten boykottieren. Deshalb auch jede grössere Veranstaltung im Winter unmöglich. Nationalfonds gesammelt. Prerau. 1. Jäoner Jüdisch-akademischeFerialverbindung „Massada" Makkabäerfeier. Phil. Ö. Donath begrüsst und die Bedeutung des Festes besprochen. Herr Doktor Kadisch über die jüdisch-soziale Frage und forderte die Juden Mährens auf, zu dem bevorstehenden deutschtschechischen Ausgleiche, im mährischen Landtage Stellung zunehmen. (St. Beifall.) Einakter ,1m 3. Stock" (mitwirkende Damen: Frl. Olga Mayer, Nelly Beer und Grete Beer; Herren ing. E. Weiss, jur. A. Donath und jur. V. Horner), Frl. Olga Mayer sehr schönen Gesangs Vortrag. Humoristische Vorträge des Herrn Lehr (Beifall). Tanzkränzchen. Graz. Das Festkomitee der zionistischen Studentenschaft von Graz veranstaltete unter der rührigen Leitung des Herrn jur4 F. Pollak am 20. Dezember v. J. eine Makkabäerfeier, welche aiß gelungen zu bezeichnen ist. Die Festrede hielt Herr phil. Josef Carniol aus Wien.(Mitglied des „Theodor Herzl*). Von den , Mitwirkenden sind besonders zu erwähnen: Herr Oberkantor Paul Horn (Gesang), Frau Lina Pollak (Klavier), die Herren W. Schwarz und J. Rosenzweig (humoristische Vorträge. Vom Reinerträgnisse, das zufriedenstellend ausgefallen ist, kommen zu : dem Nationalfonds 30 K, den jüdischen Flüchtlingen aus Russland 40 K, der Zedokoh 20 K, dem Pressfonds „Unsere Hoffoung" 20 K. dem Gründungsfonds des Grazer „Jüdischen Turnvereines" ebenfalls 20 K. Banjaluka. Jüdischer Lesezirkel, verbunden mit einer Leihbibliothek* Verein besteht seit Oktober. Es liegen ausschliesslich jüdische Zeitungen auf. Die Leseabende (zweimal wöchentlich) sind gut besucht. Gedeihliche Entwicklung. Der Vorstand der österreichisch-UDgarischen israelitischen Kultusgemeinde hat bereitwilligst die Gemeindekanzlei für die Zusammenkünfte zur Verfügung gestellt, was lobend hervorzuheben ist. Um das Zustandekommen haben sich Gg. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. M. Frankfurter und Herr Rosenzweig Verdienste erworben. Am 10. d. M. hat hier das Makkabäerfest stattgefunden. Sehr schöner Verlauf. Gg. Rabbiner Dr. Frankfurter hielt die Festrede. Die Gesinnungsgenossen Dr. Frank, Rosenzweig, Herzog und Neubaeh trugen Gedichte vor. Theaterstück, lebende Bilder. Um das Zustandekommen die Gesinnungsgenossen Herzog und Neubach Verdienste erworben. Reinerträgnis Tempelbaufonds. Für den Nationalfonds wurde gespendet. Buczacz. 18. Dezember Makkabäerfeier. Ansprache des Ausschussmitgliedes Schapira. Chor junger Gesinnungsgenossinnen. Nationale Lieder. Tendenzrede Gg. Dr. Pordes aus Lemberg. Theaterstück aus dem jüdischen Studentenieben „Szaleniec" (Frl. Schneier). Violinsolo spielte Gg. Kirschen aus Grzymalow, hebräisch deklamierte Fräulein Hersas, polnisch Gg. Frl. F. Schapira und Jargon Gg. Spindel. Zum Schluss sprach Gg. Wechsler. Allen Teilnehmern besten Dank, insbesondere den Herren Dr. Pordes, Kirschen und H. Gersten als Leiter des Chores wie auch dem Zirkel zionistischer Fräulein. N.-F. 30 Kr. Küssow. Am 5. d. M. Makkabäerfeier im Vereinslokale, zirka 120 Personen, Herren und Damen. Begrüssung: Vereinspräsiitent Bürgermeister Herr Dawid Eltiss. Redner: Der Schriftführer S. A. Häusler. Besonders hervorzuheben sein Nachruf für Dr. Herzl, worin der Verewigte unter Parallelziehung zwischen ihm und den Makkabäern als Ideal eines modernen Makäbäers geschildert wurde. Deklamationen von M. Schauber (deutsches Gedicht, J. Schwarz), von L. Kamiel (hebräisches Gedicht von Bialik). Vorlesungen von L. Gärtner («Was wili der Zionismus?" Rülf). — Sammlung für den Nationalfonds.

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