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Die Welt · 1904-12-23 · 52 (23.12.1904) · page 12

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Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
52 (23.12.1904)
Date
1904-12-23
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seife 12 „bis * weit" Nr, 52 zahlreich Versammelten, den Monumentalbau' zu Ende führen zu helfen, dessen Grundstein der grosse Führer gelegt hat, Ei* erntete reichen Beifall. Anschliessend erstattete Redner den Rechenschaftsbericht. Der Verein und seine Idee haben im Verwaltungsjahre bemerkenswerte Fortschritte gemacht. 80 Mitglieder, davon 25 neue. Einnahmen K 420.—, Ausgaben für Verwaltung und Agitation K 400.—. Zahlreicher Besuch im Verein. 15 Zeitungen liegen auf. 100 Kronen für den Nationalfonds, die bis zur zweiten Eintragung des Vereines deponiert sind. Nationalfonds mit gutem Erfolge gesammelt. Für Ethrogim und Vertrieb der hebräischen Presse wurde gesorgt. (Verdient gemacht Gg. Huber.) Von Veranstaltungen: Makkabäerfeier im Dezember, Trauerfeier in der grossen Synagoge im Juli. Wahlen: Präsident J. Mehr; Ehrenpräsident Sal. Giiffel sen,; Vizepräsident S. Jolles; Kassier L. Förster: I. Sekrerär M. Hübner; II, Sekretär M. Kamornick; Bibliothekar Ch. Kleinmann'; Ausschussmitglieder P. Arzt, M. Zwiebel. B. J. Harz, D. Basechesj Leib Griffel, N. Kresse! und A. Sekler.' ' Bolechow. „Chowewe Zion". Generalversammlung. Ausschusswahlen. Präses N. Lothringer, Vizepräses E. Schorr, Sekretär der hebräischen Sprache Sal. Neumark, Sekretär der Landessprache S. Eiendmann, Bibliothekar J. Schuster, Kassier J. Schächter, Außschuss David Ungar, J. Spiegel, J. Landes, Ersatzmänner J Goldschlag, W. Eskreis, J. Backenrot. Nationalfondskommiseion J, Spiegel, L. H. Korn blüh, M. Diengott, E. Grünschlag. Der Verein wird lebhaft besucht. Schekel wurden 91 gesammelt. Mitgliederzahl 80. Der Verein gratuliert seinem Präsidenten N. Lothringer anlässlich der Verlobung seiner Tochter Cilla mit Ch. H. Friedländer. Es wurde beschlossen, den Präsidenten N. Lothringer ins goldene Buch einzutragen. Herr Jakob Grünberg, Kongress - Delegierter, hielt eine sehr gute hebräische Rede über Pinsker. Für den N.-F. wird eifrig agitiert und gesammelt. Duisburg. Am Montag den 28. November sprach in der hiesigen zionistischen Ortsgruppe Herr Rabbiner Doktor N i e mir o wer-Jassy: „ Drei Jahrhunderte jüdischer Geschichte in Rumänien". Er wusste die zahlreich erschienenen Zuhörer in hohem Masse zu fesseln, da er als vorzüglicher Kenner der dortigen Zustände ein getreues Bild der Verhältnisse unter den rumänischen Juden geben konnte. Bern. J. N. St.-V. „Kadimah6. Unsere Verbindung beginnt mit diesem Semester das siebente. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, sowohl für die geistige Auabildung ihrer Mitglieder in allen das Judentum angehenden Fragen als auch für ihre körperliche Entwicklung Sorge zu tragen. Als Mittel dienen Vorträge aus allen Gebieten der jüdischen Wissenschaft, die statutengemäss allwöchentlich stattfinden, Unterrichtskurse für Anfänger; zur Erreichung der körperlichen Entwicklung dient das Fechten, Turnen u. s. w. Besonders erwähnenswert ist das ur.s in diesem Semester übertragene Präsidium des C. C. (Korporationskonvent); eiu für sich selbst redendes Zeugnis von dem Geiste der Toleranz, der in den Kreisen der hiesigen korporierten Studentenschaft herrscht. Die Chargen wählen für das Wintersemester 1904/05 ergaben: I. Engelsohn, Präs.; Felix Falk, Vizepräs.; Abraham Kopczowsky, Schriftführer. Genf. Der Verein „Societe Sioniste de Geneve" ha; beschlossen, einen neuen, gut organisierten Verein unter dem Namen „Societe Sioniste Theodore Herzl" zu gründen.'» In der konstituierenden Sitzung wurde nachstehendes" Komitee gewählt: Präsident M. Tatare, Vizepräsident J. Klinger, Kassier Maurice Ellmann, Sekretär S. Steinsberg, Beisitzende L. Funkelstein und N. Steinsberg. Die Statuten wurden bereits votiert und wird unser Verein im Handelsregister eingetragen werden. Jassy. („Clubul de Lectura Sionist.") Am 1. d. a. St. fanden die Neuwahlen des Komitees unseres Vereines statt Präsident Dr. K. Lippe, I. Vizepräsident S. Becker, II. Vizepräsident D. Frühling, Sekretär Ph. Rosenstein, Kassier J. Goi istein. Das neue Komitee hat seine Tätigkeit bereits begonnen und wird es diesen Winter eine bedeutende*Aktivität unter den Juden entwickeln. Unser Klub wird allmählich zu einer Toynbeehalle umgeschaff^n werden nach Art der in Wien bestehenden. Wir erhalten schon jetzt infolgedessen den grössten Zuspruch und glauben wir der Hoffnung Raum geben zu können, dass dies ein Mittel sein wird, um den Zionismus in Jassy weiter zu stärken. Antwerpen. „Zionistischer Frauen-und Mädchenverein". Unter diesem Namen bildete sich hier ein Verein, welcher sich einer stets wachsenden Zahl Mitglieder erfreut und dessen wöchentliche, polyglotte Vortrags- und Diskutier- Versammlungen eifrig von vielen jüdischen Damen besucht werden. Obwohl erst gegründet, legt dieser Verein bereits eine ungewöhnliche Tätigkeit an den Tag. Er veranstaltete neulich ein Makkabäerfest, ausschliesslich jüdischen Komponisten sowie jüdischen Musikern gewidmet. Unter allgemeinem Beifall traten berühmte Künstler auf, darunter der bekannte Violincellist Marix Loevensohn mit seiner Kapelle, Bernard Tokkie, Basse und der Direktor der lyrischen flämischen Bühne in Antwerpen, A. van Stratum undSobolsky, zwei ausgezeichnete Tenöre und mehrere Virtuosen vom Antwerpen er High life. Fräulein Camüle Fould, Mme. Dr. und Fr. V. H. — Das Fest wurde eröffnet durch eine Rede des Herru Heari Grünau, der in einem reichkolorierten Stile vom Zionismus und von der Rolle der jüdischen Frau sprach. Die Blätter rühmen in enthusiastischer Weise den prächtigen Erfolg dieses Konzertes. Newark. N.Y. Hier hat sich eine Gesellschaft gegründet, die den Namen Krankenunterstützungsverein „Chowewe Zion" führt und den Zweck hat, ausser ihre Mitglieder im Not- und Krankheitsfälle zu unterstützen, die zionistische Bewegung nach Kräften finanziell zu fördern. Zu diesem Zwecke ist jedes Mitglied verpflichtet, 1 Dollar an dem dazu bestimmten Tage und 10 Cents vierteljährlich für den Nationalfonds zu zahlen. Diese 10 Cents-Steuer wollen wir sammeln, bis wir eine Summe von 50 Dollars haben, damit wir den Namen der Gesellschaft ins Goldene Buch eintragen können. Makkabäerfeiern. Wien. (Chanukajause.) Der zionistische Frauen- und Mädchenverein in Fünfhaus veranstaltete am 7. Dezember im „Cafe Schwenderhofu für die armen Kinder der Bezirke 12—15 eine solenne Chanukafeier. Der rührige Ausschluss des Vereines, allen voran die Damen Grün und Jacob, hatte 76 Kinder zu sich geladen. Um 5 Uhr waren die kleinen Festgäste versammelt. Lange vorher waren die Damen emsig bemüht, die lange Tafel mit allerlei Süssem und Gutem zu schmücken. Herr Offizial Kurzweil entzündete die Chanukalichter und sang das Chanukalied. Dann richtete eine Dame des Ausschusses eine schöne nationale Ansprache an die Kinder. Nun folgte die Jause. Hernach trugen einige der Kinder Lieder und Gedichte vor. Unter grosser Spannung wurde zum Schiuss das Spielzeug verteilt. Die Kleinen, allwöchentlich Gäste des rührigen Vereines, verliessen dankend den Festort. Pisek (Böhmen). Makkabäerfeier des „Zion* als Kinderfest. Erläuternde Ansprache des Obmannes Fabrikanten Weiner an die Kinder, brillante turnerische Vorführung von zwei in den jüdischen Farben geschmückten Knaben- und Mädchenriegen, reichhaltiges Vergnügungsprogramm für die Kinder und Gratisjause, aus Gebäckspenden der jüdischen Frauen Piseks bestehend. Sehr animierte Stimmung. Grosser Erfolg. Oimütz. Ueber Anregung unseres Rabbiners Herrn Dr. Oppenheim Chanukakinderfest im Redoutensaal. Komitee: Die Damen A. Hamburger und J. Zweig, der Obmann des „Zion" und die Präsidentin des Jüdischen Frauenvereines. 1500 Menschen, darunter 400 Kinder in den ersten Bänken, erfüllten den grossen Raum. Frl. Dora Grünwald sprach den von Frl. Winter gedichteten Festprolog. Dann führten Kinder in meisterhafter Weise das von Dr. Zweig verfaaste Singspiel „Ein Kindestraum" auf. pVon dem Reinertrage per 1000 K wurden je 200 K den Kindern Herzls und dem Jüdischen Frauenverein, COOK zur Aussendung jüdischer Ferienkolonisten bestimmt. Das Festkomitee erklärte sich zur jährlichen Veranstaltung jüdischer Kinderfeste in Permanenz. Kuttenberg. Der „Zidovsky spolek lidovy Zion" veranstaltete am 8. d. M. eine solenne Makkabäerfeier, verbunden mit einem Militärkonzert. Die Festrede hielt der Obmann Herr Ludvlk Markus, deren nachaltige Wirkung sich in der Anmeldung neuer Mitglieder wirkungsvoll äusserte. Für den Nationalfonds wurde eifrigst gesammelt. Der Feier wohnte eine Abordnung des Brudervereines in Kolin und zahlreiche Gäste aus der benachbarten Kultusgemeinde Caslau bei. Eisenstadt (Ungarn). Am Mittwoch fand hier die erste jüdische Veranstaltung statt. Es war eine Makkabäerfeier, die über alles Erwarten einen glänzenden Verlauf nahm. Die ganze Judeogemeinde beteiligte sich an.dieser von dem hiesigen Vereine „Zsidö ifjak egyesüiete" veranstalteten Unterhaltung, welche für einen wohltätigen Zweck einen sehr namhaften Reinertrag ergab. Programm sehr reichhaltig Neben den vom Oberkantor geleiteten Chorvorträgen fanden der nationale Vortrag des Lehrers Buxbaum und dann zwei

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