Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 8 (1904)
- Issue
- 46 (11.11.1904)
- Date
- 1904-11-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 46 „&ie w<it" Seite 5 Gemeinden Westpreüssens und Posene iBt das Interesse für den Hilfsverein eia sehr reges. So finden unter a ad er em am 30. November in Bromberg, am 1. Dezember in Posen öffentliche Propagandaversammlungen für dsn Hüfsverein statt» In diesen Versammlungen werden voraussichtlich die beiden ersten Präsidenten des Hilfsvereines der deutschen Jaden, die Herren James Simon und Dr. Paul Nathan, als Redner fungieren, Die zionistische Flagge. Mau .schreibt uns aus St. Louis: Es war ein herrlicher Anblick, als ich zum grossen Gebäude der Wellaustellung aufschaute. Die Flaggen aller Völker, grosser und kleiner, mächtiger und schwacher, wehten von dem Dachgiebel herunter. Es war eine amerikanische Feier des Jahrestages der Befreiung Louisianas. Und jede Fahne war das Symbol des fernen Landes, das sie hierher schickte. Unter diesen Fahnen ist mir eine sofort aufgefallen. Blau und weiss — und Davids Schild darauf! Ist es unsere Fahne, unsere alte, neue £ionsftagger leb traute kaum meinen Augen, Und doch war es so. Das Symbol unseres Volksstammes schwebte frei und ebenbürtig-vor aller Welt. Neben dem „Sternenbanner", neben dem „Löwenbanner", neben der „Ädlerfahne", neben der der „aufgehenden Sonne" — hing die unsere, die „Davidsfahne"! Und es wuchs in mir der Mut und es wurde mir warm ums Herz. Unsere Fahne ist keine imaginäre, kein blosses Schemen, sondern^eine reelle Tatsache. Ein Zukunftsbild, ein verheissendes! Israel, allen anderen Völkern ebenbürtig, ein Volk wie alle Völker, geachtet und geschätzt, Und «eine Fahne hoch! , t, . , Ziqni.