Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 8 (1904)
- Issue
- 43 (21.10.1904)
- Date
- 1904-10-21
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/3315709-3316073-3316117--46238-3341082- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 43 „bis & weit1 Seite 11 Port Said, Marokko, Türkei, Serbien, russische Leoante, französische, deutsche und Österreichische. Levantebriefmarken. Gesinnungsgenossen, sammelt Marken für den N.-F.! Marken für den Nationalfonds. Folgende Gesinnungsgenosssen haben für den N.-F. Briefmarken eingesendet: Wien: stud. H. Perutz, Gymn. Jehudah Taglicht, Gymn. E. Weizmann, stud. J. ■ Orn stein, „Maecabäa", med. Stein („Unitas") H. Gruner, Frl. M, Feder in inn, med. J. Chwiliwiaki, J. Carnio', Zionistische Mittelschüler durch Ben Abraham, Dr. M. Goldberg, Jeanette Brill, O. Marmorek, „Kadimah" „Freiwillig", Gymn, Wilhelm Ulimann. Cork: J. Sayers. Pressburg: Frl. Hedwig Wahl. Narajow: Chaim und Gusti Bloch, S c h w e I m: Lehrer Ehrlich. Mähr.-Ostrau: F. E. u. R. Zweigenthal, Direktor Low. Suczawa: H. Niederhoffer. Saybusch: Ignaz und Olga Serog. Teschen: N. N. Prag: A. ßondy, R Löwir, R. Schapirtr, J. Biosan, J. Heimberg. Trebnitz: Dr. Littmann. Bielitz: Jiid. akad. Ftsrialverbindung „Emunah" durch phil. M. Steuer. Chodorow: Aron Aszkenazy, Emanuel Bick, Uscher Glasermann. Semlin: A. Herzl. Sofia: B. Baehanim. Budapest: Kahan Nison. Tarn o w : A. Salomea. Kusandez: Pinkus Nussbaum, Braila: Äd. Schfcchter. Bedziszew: H. Elias. Foksani: Bachnor Saul. B r o d y : Jüdische Mittelschüler.; Radyceni: Frl. R. Federbuscn. Dresden: E. Kollin er. R e s i c z a : E. Kolliner. Ujvid^k: Fritzi Schönberger. Waschkoutza. Cz.: J. Gertler, Verein „Ziontf, Amalie Katz v. Schloisina. Anvers: M. Kannegiesser. M o r a i s b u r g : H. Margulish. K o 1 o m e g : O. Fadenhecht. Singapore: J. Löwy, Mercian, Rebekka und Charles Löwy. S n y a t i n : J. Rosenkranz. Dobmrowa: J, B. Rappaport. Sadagöra: A. Heitner« London: B. Schiresahn. Horode nka: Jehuda Schmiede. Ruterwina: jur. S. Händler. Allen Spendern besten Dank! * * * Ein Streik zionistischer Handelsangestellfer in Oesterreich. Die riesige Konkuireaz und die mangelhafte Ausbildung der Kaufmannschaft haben es dazu gebracht, dass in Galizien der Kaufmann und der Handeh angestellte die ärgsten Sklaven ihres Berufes geworden sind. Von 6 Uhr Früh bis nach Mitternacht sind sie an das Geschäftslokal gekettfit. Kein freier Augenblick für das Familienleben, für die Pflege öffentlicher Angelegenheiten für Erweiterung des Geschäftskreises, der Bildung; Weisse Sklaven in Europa. Die ärgsten Verhältnisse herschen in der Spezereibranche. Der zionistische Handelsangestellten-Verein „Erez Israel" in Stanislau entschloss sich eine Aenderung in diesem Zustande herbeizuführen. Die Handelsangestellten der Spezereibranche in Stanislau haben den Streik angekündigt und einen Fond gesammelt. Die Kaufleute sahen ursprünglich die Gere< htigkeit der Forderung der Abendsperre ein und beschlossen, die Geschäfte uro 10 Uhr Abends zusperren. Die diesbezügliche schriftliche Vereinbarung, vom 15. September die Geschäfte zu sperren blieb jedoch auf dem Papiere. Es folgten darauf StrassendemonstratLonen um die Kaufleute an ihre Versprechungen zu mahnen. Die Polizei griff jedoch ein, rahm grundlose Arretierungen vor und erstickte diese Regungen des Volkswillens, welche die Kaufleute zur Einhaltung ihres Versprechens gezwungen hätte, im Keime, Die Handelsangestellten der Spezereibranche, 60 an der Zahl traten daher am 15. Oktober in den Streik und verliessen ihre Posten indem sie gar nichts mehr als 8 Uhr Abendsperre verlargten. Das ganze Publikum, alle ehrlich Gesinnten, verhalten sich den Streikenden gegenüber sympatisch. Nur die KaufL ute weisen trotzig die Forderungen ihrer Angestellten zurück und drohen mit allen Repressalien, wie die Arbeitsgeber aller anderen Völker. Das T»aurigste an der Sache ist dass auch angeblich zionistisch gesinnte Kaufleute mit den herzlosen jüdischen Chefs zusammengehen und trotz jahrelanger Arbeit in zionistischen Vereinen rieht soviel jüdisches Volkegefühl sich angeeignet haben, um Sinn für Freiheitsbewegungen ganzer jüdischer Volksklassen zu besitzen.*) Von den Streikenden sind 30 ohne jede Unterstützung und müssen erhalten werden, damit der Streik den Zweck err-icht. Gesinnungsgenossen werden ersucht, Geldunterstützungen für den Streikfond an den Verein „Achwa" in Stanislau zu senden. Ermöglicht das Ausharrer, welches zum Ziele führt! ftus de* fteifregtioä- Gedenket des Schäkels! Voranzeigen. Wien. (L Wiener jüdischer Turnverein.) Herrenturnen: Montag und Donnerstag Uhr atenos. Damenturnen : Mittwoch und Samstag 7- '/a9 Uhr abends. Kinderturnen und Fechten ab Oktober. Anmeldungen in den Turnzeiten im Turnlokale L, Mölkerbastei 5. Separate Kurse durch staatlich geprüfte Lehrer. Wien. (Erster zionistischer Frauen verein.) Samstag den 24. d. 8 Uhr abends findet eine Versammjung des Vereines statt, wobei Herr York-Steiner über das Leben und Wirken Herzls sprechen wird. Ori: Kongressbureau, IX., Türkenstrasse 9. Gäste gerne gesehen. Wien. (Jüdische Hochschüler aus Böhmen.) Sonntag den 23. Zusammenkunft im Kongresseureau. Zeit: 10 Uhr vormittags. Felix Rosen berger, stud. med. Viden (Zidovstl akademiM z Cech.) V nedeli dne 23 schüze v „Kongressbureau". Gas: 10 hod. pi'dp. Felix Rosenberger, medik. Prag. (Akad. Verb. ,Barisssia{£.) Nachdem uns das schwarze Brett vom Rektor verboten worden ist, so bitten wir zu veröffentlichen, dass unser Stammlokal beim „Prinzen", Altstädterring, ist. Wien. (Jüd. akad. Verbindung „Ivria", IX. Bez., Hörigasse 10.) Chargenwahl für das Wintersemester 1904|5: ing. Zweigenrhal, Präses; ing. F. Goldschneider, Vizepräses; ing. W. Vogl, Schriftführer. * * * Wien. („Oesterreichisch-Israel ifci s che U n i o na.) Samstag den 22. d. M. xlt8 ab. findet im Festsaale des Hotel Guth, II., Stephaniestrasse 14, eine öffentliche Vereinsversammlung der „Oesterreichisch - Israelitischen Union" mit folgender Tagesordnung statt: 1. Mitteilungen des Vorsitzenden; 2. Der Kampf gegen die jüdische Berufsintelligenz, Referent Herr Dr. Max Stransky; 3. Diskussion; 4. Anträge und Interpellationen. In Anbetracht des aktuellen Themas wird um zahlreiches Erscheinen ersucht. Gäste — auch Damen — willkommen. Jüdischer Nationalfonds. Das goldene Buch. Zionistische Vereinigung „Zion" in Hasenpotli, Präses Hr. Jeannot Feinberg.....Kronen 240.— Sammlung des Vereines „Chowewe Zion" in der Synagoge Ohel Moische in Warschau zur Eintragurg des verew. Dr. Herzl............. „ 240. - „Zwo Zion" in Minsk trägt Simon ben Jacob Ro-enbaum ein.......... ,, 240.— *) Wir hoffen, dasc die Stanislaus Organisation dieser Konstatierung ein offizielles Dementi entgegensetzen oder die Betrpffenden zur Verantwortung 7ieh^. wird. Die Redaktion.