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Die Welt · 1904-09-23 · 39 (23.9.1904) · page 5

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Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
39 (23.9.1904)
Date
1904-09-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 39 „bi* * W$It" Seite 5 gen Daten und wissenschaftlichen Auskünfte herbeizuschaffen. Diese Sektion bearbeitet und überwacht die auf die Gegenwartsarbeit in Palästina bezüglichen Angelegenheiten (Kolonisation, Landankauf etc.). § 34. Die Agitationssektion hat die Aufgabe der einheitlichen Oberleitung der Agitation für die gesamte zionistische Bewegung. § 35. Der Agitationskommission obliegt als Presssektion die Oberleitung des Parteiorganes und die Führung der die zionistische Presse betreffenden Angelegenheiten. Als ständiger Referent der Kommission fungiert der jeweilige Chefredakteur des zionistischen Zentralorganes „Die Welt44. Absatz 2 der Resolution zu § 26 des alten Statuts. § 36. Die russische Sektion hat die Aufgabe, alle die Juden und die den Zionismus in Russland betreffenden Angelegenheiten direkt bei dem grossen Rate zu vertreten. § 37. Der Vorsitzende der russischen Sektion ist der von dem Kongresse gewählte Vertreter der in Russland domizilierenden Delegierten. § 38. Ebenso wählt der Kongress aus den in Russland domizilierenden Mitgliedern des Kongresses einen stellvertretenden Vorsitzenden für die russische Sektion, der den Vorsitzenden im Falle des Ausscheidens oder der dauernden Verhinderung im A.-C. vertritt. ,§ 39. Jeder Sektionsvorsitzende wählt sich seine Mitarbeiter und Hilfskräfte selbständig, ist jedoch verpflichtet, einem bezüglichen Veto des Präsidenten bezw. des A.-C. zu entsprechen. § 40. Wichtige Angelegenheiten und solche Angelegenheiten!, die nicht den gewöhnlichen Geschäftsgang betreffen, unterliegen der Beschlussfassung des A.-C. Der Vorsitzende stimmt mit. Bei Stimmengleichheit entscheidet seine Stimme. § 41. Ausser im Falle des § 25 (Appell gegen ein Veto des Präsidenten) muss auch über Antrag aus dem A.-C, und zwar wenn dies zwei Mitglieder desselben verlangen, eine Angelegenheit der Beschlussfassung des A.-C. unterzogen werden. § 42. Eine ausserordentliche Sitzung des A.-C. ist auch dann einzuberufen, wenn es vier Mitglieder des A.-C. auf Grund einer von ihnen vorgeschlagenen Tagesordnung verlangen. (Fortsetzung folgt.) Ein Kongress der jüdischen Presse. Im Juli 1902 schrieb einer unserer Gesinnungsgenossen im „Wschöd" mit Rücksicht auf den damals in Bern tagenden internationalen Presskongress: „Trotz des Eiwachens aus der jahrhundertelangen Lethargie sind wir heute noch nicht imstande, uns gänzlich von dem Gespenste zu befreien, welches uns so lange verfolgt hat. Noch heute können wir uns nicht frei und aufmerksam umschauen, wie wir jede Gelegenheit zur tatkräftigen Arbeit bei der nationalen Wiedergeburt unseres Volkes benützen könnten. Ein Beispiel für diese Nachlässigkeit und Unbeholfenheit hatten wir erst unlängst. Im Monate Juli tagte ein internationaler Presskongress in Bern. Alle Nationen, welche für die Entwicklung ihrer periodischen Zeitschriften sorgen» hatten ihre offiziellen Vertreter. Haben die Juden daran gedacht, auch ihre Delegierten zu entsenden, um auch für ihre Presse jene Rechte zu verlangen, welche der aller anderen Nationen grosse Vorteile bringen? Vielmehr haben sie sich der französischen, deutschen oder einer anderen untergeordnet, mit denen sie weder durch Inhalt, noch durch Sprache irgend etwas Gemeinsames haben. Wir wissen auch, dass unsere Presse schon sehr lange besteht, dass sie sich seit einigen Jahren äusserst rasch entwickelt, dass sie qualitativ und quantitativ mit einer bewunderungswürdigen Schnelligkeit wächst und dass sie sich der fortschreitenden nationalen Idee anzupassen versucht. Der Zionismus stellt von Stunde zu Siunde neue Forderungen an uns, welche unsere Presse aber bei weitem nicht befriedigt. Man sollte glauben, dass unser Schriftstellertum uns als Waffe im Kampfe dienen werde, dass wir darnach trachten werden, so gut es nur geht, dasselbe für unsere Ziele auszunützen, wie es andere Nationen machen. Indessen behandeln wir unsere Presse sehr stiefmütterlich; wir wenden ihr sehr geringe Aufmerksamkeit zu. Wir sind Debütanten, wir schaffen zum ersten Male eine eigene Presse im vollsten Sinne des Wortes, trachten wir also, dass diese Arbeit eine vollkommene ist. Gebrauchen wir die Erfahrungen anderer, tragen wir dafür Sorge, dass wir eine einheitliche Presse schaffen, eine Presse, die sich ihrer Ziele bewusst ist; mit einem Worte, wenden wir alle Kräfte an, um sie auf die Höhe ihrer Aufgabe zu bringen. Diese Arbeit verlangt vor allem ein gemeinsames Vorgehen und eine gegenseitige Verständigung, sie erfordert eine Institution, welche sowohl für die Entwicklung der jüdischen Presse nach innen zu sorgen als auch nach aussen zu repräsentieren hätte. Eine solche Institution kann nur ein ständiges Komitee oder eine Sektion in dem internationalen Presskongresse sein. Wenn wir jetzt eine passende Gelegenheit ausser acht gelassen haben, um eine uns gebührende Stellung auf dem internationalen Presskongresse zu erringen, so soll das für uns nur ein Fingerzeig sein, diese Fehler beim nächsten Kongresse nicht zu wiederholen. Es ist aber sehr leicht begreiflich, dass ein solches Auftreten einer gründlichen Vorbereitung bedarf. Ohne vorherige gemeinsame Besprechung alles dessen, was für die jüdische Presse notwendig ist, ist dieses Unternehmen undurchführbar, und dieses Besprechung müsste bei einer Zusammenkunft von jüdischen Publizisten und Journalisten stattfinden. Ich hoffe, dass diese Worte vollkommen zur Rechtfertigung dieses dringenden Bedürfnisses ausreichen, und dass unsere Gesinnungsgenossen, welche die Feder führen * diesen Gedanken aufs beste unterstützen und dadurch das Zustandekommen eines Kongresses der jüdischen Presse ermöglichen werden." So weit unser Gesinnungsgenosse im „Wschöd". Nun sind aber weitere zwei Jahre verstrichen. Sind die Vorbe* reitungen zur Gründung einer jüdischen Sektion auf dem internationalen Presskongresse durchgeführt worden? Mit nichten .. . Werfen wir einen kurzen Rückblick. Die Idee der Gründung eines „Verbandes der hebräischen Schriftsteller" ist alt. Schon auf dem ersten Kongresse in Basel dachte man daran, sämtliche aktiven Kräfte im Judentum in eine feste Organisation zu bringen. Diese ist aber weder damals noch auf den folgenden Kongressen durchgeführt, worden. Günstiger gestalteten sich die Umstände auf dem allrussischen zionistischen Parteitage in Minsk. Herr Markus Kahan hatte sogar damals einen Statutenentwurf des zu gründenden „Verbandes der hebräischen Schriftsteller*

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