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Die Welt · 1904-08-05 · 32 (5.8.1904) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
32 (5.8.1904)
Date
1904-08-05
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. S2 „bie * weit" Seite 7 Przemysl. Am 17. Juli wurde eine Trauerfeier im hiesigen Tempel veranstaltet. Es sprach Herr Professor Dr. M. Schorr - Lemberg. Den musikalischen Teil besorgte Kantor Herr M. Singer. Die Anwesenden waren zu Tränen gerührt. Rymanow. Am 9. Ab wurde eine Trauerandacht abgehalten. Leider musste sie im Vereinslokale der „Achwah" — da alle öffentlichen Bethäuser ein Raub der Flammen geworden sind — abgehalten werden. Die ergreifende Trauerrede hielt Kultuspräsident Herr S. Seelenfreund. Hierauf sprach phil. Bienenstock-Tarnow, der das Volk im Sinne Herzls weiterzugehen aufforderte. Rzeszow. Am 2. Ab veranstaltete der hiesige jüdischnationale Frauenverein „Sulamith" im eigenen Lokale eine Trauerfeier für unseren unvergesslichen gottseligen Führer. Der Saal war überfüllt. Gg. Sternlicht hielt die ergreifende Trauerrede. Hierauf wurde für Oelbaumspenden auf den Namen unseres Führers gesammelt. — Am 5. Ab veranstaltete der Verein „Chowewe Zion" im Beth Hamidrasch einen imposanten „Hesped\ Der grosse Raum des Tfcrrs war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Kultusgemeinde nahm an der Feier offiziellen Anteil. Die Feier wurde vom Kantor mit dem Psalm „Ki malochow" eröffnet, hierauf hielt Vereinspräsident Herr A. Apfelbaum eine wirkungsvolle Rede. Dann wurde „El mole rachamim" gesungen und Kadisch gebetet. Komotau. Der sabbatliche Gottesdienst am 9. Juli gestaltete sich zu einer würdigen Trauerfeier für Dr. Theodor Herzl. Die Gemeinde war ungewöhnlich zahlreich erschienen, die Zionisten im Trauerkleide. Rabbiner Dr. Thieberger hielt dem Dahingeschiedenen einen tiefempfundenen Nachruf. Die Versammlung hörte stehend den wahrhaft erschütternden Nekrolog, der einen nachhaltigen Eindruck hinterliess. Die zur Thora gerufenen zionistischen Hochschüler spendeten für die Armen der Gemeinde. — Die Zionisten Komotaus dankten dem Rabbiner und dem Vorstande der Kultusgemeinde schriftlich für die Veranstaltung der Trauerfeier. An Stelle von Beileidstelegrammen wurden in einem aufgelegten Nationalfondsbogen mehrere Beträge gezeichnet. Triest. Am 10. Juli hat unser Rabbiner Dr. phil. N. Brettholz eine kurze, aber inhaltsreiche und ergreifende Gedächtnisrede für Dr. Herzl im „Lekach Tor" gehalten und gleichzeitig angeordnet, dass in sämtlichen Synrgogen eine „Haschkewah" abgehalten wird. Mielec. Am 28. Juli veranstalteten die Zionisten eine Trauerfeier in der Hauptsynagoge, welche überfüllt war: Herr S. Stempler hielt eine rührende Trauerrede. Darauf sagte der Kantor ü^öm a^fc und ttvnp* Brody. Am 11. Juli fand in der Synagoge eine stark besuchte Trauerandacht für Dr. Herzl statt. Die Trauerrede hielt Dr. Sch. Ochs er. Seine Rede, rhetorisch schön und reich an Gedanken, wirkte stark auf die Zuhörer. Nachdem er den Tod des Führers beklagt hatte, gab er am Ende der Hoffnung Ausdruck, dass das Werk des heimgegangenen Grossen in Israel nicht verloren gehen werde. „Erde, Erde, überhebe dich nicht; die Stützen der Welt wirst du nie verschlingen können!" Mit diesen schönen, hoffnungsvollen Worten des Midrasch schloss der Redner seine tiefempfundene Rede. Bielitz. Die hiesigen zion. Vereine, jüdisch-akademische FerialVerbindung „Emunah" und Haschachar" veranstalteten am 18. Juli eine Trauerfeier für Dr. Herzl. Man wandte sich an den Präses der hiesigen Kultusgemeinde, S. Pollak, um Ueberlassung des Tempels. Dieser Herr hatte die Stirne abzulehnen, mit der Motivierung, die hiesige Gemeinde sei nicht zionistisch (!). Die Trauerfeier fand daher im Kaiserhofsaale statt und nahm einen überaus würdigen Verlauf Gegen 600 Personen füllten den Saal, dessen Tribüne schwarz dekoriert und mit Herzlbildern geschmückt war* Selbst unsere jüdischen Offiziellen, die bisher unseren Veranstaltungen fern geblieben waren, kamen diesmal. Die Feier wurde von Allerh an d eröffnet, worauf Herr Rabbiner Dr. N. Glaser-Biala Herzrs hervorragende Verdienste für das Judentum in ergreifender Rede würdigte, während ing. Alfred Herszlikiewicz ein Bild des Lebens unseres grossen Führers entwarf. Hiemit schloss die Feier, die auf die Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck machte. Krems. Sonntag den 31. Juli fand im hiesigen Tempel, über Veranlassung des Herrn Gg. Kultusvorsteher Schick eine zweite Trauerversammlung statt, die aus der Stadt und Umgebung sehr stark besucht war. Herr Rabb. kand. Doktor Stössler hielt eine tiefergreifende Trauerrede. Suczawa. Am 20. Juli (9. Ab) 1. J. fand im hiesigen Bethause „Chewra Gach", das bis auf das letzte Plätzchen gefüllt war, eine vom Ferialvereine zionistischer Hochschüler „Tikwah" veranstaltete Tischah b'Ab-Feier für Dr. Herzl statt, die einen würdigen Verlauf nahm. Mitglied jur. S. M. Schäfer hielt die Trauerrede und schloss mit einem Appell, eine aufopferungsvolle Tätigkeit für die zionistische Idee zu entfalten. Hamburg. Dienstag, 19. Juli, abends 872 Uhr, fand im Theatersaale des Konventgartens, in dem vor wenigen Wochen erst der Delegiertentag der deutschen Zionisten seine Sitzungen abhielt, eine von der zionistischen Ortsgruppe veranstaltete Trauerfeier statt. Die Feier, an der auch viele Nichtzionisten teilnahmen, nahm einen würdigen Verlauf. Ein Quartett des Synagogenchors der Benckestrassengemeinde und der Oberkantor der grossen jüdischen Gemeinde, Herr Süsskind hatten den gesanglichen Teil, Herr B e i t die Begleitung auf dem Harmonium übernommen. Der Vorsitzende der Ortsgruppe, Herr Dr. Franck, schilderte in liebevoller Weise die Eigenschaften des grossen Toten. Die eigentliche Gedächtnisrede, eine begeisterte Apotheose auf den Zionismus und seinen unsterblichen Führer, hielt Herr Rabbiner Dr. Nobel aus Leipzig. Nach dieser Rede trug Herr Oberkantor Süsskind in ergreifender Weise b$ vor» Bad Neuenahr. Sonntag den 11. Juli fand hier in der Synagoge eine Trauerfeier statt. Nach der Rezitierung des 49. Psalms durch den Gemeindekantor schilderte Herr M. S. Rabinowitz aus Königsberg vom Standpunkte des traditionellen Juden aus den Verlust der Gesamtjudenheit durch den Tod Herzls. Sodann führte Dr. Goldberg, tief ergriffen, der Versammlung den Verblichenen vor Augen. Mit dem üblichen Totengebet und dem Kadisch schloss die erhebende Feier. Breslau. Die zionistische Vereinigung veranstaltete Sonntag nachmittag mit Genehmigung des Synagogenvorstandes im Storch-Tempel auf der Antonienstrasse eine Trauerfeier, an der auch eine grosse Zahl Nichtzionisten teilnahm. Das Empore war mit einem prächtigen Blattpflanzenarrangement umgeben, das von der Chewra Kadischa freundlichst zur Verfügung gestellt war. Nach der vom Oberkantor Cerini zelebrierten Totenfeier und einem Chorgesang hielt Rabbiner Dr. Kurrein-Teplitz eine ergreifende Gedenkrede, in der er den so früh Verstorbenen als Menschen und Führer des jüdischen Volkes charakterisierte und die andächtige Trauergemeinde durch die gefühlsreichen Worte bis ins Innnerste erschütterte. Oberkantor Cerini trug dann das „ El mole rachamim" vor, Dr. Kurrein sprach ein Gebet, Michtora ledowid, und das Kadischgebet. Chorgesang: „Es gleicht das Menschenleben" schloss die würdige Feier. Der Tempel war bis auf das letzte Plätzchen gefüllt, obwohl von den „Offiziellen" bis auf ver-

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