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Die Welt · 1904-07-08 · 28 (8.7.1904) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
28 (8.7.1904)
Date
1904-07-08
Page
– (sequence 24)
Language
German
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Seite 22 „bis $ W^It" Nr. 28 seines grossen Talentes an sich gefesselt, wie die anderen Tausende und Abertausende! Hiefiir ihm und Ihnen jetzt ein Dankes- und damit dem Jugend freunde leider auch ein letztes Abschiedswort zu sagen, war mir Herzensbedürfnis. Ich bin sicher, dass ich, wie einstens in unvergleichlich schüiier Maienzeit der Hochschulstudien, so auch heute noch ein Wortführer unserer damaligen Komilitonen bin, wenn ich Theodor Herzl am Schlüsse einer jäh abgebrochenen herrlichen Laufbalm grüssc. Jedenfalls empfangen Sie mein ■persönliches wärmstes Beileid anlässlich des so schweren Arerlustes! In aufrichtiger Hochschätzung Dr. A. Bachrac h." Alfred v. L i n d h e i. mtelegraphiert der „IST. Fr. Pr." aus Reiche n h all: „Empfangen Sie den Ausdruck meiner tiefsten Teilnahme am Tode Dr. Theodor H e r zl s. Alfred v. L i n d h e i m." Direktor Ottokar Stern von der Allgemeinen Oesterreich isehen Baugesellschaft sendet uns ein in ungemein herzlichen Worten gehaltenes Beileidsschreiben, in dein er der liefen Trauer darüber Ausdruck gibt, flass Dr. Theodor Herzl, „dieser massvolle, begnadete und edle Mann, so verfrüht von uns scheiden musste." Regierungsrat Dr. Heinrich Steger: „Mein innigstes Beileid. Die österreichische Journalistik verliert in Theodor TT e r z 1 einen ihrer glänzendsten Vertreter. Ehre seinem Andenken!" Dann die nachstehende B c i 1 e i d s k u n d g e b u n g: Der gefertigte Verein erlaubt sich Ihnen anlässlich des schweren Verlustes, den Sie erlitten haben, das aufrichtigste Beileid auszusprechen. Verein zur Ausspeisung armer israelitischer Schulkinder des XII. bis XV. Bezirkes. Die Präsidentin : Regina L a n d e i s. In warmen Worten kondolieren der „X. F. P." ferner: Das Präsidium des Krankenunterstützungs- und Human itätsvercines „Wohltätigkeit aus Pietät", die Herren M. B a u m, Louis Fla in m und W. Breue r, sowie die Präsidentin des Frauen-Wohltätigkeitsvereines „Franz Josef- Kinderhort", Frau Dr. Eduard Frisch aiier, im eigenen Namen und im Xamen der Vereinsleitung. Weitere Kondolenzen sind der „X. F. P/c zugekommen: Von den Hof- und'Gerichtsadvokaten Dr. Ludwig Kunw a 1 d, Dr. Daniel B a c h r a c h, Dr. Alfred Skrc i n, Archivar Weltner, königlichem Eat Alexander Bosen, Frau Irina T e i r i e h, Dr. Arnold II o r o w i t z, den Schriftstellern und Journalisten Ludwig F i s c h 1 („Oesterreich i sehe Volkszeitung"), Dr. Max Weinberg („lieber Land und Meer"). Leo Salkind (Petersburger „Nowo-sii"), Dr. Hans S ch m i d k u n z (Berlin), Felix D ö rin a n n , Siegfried T r e b i t s e h, Dr. Oskar B e n d i e n e r, I )r. Ludwig E i s e n b e r g. Professor Albert Stur m (Budapest ), A. M. K o 11 o d e n, Arnold Silberstei n („Ungarische llontan-Industrie-Zeitimg"), Paul W i 1 h e 1 m, I leinrieh Poll a k. Professor Schwarz (Mährisch- Ostrau) und Alfred Langer. Weiters kondolierten uns: die Schriftstellerinnen Marie H e r z f e 1 d, Frau M. P r a - ger (Erich Holm), Flora M e r o r e s, Paula Misa („Wiener Prauenzeitung"), ferner Konsulent Ludwig M e s s i n g, Jenny und Marie v. Glaser, Dr. Heinrieh II o r b a. t s c h e k, Alfred Strasscr, Schauspieler M. Broda, Herr Fürst und Herr William. Falk. „Der unter dem Protektorate der Frau Gräfin Anastasia Tv i e 1 m a. n s c g g stehende humanitäre Verein „Zwanglos" drückt sein tiefstes Beileid aus ob des schweren "Verlustes ihres unersetzlichen Herrn Dr. Theodor Herzl. Rir den Verein Zwanglos": Julius Ehrlich, Obmann." Ladislaus Edler v. N enge b a u e r drückt der Redaktion sein schmerzlichstes Beileid zu dem erschütternden Verlust aus. Aus Berlin: „Verehrliche Redaktion! Im eigenen Namen sowie in demjenigen der Redaktion des „B e r- 1 i n e r B ö r s e n c o u r i e r" beehre ich mich, der hochgeehrten Redaktion das aufrichtigste Beileid aus Anlass des Hinscheidens Theodor H e r z 1 s auszusprechen. Hochachtungsvoll Siegfried Low y." Schriftstellerin Ella K o h 1 v. K o h 1 e n e g g schreibt: „Eine wunderbare Seele ist gestorben, und ich beweine Theodor Herzl wie einen meiner besten Freunde. In aufrichtiger Trauer Ella Kohl v. Kohlen egg." Adolf v.Xassau schreibt uns aus Reichen hall: Zu Besuch hier weilend lese ich heute die Nachricht vom 'Ableben Herzls. Ich bedaure Sie und bedaure uns alle, welche am Journalismus ein Interesse haben. Alles, was Sie über ihn schreiben, ist wahr, treffend, rührend. Aber um den Schriftsteller Herzl möchte ich nicht einmal so trauern wie um den Mensehen Ferner kondolieren Friedrich Frank, pensionierter Generaldirektor der Wiener Versicherungsgesellschaft. Oborstleutnant d. R. Leo S. Strands, die Hof- und Geriehtsadvokaten Dr. Viktor Rosenfeld („mit dem Ausdrucke aufrichtigsten Beileids") und Dr. Leo H e r z b e r g- Frän k 1, königlicher Geriehtsrat G o 1 d s t e i n aus Budapest, Direktor Leopold M ü 11 e r, Schriftsteller Alfons W a t z 1 a v i k, Viktor v. C 1 a r v i 11, Michel B 1 ü m e 1h n b e r, Josef ine M. v. J e 1 a g n i, Dr. Kra m c r, Schriftsieller Heinrich Glücksraann, die Schriftstellerinnen Dr. S i d dy P a 1 und Grete Me i s s 1 - He s s, Alfred H. Fried, Maler Lippay, Dr. Bretholzer, Rabbiner Dr. II n g e r nucl Dr. Paul Cohn. Weitare Kundgebungen an das A -C. Tn vielen deutschen Gemeinden werden in den Tempeln Trauerkundgebungen stattfinden, bei denen nicht-zionistische Rabbiner die Trauerreden halten werden; so in Berlin, Mainz etc. * * * Die Jüdische T\olonialbank in London war Donnerstag, am Tage des Leichenbegängnisses, geschlossen. Schwarze Fahnen gaben von dem Trauerfall Kunde. Chief- Rabbi von London Dr. Adler hat der zionistischen Föderation einen Beileidsbrief gesendet. Nächsten Mittwoch, am letzten Tage der Schiwah, wird in der Londoner Hauptsynagoge ein Trauergottesdienst stattfinden. * * * Aus Paris wird gemeldet: Beide jüdischen Volksin^vcrsitäten sind zum Zeichen der Nationaltrauer geschlossen. * * * Unsere Gesinnungsgenossen B o d e n h e i m e r, G o t tli eil, Lippe sind schwer erkrankt und dürfen auf ärztliches Geh ei ss das Krankenlager nicht verlassen; eine Beteiligung am Leichenbegängnisse und an Trauerfeicrn' ist ihnen daher nicht möglich. Stimmen der Presse. (1. Nachtrag.) Die Aufmerksamkeit, die der Krankheit II e r z 1 s zugewendet war, zeigte sich schon seit Wochen. So schrieb der „Jcwish Ohronide", 17. Juni 1904: Die Nachrichten von dein weiteren Verlauf der Krankheit Dr. Herzls werden mit dem aufrichtigsten Bedauern verfolgt, sowohl von seinen Gegnern, als auch von seinen Anhängern. Wenige Persönlichkeiten im Judentum sind so gross im vielfachen Sinne des Wortes und keine Persönlichkeit ist interessanter als der Führer, der zionistischen Bewegung. Alle jene, welche mit ihm in Berührung standen, lernten ihn achten wegen seines unerschütterlichen Ernstes und seines unermüdlichen Eifers, sogar jene, die seinen Ideen nicht sympathisch

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