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Die Welt · 1904-07-08 · 28 (8.7.1904) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
28 (8.7.1904)
Date
1904-07-08
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Nr. 28 „bi* & W^lt Seite 21 nedikt Fischer („Politische Korrespondenz"), Dr. Endolf Lot h a r, Wilhelm F r e y („Neues Wiener Tagblatt"), Moriz Epstein '(„Neues Wiener Tagblatt"), kaiserlicher Eat Johannes L i c h t e n s t a d t Siegmund S k r e i n („Illustriertes Wiener Extrablatt"), Albert Gustav Eoncourt („Neuigkeits-Weltblatt"), ferner Generalrat der Oesterreichisch-ungarisehen Bank Karl M o r a w i t z, 1 lof - und Gerichtsadvokat Dr. JuliusUl 1 m a n ii, Direktor Max A11 i n a, Dr. Alfred S t e r n aus Prag, Dr. K ii m in e r - ling (Baden). Ferner erhielt die „Neue Freie Presse" noch 'folgende Beileidskundgebungen: Sektionschef im k. it. k. Ministerium des Aeussern, Alexander Ritter v. Suzza r a, übermittelt „den Ausdruck seiner innigsten Teilnahme anlässlich des Ablebens des Herrn Dr. Theodor Herz 1." Vizepräsident der niederösterreichischen Finanzlandesdirektion Dr. Alexander Spitzmüller schreibt der „N. F. P.": „Löbliche Eadktion! Anlässlich des Hinscheidens des Herrn Dr. Theodor Herzl, meines Universitätskollegen;, dessen hervorragender publizistischer Tätigkeit auch ich manche Stunde der Anregung und des Genusses verdanke, bitte ich die löbliche Redaktion, die Versicherung meiner herzlichen Teilnahme entgegenzunehmen. In ausgezeichneter Hochachtung Dr. A. Spitz m ü 11 e r."; Sektionschef Wilhelm E xncr telegraphiert aus Karlsbad: „Innige Teilnahme anlässlich des Verlustes Ihres hervorragenden Mitarbeiters, des ausgezeichneten Mannes Theodor Herzl." Superintendent Dr. Haase telegraphiert aus Troppau: „Empfangen. Sie anlässlich des schweren Verlustes, welchen Sie und mit Ihnen die gebildete Welt durch den Tod Dr. Theodor H e r z 1 s erfahren haben, den Ausdruck meiner aufrichtigsten Teilnahme und meines innigsten Beileides." , *j Superintendent Dr. Seheriny sagt in einem warmherzigen Beileidsschreiben: „Schmerz über den jähen, mir ganz unerwarteten Untergang eines so reichen, glanzvollen Geistes in dieser Welt voll Blindheit und Finsternis durchstürmt mein Herz. Bitte eine verehrte Eedaktion der armen, tieferschütterten Familie, der ich ganz unbekannt sein muss, mein aufrichtigstes, tiefstes Beileid auszudrücken. Nicht trösten, sondern mitweinen möchte ich über diesen wahrhaft niederschmetternden Schlag des Geschicks, eine solche Zeder Libanons zu knicken! In alter treuer Hingebung und Gesinnungsgenossenschaft einer verehrten Eedaktion ergebenster Dr. Seherin y." Baron Alfred Berg er, Direktor des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg, spricht in einem warmherzigen Schreiben sein tiefstes Beileid aus über das frühe Verscheiden Dr. Theodor H e r z 1 s, dessen ungewöhnliche Begabung und literarischer Charakter aus jeder Zeile sprach, die er geschrieben hatte. Der Direktor des Hof bnrgtheaters Dr. Paul Sehlent h e r telegraphiert aus Marienbad: „Aufrichtigst nehme ich an Ihrer Trauer um Theodor Herzl teil." — Desgleichen haben wir von dem Direktor des Baimund-Theaters Ernst G e 11 k e ein in herzlichen Ausdrücken abgefasstes Kondolenztelegramm erhalten. Vom Direktor des Deutschen Landestheaters und des Neuen deutschen Theaters in Prag Angelo Neu mann erhalten wir nachstehende Depesche: „Aufs tiefste erschüttert über das Hinscheiden Ihres genialen Mitarbeiters, des herrlichen Menschen Theodor Herzl, in dem auch ich den Verlust eines persönlichen Freundes zu beklagen habe, drücke ich der Eedaktion mein innigstes Beileid aus." Ferner gingen der „N". Fr. Presse" nachstehende Beileidskundgebungen zu: „Geehrte Eedaktion! Das Ableben Ihres Eeclakteurs Dr. Theodor Herzl erfüllt auch uns mit aufrichtiger Trauer. Wir bitten Sic, den Ausdruck unserer tiefsten Teilnahme entgegenzunehmen. Hochachtungsvoll Eedaktion der „Oesterreichischen Volkszcitung", Wien." „Seien Sie unserer aufrichtigsten Teilnahme an der Trauer über den A^erlnst, den Sic durch den Tod Theodor Herzls erlitten habe]), versichert. Eedaktion der Röhe niia", Prag." Marie E. d e 11 e G razic: „Hochgeehrte Herren! Tief erschüttert von dem Hingang Dr. Theodor II e r z 1 s, den ich als Mensch und Schriftsteller gleich hoch schätzte, versichere ich Sie meiner herzlichsten Teilnahme und zeichne Hochachtungsvoll M. E. delle Grazie." — Friederike v. P r o k e s c h - G o s s m a n n : „Gestatten Sie mir, Ihnen zum Verlust Ihres genialen Mitarbeiters Doktor Theodor Herzl mein innigstes Beileid auszudrücken. In aufrichtiger Ergebenheit Friederike v. P r o kc s ch-G o s sm a n n." Professor Eduard v. Werth e i in e r: „Sehr verehrier Herr! Soeben aus Karlsbad zurückgekehrt^ lese ich im heutigen Morgenblatt mit tiefer Erschütterung die Nachricht vom Ableben des allzu früh verstorbenen Dr. Th. 11c r z 1. Ich eile, Ihnen und der gesamten Eedaktion nieine aufrichtige Anteilnahme an . dem schweren Verlust auszusprechen, den die „Neue Freie Presse" durch den Tod dieses bedeutenden Schriftstellers erlitten hat. Mit ausgezeichneter Hochachtung Ihr ergebener Professor Eduard v. W c r t h e i m e r." Gemeinderat Baurat S t i a s s n y: „Empfangen Sie den Ausdruck tiefgefühlter Teilnahme aus Anl.ass des Hinscheidens Ihres verehrten Mitarbeiters Theodor HcrzL des feinfühligen, geistvollen Schriftstellers. In Treue und Anhänglichkeit Baurat S t i a s s n y." — Karl T a g - 1 e i c h t: „Löbliche Eedaktion der „Neuen Freien Presse"! Bitte, erlauben Sie mir, der Manen Theodor H e r z 1 s, dessen goldene Feder mich stets entzückt hat, in Wehmut zu gedenken. Hochachtungsvoll Karl Tagleicht, Patient in Hacking, am 5. Juli 1904." Schriftsteller Otto II a u s e r schreibt der „Neuen Freien Presse": „Mir selbst war Herr Dr. Herzl ein väterlicher Freund, dessen Güte und Wohlwollen, seit ich zu schaffen, begann, mir unvermindert erhalten blieb. Und es sind, viele, die sich seiner selbstlosen Förderung zu erf reuen hatten, das bezeugt, was er uns war." — Schriftsteller Otto Eisenschitz telegraphiert aus Ischl: „Aufrichtigstes Beileid zu dem im wahrsten Sinne unersetzlichen Verlust, den Ihr Blatt und Ihre Leser durch das allzufrühe Hinscheiden Herzls erlitten haben." — Der Herausgeber der „Politischen Korrespondenz". Hofrat L. B. Hahn, telegraphiert der „Neuen Freien Presse": „Tief erschüttert von Herzls Tod spreche ich mein wärmstes Beileid ans, das ich auch der mir unbekannten Witwe bekanntzugeben bitte." Regierungsrat Dr. Adolf Bachracli schreibt: „Geehrte Redaktion! In der zweiten Hälfte der Siebziger]ahre, als die „Akademische Lesehalle" an der Wiener Universität blühte, hatte ich als Vereinspräses unser „Wunschbuch" zu erledigen. Hier fand ich wiederholt Desiderien wegen Anschaffung von Büchern. Es waren aber keine blossen „Wünsche"'. Sie waren vielmehr eingehendst l>egründet, und diese Motivierungen waren gei st sprühende Kritiken, ganze Aufsätze, deren Lektüre mich und meine Kollegen tief beeinflusste und uns ungemein anregte. Ihr Yerfasser war: TheodorHerzl. Es waren vielleicht nicht seine ersten, aber jedenfalls blendendsten literarischen Arbeiten. Es wäre der Mühe wert, sie noch hervorzusuchen. Indes, was hat Herzl nicht seither Gutes und Grosses geschrieben und geleistet! Ich preise mich glücklich, den ersten Regungen seines bedeutenden Geistes gelauscht zu haben. Die spätere Zeit hat uns auseinandergebracht. Geistig aber hat er mich durch das Sprachrohr Ihres Blattes, durch die Blütenwerke

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