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Die Welt · 1904-06-24 · 26 (24.6.1904) · page 10

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Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
26 (24.6.1904)
Date
1904-06-24
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10 „bis $ Welt Nr. 26 mission nichts davon bekannt geworden sei. Es scheint also, dass noch weit über das hinauf, was der Berichterstatter, Herr Levy, mitteilt, Herr P a s m a n i k „gut unterrichtet" ist, da er sogar Mitteilungen über Sachen zu machen weiss, von denen den zuständigen Kommistionen und Arbeitsstellen nicht das geringste bekannt ist. Sollte aber auch sonst n u r dem Herrn Pasmanik von diesen Dingen etwas zu Ohren gekommen sein, während sonst die Sache auf nichts beruht, so ist es im Interesse des „Friedens" und der Arbeit, dass nicht Nachrichten von Delegiertentagen in die Presse lanciert werden, deren Haltlosigkeit dazu beiträgt. Misstrauen gegen wirklich vorgenommene ernste Arbeit zu säen. Denn wenn wir Vertrauen zu unsern Unternehmungen in Palästina haben sollen, so ist die erste Erfordernis, das alle unwahren Ausstreuungen aufs entschiedenste abgelehnt werden. Elias Auerbach, Berlin. * * * Zur Förderung der Oelbaumspenden. Das österreichische L.-K. hat zur Förderung der Oelbaumspenden für Palästina beschlossen, dass für jede durch Herrn Jakob S u sc h n y, Wien, 9. Bez., Müllergasse 6, bei der „Universale" abgeschlossene Volks Versicherung per 1000 Kronen in kleinen Wochenprämien %r den Versicherten ein Oelbaum gekauft wird, der den Namen des Versicherten erhält. Dies gilt als dauernde Stiftung;. * * * An die jüdischen Abiturienten der Handelsakademien und Handelsschulen. Wenige Tage noch und Ihr verlasset die Schule, um in das praktische Erwerbsleben einzutreten. Nebst vielen anderen Pflichten, die Ihr da zu erfüllen habet, werdet Ihr nun als vollberechtigte Staatsbürger auch gezwungen sein, in politischer und nationaler Hinsicht Farbe zu bekennen. Und da gibt es für den denken den Juden nur eine Richtung, der er sich anschliessen kann, den Zionismus Der Verein absolvierter jüdischer Handelsakademiker „Fraternitas* in Prag, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den zionistischen Gedanken unter den jüdischen Handelsangesteilten zu verbreiten, jüdisches Volkstum und jüdische Literatur zu pflegen, ferner auch in fachlicher Beziehung die Interessen der jüdischen Handelsangesteliten zu vertraten. .Kollegen! Wir laden Euch ein, an diesem edi. Werke durch Eueren Beitritt zu unserem Vereine mitzuarbeiten. Wir haben, obwohl erst kurze Zeit bestehend, bereits einen Unterstützungsfond für bedürftige absolv. jüdische Handelsakademiker und Angestellte überhaupt gegründet und der Verein befasst sich auch mit der Gründung einer kostenlosen Stellenvermittlung, die demnächst ihre Tätigkeit beginnen wird. Wenn wir zum Schlussa noch auf die innige*Kollegialität unter unseren Mitgliedern hin-- weisen, auf die grosse Zahl von Fach-, Partei- und Zeitschriften, die Euch in unserem Vereinslokale zur Verfügung stehen, so glauben wir uns zur Hoffnung oerechtigt, dass Ihr, besonders diejenigen die nach Prag kommen, unserem Vereine recht zahlreich beitreten werdet. Mit kollegialem Gruss! Der Ausschuss des Vereines absolvierter jüdischer Handelsakademiker ,,Fraternitasu, Prag, Jungmannstrasse, Hotel „Victoria". * * * Geehrte Redaktion! Aus der in Nr. cii der „Welt" angeführten Talmudstelle haben sowohl Herr Dr. Samuel als auch Herr cand. Altmann, Gedanken herausgelesen, die der Ausspruch durchaus nicht enthält. Die Stelle findet sich Tr. Baba batra 3 b und hier heistes: Herodes, der Knecht der Hasmonäer (wie er auch gewöhnlich genannt wird), habe alle seine Gebieter (d. h. die Hasmonäer) getötet und wollte ein allein zurückgebliebenes Mädchen (aus diesem Geschlecht) heiraten. Dieses aber stieg auf ein Dach und rief laut: „Wer da behauptet, dass er von den Hasmonäern abstamme, der ist ein Knecht; denn nichts blieb von ihnen nur ich, die ich mich aber vom Dach auf die Erde stürze". Selbstverständlich wird hier die Tötung Mariamnes, der hasmonäischen Gattin des Herodes, in entstellter und verworrener Form erzählt. Vielleicht ist auch diese Entstellung eine tendensiöse, wie Geiger (Urschrift 143 1.. vgl. seine Nachgelass. Schriften V, 1, 95) vermutet hat. Es sollte nämlich durch die Behauptung, dass Mariamne sich noch vor der Verheiratung mit Herodes entleibt hat, jedes Anrecht des Idumäers auf den Thron der Hasmonäer verneint werden. Hätten die oben genannten Herren sich die Stelle im Original angesehen, so hätten sie sie nicht zum Gegenstand einer homiletischen Betrachtungsweise machen können. Mit Zionsgruss Dr. Samuel Poznanski. Warschau, 17. Juni 1004. Jüdischer Nationalfonds, Das goldene Buch. Das Aktionskomitee wiederholt sein dringendes Ersuchen, die hebräischen Namen der Spender für das Goldene Buch umgehend an das Sekretariat des Kongressbureaus, IX., Türkenstrasse 9, einzusenden, da sonst die Eintragung in das Goldene Buch und die Ausfertigung der Diplome unmöglich gemacht wird. Als letzter Termin für die Einsendung wird der 15. Juli festgesetzt. Nach diesem Tage werden die Diplome in den Fällen, wo die hebräischen Namen nicht angegeben wurden, nur in deutscher Sprache ausgestellt. Verein „Pirche Zion", Winnica......Kronen 252.70 A. A. Heller in Paris anlässlich der goldenen Hochzeit seiner Eltern Elieser und Sarah Heller in New-York........ . „ 234.— Societe Sion de Choumla.........Francs 250.— Frau Sophie Kremenezky, Frau Dr. Gudelmann, Ing. Josef, .Rechtsanwalt Akim und Stationschef Gregor Po göre lsky zur Eintragung ihrer seeligen Eltern Jacob und Augusta.......Kronen 500.— Brynmawr& Abertillery Zionist Society zur Eintragung der Kischenewer Opfer . . Pf. Sterl. 14.— Aberdare & Aberaman Zionist Society . . . „ „ 10.— Durch Hr. Ralph Goldseller in Johannesburg einzutragen the engagement of Miss Annie Kaplan to Mr. Paul Lewitton at Union dale, Cape Colony, on Sunday March 20 th. 1904 . . . '........„ „ 10.— ßnei Zion Association, Cleveland.....Dollar 50.— Bnei Zion Association, Cleveland trägt Ben Zion Wolf ein............. „ 50.— Bnei Zion, Hartford, Conn. trägt Dr. Theodor Herzl ein............... „ 50.— IsidorFinkelsteinand wife Yetta?Scranton, Pa. „ 50.— „PoaleZioc" in Petersburg trägt seinen Präses Efraim ben Feiwel Friedland ein . . . Kronen 252.— Der Verein „Esra" in Petersburg zur Eröffnung des zweiten Vereinsjahres ... " 252.— f£(is de* J$e^e$ui)ä- Gedenket des Schekels! Berichte. Lemberg. Der Gesamteinlauf an Schekelgeldern innerhalb des hiesigen Distriktes beläuft sich auf 1014 Kronen. Hievon wurden im Sinne der bestehenden Bestimmungen 659 Kronen an das zionistische Landeskomite in Wien abgeführt. — Wie alljährlich werden in einzelnen Ortschaften sehr ansehnliche Beträge gesammelt, und ragen in dieser Hinsicht Gliniany, Turka b. Chyrow u. a. hervor. Czernowitz. Der in Czernowitz vor kurzer Zeit gegründete Verein für jugendl. Arbeiter und Handelsangestellte „Poale Zion" macht erfreuliche Fortschritte, sowohl in organisatorischer als auch agitatorischer Beziehung. Dies verdankt er seinem verdienstvollen Ausschuss, bestehend aus den Herren: Felix Diamant, Leib St einmetz, Isak Salzmann und Dawid Tabak u. s. w. Am 5. Juni veranstaltete der junge Verein einen deklamatorischen Abend, der zahlreich besucht war. S. E .... n. Sadagöra. Der neugegründete jüdisch - nationale Frauen- und Mädchenverein „Hadassa" hielt am 13. d. M, eine Generalversammlung behufs Ausschusswahl ab: Resultat: Fr. M. Altmann, Präs., Fr. L. Lehr, Vizepräs., Fr. E. Oberländer, Schriftführerin, Frl. E. Schwarz. Kassierin, Frl. J. En gelb er g, Zeitungsverw., Fr. H. Zaunkönig, Frl. M. Waniewski, Frl. G. Fischbach als Beisitzende. Gwozdziec. Nationalfond 15.44. Am 12. d. M. „Zion" musikalisch-deklamatorischerAbend zuGunsten der Abbrändler v. Delatyn u. Buczacz. Schöner Gesang, Vorträge Gg. H. Goldfeld. Reden d. H. Jul. Paulzer u. J. Lieblich. Schöner Verlauf. Horovic. Bei den am 2. Juni 1904 stattgefundenen Kultusgemeindewahlen sind nachstehende Herren gewählt worden : Julius B o n d y, Berthold Steinreich, Gottlieb Roubicek, Josef A b e 1 e s, Ignaz Müller, Julius Hecht, Bernh. Roubicek, Sigmund Pollak, Filip

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