Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 8 (1904)
- Issue
- 20 (13.5.1904)
- Date
- 1904-05-13
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 „biS * Welt Nr. 20 Herr L. Rosenberg, zweiter Vorsitzender Herr H. Cann, Beisitzer Herr Dr. W. Fri e d e m an n, N. Tanenzapf, H. Auerbach und J. Zeichner. Die Aussichten sind gut. Nederlandsche Zionistenbond. Hoofdbestuar. Afdeeling Propaganda. Holland Durch die Bemühungen des Herrn Ed. Pool in Hangelo ist eine neue Abteilung „Do Graafsehap" gestiftet worden, welche die im Osten der Provinz Gelderland gelegenen Orte umfasst. Zu diesem Zwecke hat Herr Pool selber eine zionistische Rede gehalten in Boraclo am 6. März, und gleichfalls Herr Dr. Wolff von Haarlem am 10. April. Die Abteilung wird jetzt mehr Mitglieder zu gewinnen suchen, indem sie Versammlungen an den grösseren Orten abhalten will. In den schon bestehenden Ortsgruppen fanden mehrere Versammlungen statt. In Amsterdam sprach am 22. März Herr Dr. jur. Franzie zur Beantwortung eingegangener Fragen. Reiner gab zuerst einen Gesamtüberblick über den Zionismus und widerlegte dann die verschiedenen Beschwerden der Gegner. Debatten handelten namentlich über Zionismus und Sozialismus. N.-F.? — In Arn heim sprach am 27. März Herr Dr. Franzie über das Thema: „Weshalb gegen den Zionismus?0 Debatten namentlich von orthodoxer Seite: Redner hatte Gelegenheit, nochmals zu betonen, dass die Juden eine Rasse bilden und nicht nur eine Religionsgemeinschaft. Kein N.-F. Viele neue Anmeldungen. — Am selbigen Tage sprach in Groningen der Vorsitzende Herr Dr. Hildesheim über „Zionismus und nationales Judentum". Beifall und neue Anmeldungen. N.-F. K 6.__— Gleichfalls sprach Herr Dr. Hildesheim in Koevorden am 3. April. Die ganze jüdische Gemeinde war anwesend und Redner hatte vielen Beifall. N.-F. K 5.—. — In Almeloo sprach am 27. März Herr Ed. Pool und am 24. April Herr Dr. jur. Is. Hen, beide unter grossem Beifall des zahlreichen Publikums. Bei der Rede des Dr. Hen viele und gehaltreiche Debatten. —- In Amersfoort sprach am 17. April Herr Dr. jur. Franzie über das Thema: „Zion.sten oder Juden?a N.-F. K 5—. Redner wies auf alle Umstände hin, welche den Zionismus zu einer notwendigen Bewegung gemacht haben und hatte grossen Beifall. — In Deventer sprach Herr Dr. Franzie am 24. April zur Beantwortung eingegangener Fragen, namentlich über „Zionismus und Orthodoxie" und „Zionismus und Sozialismus". Zahlreiches und enthusiastisches Publikum. N.-F. K 3.—. Es ist hier also in letzterer Zeit eifrig gearbeitet worden. Die Apathie unserer grössten Gegner, wie ich schon vorigesmal hervorhob, überwinden wir allmählich und auch die nichtjüdischen Zeitungen geben uns jetzt öfters Beweise ihres Interesses an unserer Bewegung. London. Verein „Bnoth Zion", N.-F.? Der Vortragszyklus des Vereines begann mit dem Monat Mai. Ein zahlreiches. Publikum erschien in der Versammlur g am 1. ds. Mrs Levy präsidierte. Herr A. Val. Finkensteir, Sekretär der English Zionist Federation, sprach über die Fortschritte unserer Bewegung und ermahnte das Publikum zu fLeissiger Tätigkeit und unermüdlicher Arbeit. Herr Hellmann sprach über das Arbeitsgebiet der Frauen in der Bewegung. Fräulein Mauerberger, Ehrensekretärin des Vereines, erklärte die Bedeutung des Schekels und forderte die Versammlung zur Agitation für diesen auf. Auch berichtete sie, dass es Frau Howsha, einem Ehrenmitglied des Vereines gelungen sei, in Liverpool einen Damenverein „Almoth ZionÄ zu gründen, der gute Arbeit verspricht. Viele Scbkolim liefen an diesem Abend ein. - S. ribui)e. ludischer Nationalfonds. Das goldene Buch. Zionist Shareand Nationalfonds - Klub, Brooklyn (durch Hr. N. Prensky) . Doli. Order Knights of Zion of America (durch Herrn D. P. P o 11 a k) ........Pf. Sterl. Verein Zion in Rechowoth trägt die Kolonie Rechowoth, gegr. im Monate Adar 5650 ein............... Frcs. Moriz Weil in Freiburg (Sammlung der Jüdischen Rundschau) ,....... Mark „Bnei Zion" in Rohatyn trägt seinen Präsidenten Alter Weidmann ein . . . Kronen „Serubabel" in Warschau, gegr. Cholhamoed Sukoth 5663 ............. Zionverein in Novaia Maiatschka..... „ Mr. & Mrs. P. S e g a 11, Middleburg (Südafrika) ................ „ Schlom Zion Misrachi in Bialystock .... „ 50.— 10.- 250.— 205.— 240.— 258.73 251.20 240.- 240.— Erklärung. Nummer 1 der hebräischen Wochenschrift „Hador" brachte in einem redaktionellen Artikel unter dem Titel „Aruchos ukzoros" Bemerkungen, die geeignet erscheinen, denverdienten Vormund und Begleiter der Kischenewer Waisen, Herrn Israel Beikind, tief zu verletzen. Beikind wurde darin als Impresario hingestellt, der mit den Waisen eine Tournee durch die Städte Westeuropas unternommen hätte. Demgegenüber stellt das gefertigte österreichische Landeskomitfe der Wahrheit gemäss fest, dass sich Beikind, dem der direkte Seeweg über Odessa verlegt war, auf seiner Durchreise durch Oesterreich nur dort länger aufhielt, wo es das Interesse der seiner Obhut anvertrauten Kinder nötwendig machte. Es war dies der Fall in den drei Städten: Tarnopol, Wien und Triest. Tarnopol war der Sammelpunkt für die an verschiedenen Stellen über die Grenze gebrachten Waisen. In Wi e n musste Beikind mit dem engeren A.-K Besprechung pflegen und den Auslaufstag des Lloydschiffes von Tnest abwarten. In Triest schliesslich erfolgte die Einschiffung. Die Zionisten vieler österreichischer Städte, wie Lemberg, Krakau, Graz u. a., hatten bereits Vorbereitungen zum Empfange der Kinder getroffen, Beikind jedoch lehnte immer wieder ab, da es ihm viel zu ernst um die Sache zu tun war, als dass er sie auch nur durch den Schein einer Demonstration hätte schädigen mögen. Das österreichische L.-K. weist auf Grund der ihm zugänglichen Informationen die Insinuationen des rHadortt auf das entschiedenste zurück und bittet alle jüdischen Blätter von dieser Erklärung Kenntnis zunehmen. Für das österr. zion. Landeskomitee Verband „Ziontf Nath. Gross Dr. S. Krenberger dzt. Schriftführer. dzt. Obmann. * * * Sehr geehrter Herr Redakteur! Aus Nr. 19 der „Welt" erfahre ich, dass die bulgarische Zionistenkonferenz in Philippopel auch die Gemeindewahlen in Sofia besprach und meine darauf bezügliche Mitteilung „als vollkommen unbegründet zurückwies*. Demgegenüber erkläre ich, dass ich jedes Wort meiner in Frage stehenden Mitteilung (die ich dem A.-C. über dessen Wunsch machte) aufrechthalte. Die Konferenz war überdies nicht zuständig, sich über Tatfragen auszusprechen, ohne den Tatbestand durch eine Untersuchung an Ort und Stelle festgestellt zu haben. Mit bestem Dank für die Veröffentlichung dieser Zeilen bin ich mit Zionsgruss und Hochachtung Sofia, 8. Mai 1904. Dr. M. Ehrenpreis. * * * Verband zionistischer Studentenkorporationen Oesterreichs. Die Präsidialkorporation hat den Vereinigungen des „V. Z. St. K. Oe.tf vor einiger Zeit den Rechenschaftsbericht zugesandt und fordert sie auf — soweit dies bisher nicht geschehen ist — ihn schleunigst zu beantworten. Es sind uns folgende Anträge zugekommen : Die Bundeskorporationen mögen trachten, in ihren Domizilen Toynbeehallen und Turnvereine zu gründen. (Bar Kochba, Tarnow). Die Vereinigungen mögen — nach Muster des „Przedswit" — ihren BB. eine wöchentliche Steuer (2 h) zugunsten der Nationalbibliothek auferlegen. üeber Antrag der ,Emunah" (Bielitz) wird der Verband an die Gründung eines A. H.-Bundes schreiten. Die Präsidialkorporation beabsichtigt das am Studententag gehaltene Referat des BB. B i e n e n s t o ck über „Die Erziehung der jüdischen Studentenschaft zum Zionismus" in Druck zu legen und fordert die Bundeskörporationen auf, anzugeben, wieviel Exemplare sie davon übernehmen wollen. Die Präsidialkorporation hat zur Aufklärung der Studentenschaft eine kurze Broschüre „Die Juden frage und ihre Lösungs versuche" herausgegeben. Die Verbandsleitung: „Bar Kochba", Prag. * * * Von der Israelitischen Allianz zu Wien. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung der I s r a e 1 i tis c h e n Allianz zu Wien fand Di en s t ag, den 10. Mai 1904, um 6 Uhr abends, im Saale der Israelititischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, /