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Die Welt · 1904-04-08 · 15 (8.4.1904) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
15 (8.4.1904)
Date
1904-04-08
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr, 15 „bi* & Welt" Seite 11 Gesinnungsgenossen! Durch besondere Abmachung mit dem „Jüdischen Verlag", Berlin, sind wir in der Lage von unseren Gesinnungsgenossen noch eine kurze Zeit Subskriptionen für das Jahr 1904 entgegenzunehmen, obzwar die Subskriptionsfrist bereits abgelaufen ist. Der Subskriptionspreis beträgt K 24, wofür Bücher zum Ladenpreis von K 36 geliefert werden. In Aussicht genommen ist unter anderem die Herausgabe folgender Werke: Jüdischer Almanach 5665, Jüdische Künstler II. (Antokolski, Gottlieb. Lewitan, Glicenstein, Hirszenberg, Pasternak und Pilichowski), J. L. Perez, Erzählungen, Achad-Haam, Am Scheidewege, Berthold Feiwel, Glückel von Hameln. Wir machen unsere Gesinnungsgenossen auf diese günstige Gelegenheit zur Ei Werbung von Meisterwerken der jüdischen Literatur ganz besonders aufmerksam. in unserem Verlage erscheint eine Ansichtskartenserie von Porträts hervorragender Juden» Porträt Oberst Goldsmid (Nr. 1) ist eben erschienen. Wir werden ferner eine gute und empfehlenswerte Auswahl jüdischer Volkslieder herausgeben. Demnächst erscheint Nr. 1 der Sammlung „Die Pyramiden" auf Kunstdruckpapier mit Noten. (Preis °20 Heller.) Verlag „ZionÄ Wien, IL, Untere Augartenstr. 9. * * * Budapest, den 30. März 1904. Lobliche Redaktion! Wir bitten um Aufnahme folgender Erklärung: „Wir erklären hiemit, dass wir uns mit der „Ungarischen Wochenschrift" in gar keine Disputation betreffs des Zionismus einlassen wollen.41 Hochachtungsvoll im Namen der Makkabaea : Dömeny Lajos Advokaturskandidat, Sekretär, V.. Erzsebet-ter 7. * * * Berichtigung. Wir werden ersucht, zu konstatieren, dass das bei der Abschiedsfeier für Dr. Bernhardt-Wien verlesene Gedicht nicht von Frau Fanny Weiss, sondern von Frau Minna Baad herrührt. * * * Wien. (Vorträge aus jüdischer Geschichte.) Montag den 11. April 1904, 7 Uhr abends, im Festsaale des Niederösterreichischen Gewerbevereines, I, Eschenbachgasse 11, Herr Dr. Max Grunwald: „Geschichte der Juden in Deutschland und Oesterreich". (Fortsetzung und Schluss.) Mit Vorführung von Lichtbildern. Der Eintritt ist frei. * * * Israelitische Kultusgemeinde Wien. Oeffentliche Plenarsitzung des Vorstandes der israelitischen Kultusgemeinde, L, Seitenstettengasse 4, ± Stock, Sonntag den 10. April 1904, vormittags. * * * I. Wiener Jüdischer Turnverein I. Mölkerbastei 5. Der I. Wiener Jüdische Turnverein versendet folgendes Zirkular. Wien, im April 1904. Euer Hochwohlgeboren! Der grosse moralische Erfolg unseres heurigen Schauturnens lässt eine neuerliche Steigerung unserer Mitgliederzahl sicher erwarten. Unser derzeitiges Turnlokal ist aber leider auch schon bei dem gegenwärtigen Mitgliederstande unzureichend. Soll der Verein, dessen gedeihliche Wirksamkeit bereits in allen Schichten der jüdischen Bevölkerung anerkannt wird, seiner Aufgabe nach jeder Hinsicht voll entsprechen, so ist hiezu die Erbauung einer geeigneten Turnhalle mit den erforderlichen technischen und hygienischen Einrichtungen die erste Voraussetzung, zumal die Ueberlassung eines Turnsaales an einer Öffentlichen Anstalt für die Uebungen unseres Vereines bekantlich ausgeschlossen ist. Zur Beschaffung der für den Bau einer eigenen Turnhalle erforderlichen Mittel veranstaltet der Verein eine Matinee, welche Sonntag, den 17. April 1904, um ya3 Uhr nachm. im Deutschen Volkstheater stattfindet. Zur Aufführung gelangen unter Mitwirkung der ersten Kräfte der genannten Bühne: „Lebendige Stunden" v. Arthur Schnitzler, (Schauspiel in einem Aufzuge.) „Die Frau mit dem Dolch* (Schauspiel in einem Aufzuge.) „Die letzten Masken" (Schauspiel in einem Aufzuge.) „Literatur" (Lustspiel in einem Aufzuge.) Es ist zu erwarten, dass dem Turnhallen-Baufonde aus dem Erträgnisse dieser Matinee eine ansehnliche Einnahme zufliesst, so dass der projektierte Turnhallenbau in nächster Zeit in Angriff genommen werden könnte. Unsere Bestrebungen im Interesse der körperlichen Hebung des jüdischen Volkes, welche darin gipfeln, dem Einzelnen die im täglichen Kampfe ums Dasein gerade für uns Juden so unentbehrliche Ausdauer und Kraft, Mut und Selbstbewusstsein zu verleihen, sind gewiss würdig, von allen jüdischen Kreisen kräftigst gefördert zu werden. Wir stellen daher das ergebene Ersuchen, durch Uebernahme von Karten zur oberwähnten Veranstaltung und Anregung hiezu bei Freunden und Bekannten unsere dem allgemeinen Wohle dienende Sache zu unterstützen. Hochachtungsvoll für das Turnhallen-Komitee des I. jüdischen Turnvereines Jur. Dr. Ludwig Werner. Siegfried Beer. Karten sind — ohne Vormerkgebühr — erhältlich: An der Kassa des Deutschen Volkstseaters, bei allen Vereinsmitgliedern und an der Zentral-Verkaufsstelle bei Herrn Siegfried Beer, I. Zelinkagasse 3, Telephon 17.155. An der letztgenannten Stelle sind auch eventuell nicht angenommene Karten bis längstens 12. April d. J. zu retournieren, andernfalls selbe als übernommen gelten. Karlsruhe. Der hier begründete jüd.-akad. Verein „Makkabäa* ist jederzeit bereit, über dieStudienverhältnisse anderhiesigen Hochschule jede Auskunft zu erteilen. Diejenigen, die eine Antwort erhalten wollen, werden gebeten, ihrem Briefe mindestens zehn Nationalfondsmarken beizufügen. Adresse : Akadem. Verein „Makkabäa", Karlsruhe i. B., Schlossplatz 3. Der Ausschuss. * * * Universite Populaire Juive Paris, 8 Eue de Jarente (IVe). Programm für April: Dienstag (5.): Dr. N. Slouschz: N, Sokolow, ein hebräischer Schriftsteller und Publizist. Miitwoch (6.): Versammlung des Vereines „Poalei Zion". Sonntag (10.): Dr. S. Eappaport : Samariter und Hellenen. Sonntag (17.): Maurice Cohen : Die weltliche Politik. Sonntag (24.): Grosses Konzert zu Gunsten der U. P. J. in dem Saale der Societe des Agriculteurs. An den übrigen Tagen finden die üblichen regelmässigen Kurse statt. Die Erzählungskunst der Bibel. Von Rektor Dr. Adolf Schwarz. (Fortsetzung.) Weit plastischer als das Hässlichc und Abstosscnde tritt uns in der Genesis das Schöne und Anziehende entgegen^ insofern uns auch ihre Wirkungen gezeigt werden. Sc begnügt sich die Bibel keineswegs, das Leben, der Patriarchen einfach durch deren Taten zu zeichnen, sondern schildert auch die Eindrücke und den Einfluss, welchen sie auf ihre Zeitgenossen gemacht und ausgeübt haben. Die Städte, in welchen der Patriarch Abraham längere Zeit gelebt, stellen, sittlich viel höher; in Gerar denkt man über die Heiligkeit clor Ehe ganz anders als in Egypten. Die Art und Weise, wie die verschiedenen Könige den Patriarchen behandeln, die Huldigung, welche die ".Ratsherren von Hebron nach dem Tode seiner Gattin ihm entgegenbringen, die ohne jede Veranlassung unternommene Reise des Philistäer-Köuigs auch zu Isaak und die grosse Trauerfeier der Egypter nach dem Tode Jakobs rücken die Gestalten unserer

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