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Die Welt · 1904-03-18 · 12 (18.3.1904) · page 12

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Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
12 (18.3.1904)
Date
1904-03-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 & W^lt" Nr. 12 inonstration und hat schon das Ausrücken von Militär provoziert. Die Hälfte der Prager angeblich deutschen Studentenschaft sind Juden. Man kann sich vorstellen, was die tschechischen Blätter über die Demonstrationen schreiben. Ludwig Börnes literarischer Nachlass. Dr G. Schnapper-Arndt, der gewissenhafte Hüter und Sammler des Börue'schen Nachlasses, hat eingehende Verfügungen getroffen, die darauf gerichtet sind, diesen Nachlass der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Eingeweihten Kreisen dürfte es bekannt sein, dass schon vor einigen Jahren ein für eine Börne-Sammlung bestimmter Kunstschrank gestiftet wurde, der einstweilen im Frankfurter Historischen Museum Aufstellung gefunden hat. Dieser Schrank enthält bereits Boerneana und soll dem Zwecke dienen, Weiteres aufzunehmen. Auch sind Börne-Andenken schon früher dem Museum überwiesen worden. Dr. Schnapper- Arndt — selbst der beste Kenner des Börne-Nachlasses — war stets bereit, Arbeiten über Börne durch Rat und eigene Mitwirkung zu fördern. Wir erwähnen, ohne auf Vollständigkeit Anspruch zu machen, seinen Anteil an der bekannten M. Holzrnann'schen Börnebiographie, sowie an der kürzlich erschienenen Schrift desselben Verfassers: ,,Aus dem Lager der Börne- Gegner" (Berlin 1904). Er selbst gab u. a. heraus: „Jugendarbeiten Ludwig Börnes über jüdische Dinge" (in L. Geigers Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland) mit einem reichen, interessanten zeitgeschichtlichen Kommentar. Ferner in Westermanns Monatsheften (1887) ,,Jeanette Strauss- Wohl und ihre Beziehungen zu Börne4'. Für eine^Neuausgabe von Börnes Werken sind vor Dr. Schnapper-Arndt, der neben seiner taclnvissenscliaitlichen, nationalökonomischen Tätigkeit diesen Arbeiten seine besondere Liebe zuwandte, die minutiösesten Vorarbeiten gemacht worden. (Frankft. Ztg.) (Für diese Rubrik ist die Redaktion nioht verantwortlich.) Nationalfondssammlung. Die ersten 300 Sammelbüchsen sind fertig, und wöchentlich werden von nun an Sammelbüchsen geliefert. Die Sammelbüchsen sind reizend ausgeführt und stellen ein in unseren Naticnaliarben gehaltenes Buch vor, das sich in der schönsten Wohnung im Prunkgemache sehen lassen kann. Diese Büchsen sind gegen einen Einsatz von 1 K 40 h zu haben, Dieser Einsatz wird aus dem ersten Sammelerträgnisse zurückgestellt, so dass die Büchse nichts kostet, Die Büchse ist so eingerichtet, dass sie aufgehängt, aufgestellt und gelegt werden kann, Ein anderes Mittel sind die Sarnmelbogen, welche in einigen Tagen expeditionsreif sein werden. Ihr Zweck soll hier in einigen Worten auseinandergesetzt werden. Es handelt sich beiden Sarnmelbogen um grössere Beträge. Kleine Spenden, die Spenden en masse sollen nach wie vor mit dem Grundstocke des N.-F., der Nationalfondsmarke, quittiert werden. Aber derjenige, welcher von seinen Bekannten und Freunden, die dem Zionismus ncch ferne geblieben sind, eine einmalige grössere Spende erhofft, der schaffe sich einen Sarnmelbogen an und scheue sich nicht, seine Bekannten aufzusuchen. Der Sarnmelbogen und die Sammelbüchse werden durch das A.-C. herausgegeben. Das A.-C. übergibt eine Anzahl von beiden den Zentralen aller Länder als streng verrechenbare Gegenstände. Für die gebotene Kontrolle ist gesorgt. Die Sarnmelbogen werden sogleich an alle Länder gesandt, mit den Büchsen wird in Oesterreich der Probeversuch gemacht. Die österr. N.-F.-Kommission erwartet von allen, die bisher dem Nationalfonds Interesse entgegengebracht haben, eine rege Beteiligung und Unterstützung in dieser ehrenvollen Mission. Sorget, dass die Probe gut ausfalle! Dr. Ben-Hug. Aufruf. An alle, welchen die Namen der Jubilare Eliasar Ben Jehuda und M. Dolizki *pr^«n j-mpr mrjrbtf als eifrige Arbeiter für die Wiederbelebung des nationalen Geistes und der hebräischen Sprache und Literatur bekannt sind, wenden wir uns mit der Aufforderung, die Genannten zum ehrenden Andenken ins Goldene Buch des Nationalfonds einzutragen. Wir senden hiermit unsere Spende. Zionistenverein mSTfc» P1 o z k, Russland. Für den Vorstand : S. H. Cr o 1 d k i n d. Israelitisch-theologische Lehranstalt Wien. Das Sommersemester nimmt Mittwoch, den 13. April 1904 seinen Anfang. Die Aufnahme-Prüfungen, zu welchen nur die früher schriftlich Angemeldeten zugelassen werden, finden Mittwoch Vormittags statt; die Vorlesungen beginnen Donnerstag den 14. April 1904 Der Rektor: Prof. Dr. A. Schwarz. * * * Aus der Wiener jüdischen Toynbee-Halle. XX., Karajangasse 20. Vortragsordnung. Samstag den 19. März, Konzert. Sonntag den 20. März, Dr. Leopold Kahn: Israels Wanderung in der Geschichte. Montag den 21. März, Dr. Josef J erusalem: Oesterreichische Verfassungsgeschichte. Dienstag den 22. März, Frl. Dora Popper: Historischer Musikzykius. Mittwoch den 23. März, Frau Ida Berliner: Marie Ebner-Eschenbach. Donnerstag den 24. März: Dr. W. Kohn: Aus deutscher Literaturgeschichte. Freitag den 25. März, Dr. Eos en mann: Bibelvortrag. Samstag den 26. März, Konzert. Sonntag den 27. März, Prof. Dr. Leon Kellner: Schiuss Vortrag. Mit diesem Abend schliesst das Vortragssemester der Toynbee-Halle. Der Beginn der unentgeltlichen Sommerkurse wird rechtzeitig bekannt gegeben werden. Wien. (Erster Wiener Jüdischer Turn-Verein L, Mölkerbastei 5.) Das diesjährige Schauturnen findet Samstag, den 26. März 1904 im Ballsaale Ronacher statt. Programm: L Freiübungen. II. Stabübungen. III. Keulenreigen. IV. Allgemeines Geräteturnen. V. Sektionsturnen an 3 Barren. An die Vorführungen schliesst ein Taczkränzchan an. Beginn präzise 9 Uhr. Karten ä 2 Kronen sind erhältlich im Turnlokale, I.. Mölkerbastei 5, bei allen Komitee-Mitgliedern, im Cafe de France, I. Schottenring und an der Abendkassa. * * * An unsere P. T. Vertrauensmänner! Des Presskomitee für „Unsere Hoffnung" erlaubt sich auf diesem Wege allen Vertrauensmännern, die es bis jetzt so eifrig unterstützten, seinen Dank auszusprechen. Gleichzeitig gibt es bekannt dass von nun an ausschliesslich die Administration,' Wien III,, Untere Viaduktgasse 25 alle Agenden führen wird» Es fordert auf, alle Sammellisten u m g e h e n d zu retournieren, um einen Ueberblick über die gesammelten Gelder zu erlangen, jedoch in der Agitation für den Pressfonds und für die Verbreitung der Zeitschrift, die zur Zeit des Passahfestes bestimmt erscheint, bei jeder Gelegenheit mit voller Energie zu sorgen. Unsere P. T. Vertrauensmänner aus Zagreb, Brünn, Reichenberg, Friedeck, Teplitz, Mostar, Leoben, Esseg, Bad Daruvvar, Pressburg, Prag, Sarajewo, Dolnja Tuzla, Semlin, Suczawa, Prossnitz, Budapest, Amsterdam, Wien (sämtliche Bezirke), Brody, Flass, Mähr.-Ostrau, Zabreh, Po&ega, Nürnberg, Krems, Semlin, Leipnik, Witkowitz, Bielitz, Czernowitz, Kremsier, Fürth, Radautz und Pardubitz, mögen nochmals ihre Adressen genau angeben und uns umgehend mitteilen, wie viel Abonnentenscheine sie brauchen, um schon jetzt Abonnements entgegennehmen zu können, wie auch solche Adressen uns angeben, an die wir mit Erfolg Probenummern schicken können. In jenen Städten von Böhmen, Mähren,Schlesien, der Bukowina, der Alpen- und Küstenländer, Ungarn, Kroatien, Slavonien, Bosnien, der Herzegowina und von allen Ländern ausserhalb Oesterreich-Ungarns, in denen sich Gymnasien, Realschulen oder andere höhere Lehranstalten befinden, suchen wir Kollegen, die den Vertrieb der Zeitschrift übernehmen möchten, um auf diese Weise unser Blatt in jede jüdische Familie einzuführen. Denn mit Hilfe unseres Blattes werden wir in der Lage sein, die jüdische studierende Jugend bald zum Judentum zurückzuführen, Gefl. Zuschriften sind an die Administration für „Unsere Hoff« u n ga Wien, III , Untere Viaduktgasse 25 zu richten.

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