Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 8 (1904)
- Issue
- 8 (19.2.1904)
- Date
- 1904-02-19
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 8 „bie * weit11 Seite 7 jüdische fcolonialbank arbeiten zu können, hat sich ein Losverein „Leopoldstadt-Praterstrasse" gebildet und auf Grund behördlich genehmigter Statuten konstituiert. In die Leitung wurden berufen: J. Gewitsch, Obmann; A. Low, Obmann- Stellvertreter; G. Planer, Kassier; H. Krämer, Schriftführer; A. Weissberger und A. Gruber, Eevisoren; Sim. Weinberg und Direktor Weber als Ausschüsse. Die Gesinnungsgenossen anderer Bezirke werden aufgefordert, sich dem Vereine anzuschliessen und so das Ziel, neben österreichischen Losen auch Hunderte von Shares zu plazieren, zu fördern. (Die Redaktion ersucht um energische Förderung dieser Gründung seitens aller Gg., da sie berufen ist, grosse Kreise für uns zu gewinnen.) Wien. (Literarischer G'eselligkeitsverein jüdischer Mädchen „Mori a".) Sonntag, den 21. d. M. wird Herr Dr. Egon Zweig einen Vortrag über das Thema: „Unser Nationalfonds" halten. Beginn 3%j2 Uhr nachmittags im Kongresssaal, IX. Türkenstrasse 9. Gäste herzlich willkommen. Wien. (Mä dch enu n d F r a u e n - V e r e i n „Bikur- Chaulim." Am Samstag den 21. Februar, Nachmittags V,4 Uhr findet im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4 II, ein Vortrag des Herrn Dr. H. Rieger über „Zahn- und Mundpflege" (mit Vorführung von Lichtbildern) statt. Anschliessend an den Vortrag findet eine Plenarversammlung statt, mit der Tagesordnung: 1. Bericht über die Tätigkeit der abgelaufenen fünf Monate, 2. Anträge der Mitglieder, 3. Eventuelles. Wien. (Allgemeiner jüdischer Arbeiterverein IL, Untere Augar tenstr asse 19, Cafe Blum schein.) Samstag den 20. d. M. öffentliche Vereinsversammlung, Tagesordnung: Fortsetzung der Diskussion über Sozialismus und Zionismus. Referent: Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Sev. Landesberger, Anfang präzise Vs8 Uhr abends. Wien. (Einzelverein „Wien" des Zion.) Am 27. Februar d. M. findet im Restaurant Herlinger „zum goldenen Widder41 IL, Taborstrasse 36, eine Purimfeier mit Vorträgen unter Mitwirkung des Doppel-Quartetts „Schir Zion" und Tanzkränzchen statt. Beginn 8 Uhr. Das Reinerträgnis fliesst dem jüdischen Nationalfonde zu und wird in Anbetracht dieses Umstandes um rege Beteiligung ersucht. Berichte. Wien. (Ausserordentliche Distriktsversammlung des innerösterreichischen Distriktes am 15. Februar. Beginn 8 Uhr.) Vorsitz: Max Markus, Obmannstellvertreter. Von 60 stimmberechtigten Delegierten waren 42 anwesend. Vertreten waren 31 Vereine. Ob seiner um den innerösterreichischen Distrikt erworbenen Verdienste wurde der gewesene Obmann Dr. Max Bernhardt vomDistriktskomitee zum Ehrenmitgliede ernannt. Nach längerer Debatte wird über Vorschlag des Distriktskomitees Herr Dr. E. M. Zweig mit allen gegen 2 Stimmen zum Obmanne gewählt. Es wurden ferner als Vertreter der jugendlichen Arbeiter Herr Körpner, als Kassarevisoren die Herren Rudolf Pick und Spira und als Ersatzmänner die Herren Rubinstein und Seelenfried gewählt. Wien. (Jüdisch-akademischb Verbindung „Ivria", IX., R ö g e r s t r a s s e 32.) Chargen wählen für das S. S. 1904: ehem. H. Kurrein, Präses; ing. Goldschneider, Vizepräs.; ing. J. Groag, Schriftführer. Wien. (Jüd. Akademische Verbindung „Unit a s\) Chargenwahlen: med. M. Rosenzweig, Präs. jur. K. Mohr, Vizepräs. med. J. L ö w y, Schriftführer. Wien. (Verein „L e o p o 1 d stadt-Pr ate rstr asse" des „Zion*) N.-F. K. 2-50. Elternabend, 4. Februar. Referat Gesinnungsgenosse Direktor Weber über Religionsunterricht in der hebräischen Sprache. (Beantragt Vokabel- und Grammatikunterricht statt des bisherigen Einpaukens und ein neues Lesesystem). Lebhafte Diskussion seitens der Religionslehrer etc. Die Damen üben abwechselnd das Amt eines Nationalfonds-Kommissärs aus. Für Februar Frau Sophie Weinbergen Leitung dieses Jahr: J. Gewitsch, Präsident; Direktor Weber 1. Vizepräsident, G. Planer 2. Vizepräsident; Schriftführer Professor S. Landau, B. Weiss, D. Albachary. Kassiere A. Gruber, S. Liggyi. Revisoren A. Low, H. B. Steinfeld. Teplitz. Zweigverein des „Zion". Jüd. Volksverein in Teplitz-Schönau in Bildung begriffen und wird im Februar die Tätigkeit beginnen. Für das vorbereitende Komitee zeichnet Dr. Ign. Krug. Prossnitz. Einzelverein „Zion". N.-F. ges. Generalv. 8. Februar. Rechenschaftsbericht Obm. F. Low. Turnverein gegr. Diskussions-Abende, Makkabäer-Feier, Kassabericht günstig. Obmann F. L ö w, Vizepr. Kultus-Ausschuss F. B1 a u, D. Berthauer, F. B e r g e 1, M. P1 a t z e r, S. P o 11 a k, S. S t e e k 1 e r. Brody. Nach vieler Mühe neugegründei Toynbeehalle, hauptsächlich durch Herrn jur. J. Lewin („Zionistische Hochschüler", Wien), jur. H. K o n i e c („Libanoniau-Wien), ing. S. Stiefel („ Judaea'-Lernberg). Jeden Sanastag geöffnet. Massenandrang. Programm für Februar und März: 1. „Das Wesen der Hysterie", von Dr. med. L. Weissmann; 2. „Die Darwinsche Theorie", jur. Lew in; 3. „Morris Rosenfeld", jur. Grün st ein; 4. „Wirkungen des elektrischen Stromes", jur. Lewin; 5. „Jüdische Dichter in der deutschen Literatur", phil. Sternbach; 6. „Frauenfrage in der deutschen Literatur", Dr. phil. L. Schenker; 7. „Die Post im Dienste der Menschheit", k. k. Offizial N. Feder; 8. BH. H e i n e's Stellung zum Judentume" jur. H. K o n i e c. Budapest. (Makkabaea.) Nationalfonds K 20. Czionista asztaltärsasag). Tischgesellschaft zionistischer Hochschüler. 38 Mitglieder.Aufblühend. Budapesterstarke zionistische Organisation und ungarisches zionistisches Organ werden angestrebt. 20. Dezember. Makkabäerfeier. Tendenzrede em. Abg. E. Mezei. Neuwahlen: ing. M. Bise- Ii c h e s, Präses; phil. A. Bokor, Vicepräsident; Lehrer H. Reich, Sekretär; jur. N. K ah an, Kassier; jur. L. Schick, jur. E. Eisenberg, Schriftführer; S. Alt, H. Grünberg, Kontrollore; Press- und Nationalfonds-Kommission. Zusammenkünfte jeden Montag 8 Uhr abends ab. Hotel Royal. Gäste willkommen. Strassburg i. E. (Z i o n i s t i s c h e r V e r e i n.) Samstag, den 6. Februar. N. F., M. 32 51. Vortrag von Gg. Fräulein Anna Dreifus aus Schlettstadt (früher Wilna) über „Die Lage der russischen Juden". Anwesend zirka 120 Personen. Grosser Beifall. Einige neue Mitglieder. Diskussionsredner: Dr. jur. Caleb, Rechtsanwalt Levy und Aron Durlach. Essen a. R. Zion. Ortsgruppe. Donnerstag 28. Jänner neukonstituiert. 80 Mitglieder. Vorstend d. H. H.Auerbach, Dr. Walter Friedemann, K. Kaufmann, H. Le vi, N. Tannen zapf, J. Zeichner. Karlsruhe. Neugegründet mit Genehmigung von Rektor und Senat Jüd. akad. Verein Makkabaea. B. K o g a u Präs., J. Walfisch Vizepr., M. Schmuelowitz Schriftf., N. Grünstein Kassier, K.Falk Bibl. Jüd. Lesehalle des Vereines Schlossplatz 3. Berlin. Zu den wichtigsten Hilfsmitteln einer zielbewussten zionistischen Propaganda gehört der Vertrieb der Broschüren und Flugblätter. Denn durch diese erst ist es möglich, weiten Kreisen den zionistischen Gedanken auseinanderzusetzen und zu erklären. Viele, die sich nicht dazu entschliessen können, unsere Versammlungen mit ihrer Anwesenheit zu beehren, lesen eine oder die andere unserer gut geschriebenen Agitationsbroschüren. Das Distriktsbureau hat diesen Umstand richtig erkannt und viel Wert auf den Vertrieb der Flugblätter und Broschüren gelegt. Die folgenden Zahlen werden beweisen, mit welchem Erfolge : An der Spitze marschiert die vortreffliche Broschüre Friedemanns: „ Was will der Zionismus?*, von dem das Distrikts- Bureau Berlin in einem Jahre nicht weniger als 6600 Exemplare abgpsetzt hat. Dann folgt Nord aus: „Der Zionismus" mit 3000, d'A v i g d o r „Die Entwicklung der nationalen Idee bei den Juden", mit 2000. Herzls Eröffnungsrede des V. Kongresses mit 1500 und Nobels „Sind die Gebete für Zion eine Gotteslästerung?" mit 1000 Exemplaren. Auch die übrigen Schriften von Nordau, Loewe, Bodenheim e r, u. s. w. wurden mitverkauft, so dass seit dem Februar 1902, also in knapp zwei Jahren 18.000 Broschüren vertrieben worden sind. Hiezu kommen noch 650 Kongress-Protokolle und schliesslich grössere Werke der einschlägigen Literatur (Volkskalender, Pinskers Autoemanzipation, Herzls „Judenstaat0 u. a.) sowie literarische Schriften und Dichtungen (Herzls „Altneuland" Jüdischer Almanach, Morris Rosenfelds Lieder des „Ghetto", Zlocistis „Vom Heimwege" u. a.) mit 1400 Exemplaren. Man sieht aus dieser kurzen Zusammenstellung, welchen Beifall diese Schriften im grossen Publikum gefunden haben. In der Tat sollte sich kein Gesinnungsgenosse die Lektüre der Broschüren und sonstigen Werke der zionistischen Literatur entgehen lassen und stets versuchen, sie in weitere Kreise zu bringen. Dass sie in den Bibliotheken der zionistischen Vereine unentbehrlich sind, braucht nicht erst betont zu werden. Sämtliche zionistische Werke sind jederzeit vom Distriktsbureau, Berlin W., Charlottenstrasse 70 zu beziehen. Der Versandt erfolgt durch die Expedition der, „Jüdischen Rundschau", Berlin, N., Auguststrasse 49 a.