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Die Welt · 1904-02-19 · 8 (19.2.1904) · page 6

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Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
8 (19.2.1904)
Date
1904-02-19
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 „bis W^it Nr. 8 ${as der JSe\begai)g. Gedenket des Schekels! Zionisten! Für ein elementares Bedürfnis des Zionismus, für den Nationall'onds, ist bisher von den Gesinnungsgenossen noch lange nicht in entsprechender Weise gesorgt worden. Vergessen wir nicht, dass hauptsächlich von ihm die Bausteine für unsere Heimstätte bestritten werden müssen, wenn durch andere Faktoren der Baugrund uns zufällt. Die Einlaufe entsprechen weder diesem grossen Zwecke, noch auch den jüdischen Massen, aus denen wir Mittel herausholen können. Es wäre die Annahme ein Irrglaube, dass die Arbeit für den Nationalfonds unter Nichtzionisten wenig Erfolge hätte. Der Kreis politischer Gegner, in denen sich jeder von uns bewegt und der unsere Festsäle bevölkert, ist für Beiträge nach kurzer Aufklärung fast immer bereit, und die Praxis hat Fälle genug gezeigt, dass erklärte Gegner von uns für diese praktische Forderung des Zionismus nicht nur selbst beitragen, sondern auch andere dazu veranlassen« Aus diesem Grunde ist es 1. für Vereine geboten, einen Teil ihrer Tätigkeit auf den Nationalfonds zu konzentrieren, wofür eine eigene Arbeitsabteilung (Nationalfonds-Kommission) zu wählen ist, die Referate und Zirkulare besorgt und sich an bekannte jüdische Grössen des Rayons um Mitarbeit wendet, 2. für Einzelne, dass er seine Umgebung dem N.-F. tributär macht und zwar mit regelmässigen Beiträgen. Es soll ein Grundstock von regelmässigen Einläufen geschaffen werden, mit denen der Nationalfonds rechnen kann, statt wie bisher darauf zu hoffen. Wir möchten das allgemeine Augenmerk auf die Rubrik „Selbstbesteuerung" richten. Die moralische Kraft des Beispiels brauchen wir wohl keiner Organisation vorzuhalten. Trotzdem aber müssen wir bemerken, dass in den Vereinsberichten noch immer eine kolossale Lässigkeit zu bemerken ist und eine Menge solcher einlaufen, bei denen nicht in der ersten Zeile ziffermässig eine Sammlung für den Nationalfonds ausgewiesen ist. Wir betonen diese unsere Forderung zum letztenmale und erklären, dass wir in den ab 9. Adar einlaufenden Berichten mit einem Fragezeichen an entsprechender Stelle säumige Organisationen mahnen werden. Arbeiten wir mit dem Ernst, den unsere Lage erfordert und unterstützen wir den idealen Volkswillen durch die materielle Volkskraft. D. Red. (Gesinnungsgenössische Blätter werden um Abdruck ersucht.) Rumänische Föderation. Das Komitee der rumänischen Föderation hat am 15./28. I. 1904 die erste Nummer des „ß ull e tins der Zionistischen Föderation aus Rumänien" erscheinen lassen* Das Bulletin ist das offizielle Organ des Komitees und enthält authentische Berichte über den Nationalfonds, Schekelgelder, die zionistische Propaganda etc. Es entspricht einer längst empfundenen Notwendigkeit und wird sicherlich von allen Zionisten in Rumänien mit Freude begrüsst werden. Üeber die Lage des Zionismus bringt das Bulletin ein übersichtliches Tableau aller zionistischen Sektionen Rumäniens, aus welchem das stete Wachstum unserer Bewegung deutlich hervorgeht. Seit dem Jahre 1898, nach dem I. zionistischen Kongresse, bis heute, wurden in Rumänien 114 Sektionen gegründet Vor dem Jahre 1898, in der sozusagen prähistorischen Zeit des modernen Zionismus, waren in ganz Rumänien 3 Vereine. Diese Ziffern sprechen mit eklatanter Deutlichkeit für den Fortschritt des Zionismus in Rumänien. Ein grosser Teil dieser erfreulichen Fortschritte sind ohne Zweifei der unermüdlichen Tätigkeit des verdienstvollen Föderations-Komitees zuzuschreiben. . p. Mitteilung des Distrikts-Komitees für Böhmen. Das Distrikts-Komitee für Böhmen (Prag-Weinberge Divisgasse Nr. 5), beruft für Sonntag den 13. März den Delegiertentag nach Prag ein. Die Tagesordnung wird vorläufig in folgender Weise festgestellt: 1. Agitation und Organisation. % Die Finanzierung des D.-K. und Parteisteuer. 3. Freie Anträge. 4. Neukonstituierung des D.-K. Wir bemerken ad 1, Folgendes: Die bisherige Organisation nach selbständigen, dem D.-K. direkt unterstehenden Vereinen soll in der Weise abgeändert werden, dass den bestehenden Vereinen beziehungsweise Vertrauensmännern ein aus den umliegenden Kultusgemeinden gebildeter Rayon zur Agitation zugewiesen wird. Die in diesem Rayon etwa gegründeten neuen Vereine unterstehen dem Zentralverein des R»yons. Nur auf diese Weise wird es möglich sein, das Netz unserer Vereine enger zu knüpfen. Die Vereine und Vertrauensmänner werden aufgefordert, ihre Anträge genau formuliert bis 1. März einzusenden. Ebenso müssen bis 1. März die genauen Listen der Mitglieder der Vereine und der den Vertrauensmännern bekannten Gesinnungsgenossen im Besitze des D.-K. sein. Wo dies tunlich ist, ersuchen wir die nach Prag kommenden Delegierten, die Parteisteuer und Schekel einzukassieren und in Prag gelegentlich des Parteitages abzuführen. Die Beschickung des Delegiertentages, der um 9 Uhr Vormittag eröffnet wird, ist obligatorisch. Am Abend findet eine Volksversammlung statt, bei welcher Herr Dr. Klee aus Berlin über die Lage des Zionismus seit dem VI. Kongress sprechen wird. Für das Distrikts-Komitee: Der Obmann: Der Sekretär: Karl Resek, Julius Löwy, Voanzeigen. Wien. (A k a d e mi s ch er Verein der spagnolischen Juden in Wien „Esperanza4,) Samstag, den 20. d. M. Kostümball im Hotel Continental. Protektorat des Herrn Präsidenten der türkisch-sephardischen Gemeinde Marcus R u s s o. Anfang 9 Uhr. Damen Kostüm- oder Soireetoilette, Herren Balltoilette. Familienkarte K 20* Einzelkarte K 8. Wien. (Verein jüdischer jugendlicher Ar* beiter, „Leopoldstadt".) Das Vereinslokal befindet sich derzeit im Cafe Blumenschein, IL, Untere Augartenstrasse 19. Sonntag, den 21. Februar 1904, findet daselbst ein Vortrag des Heirn Jakob Hönig statt. Thema: „Lehrlingswesen und Lehrlingsschutz/ Beginn präzise 6 Uhr. Gäste willkommen. — Sonntag, den 28. Februar 1904, findet im Regensburgerhot'e, I., Lugeck, ein Purimfest mit Akademie und anschliessendem Tanzkränzchen statt. Ihre Mitwirkung haben bisher zugesagt: Rezitator Dr. Ludwig Buchsbaum, Fritz Tedesko, Oberkantor Oester* reicher, die Liedertafel der Arbeitervereine u. a. m. Die Festrede hält ein bekannter Gelehrter. Regiebeitrag 60 h; Beginn 7 Uhr abends. Das Reinerträgnis fliesst dem Presse fonds des „Jüdischer Arbeiter* zu. Alle Freunde unserer Organisation werden hiemit höflichst eingeladen. Wien. Montag den 22. Februar, */28 Uhr abends in der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler, IX., Grüne Thorgasse 34. Vortrag des Herrn Dr. B. Wachsteim Thema; Theorie und praktische Philosophie Spinozas. Wien. (Konstituierunng eines zion. Los -Vereines.) Um ohne weiteren Zeitverlust bis zur Gründung von Shareklubs in Wien für die

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