Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 8 (1904)
- Issue
- 7 (12.2.1904)
- Date
- 1904-02-12
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 ii bis & W^lt ff Nr. 7 Die Liebe eines ungarischen Landtagsabgeordneten zu den Juden. Ein solcher Herr hatte schon seit 22 Jahren einen jüdischen Pächter. Und die&e ganzen Jahre her gebrauchte der Gutsherr bei jedem Besuche dasselbe Wort als Antwort auf die dargebrachte Begrüssung, indem er dein Pächter auf die Achsel klopfte: „Wenn nur alle Juden so brav wären!44 Der .lüde war Zeuge, wie alle anderen Leute auf ihren Gruss verschiedene höfliche Antworten bekamen. Nur er allein erhielt schon zwei Jahrzehnte lang die merkwürdige eine, obwohl ringsherum tüchtige jüdische Landwirte sassen. Er war für eine Frage zu zaghaft Aber die Neugierde der Frau trug über •ihre Scheu den Sieg davon und sie fragte den Abgeordneten nach dem Grunde seiner ewig gleichen Antwort, da doch ihr Mann keine besonderen Verdienste vor den übrigen Juden hätte. Mch werd1 dir's sagen, mein teures Herzchen,1,4 antwortete der Gutsherr, „weil ihr doch kinderlos seid!44 Die jüuiscn-russischen Stude nten in der Schweiz sind dort bekanntlich nicht yehr gerne gesehen und vor einiger Zeit wurden Massregeln (natürlich nicht offen deklarierte) gegen sie ergriffen. Das hatte zur Folge, dass in G^nf die Zahl der fremden Studenten unter den Medizinern um 50°|0 abgenommen hat, um etwas weniger in Lausanne. Uebartll jüdische Schwesternheime, nur nicht in Wien. Im Anschlüsse an die Breslauer Israelitische Alternversorgungsanstait ist von dem Rittergutsbesitzer Julius Schottland e r ein'Sehw^aternheina gegründet worden. Die in d«m jüdischen Kran kenhause ausgebildeten Schwestern sollen, teiis in der Anstaltspfiege, teils in der Privatpflege Verwendung finden. Spende. Dr. TheodorHerzl spendete für zionistische Zwecka Kronen 1200. $fus de* jle^e^üt)^. Gedenke! des SehekeSs! Voanzeigen. Wien. (Einzelverein „W ien" d e s „Z i o na.) Samstag, 27, Februar 1903. Purim-Fest im Saale des Hotel „Goldenen Widder", IL Taborstrasse. Beginn 8 Uhr abends. Näheres nächste Nummer. Wien. (Verein jüdischer Mädchen „Hadassa".) Sonntag den 14. Februar 1904, findet im Kongressbureau, IX., Türkenstrasse 1), ein Vortrag des Herrn Dr. S. Krenberger statt. Thema: „Wirtschaftliche und kulturelle Arbeiten im Zionismus". Anschliessend Diskussion. Beginn präzise halb 4 Uhr nachmittags. Gäste willkommen. Wien. Der „Allgemeine Jüdische Arbeiterverein" ist in das Cafe Blumschein, II. Untere Augartenstrasse 19 übersiedelt. — Daselbst spricht Samstag, den 13. Februar Hof- und Gerichts-Advokat Dr. Sev. Landesb erger über Sozialismus und Zionismus, Diskussion. Wien. (Hebräischer Sprechklub), Samstag den 13. Februar, 7 Uhr, findet im Kongressnureau, IX., Türkenstrasse 9, ein hebräischer Vortrag des Schriftstellers Herrn J. A. Lübeck y über „Die hebräische Belletristik" statt, zu welchem die Vereinsleitunghiemit alleFreunde der hebräischen Literatur höflichst einladet. Wien. „EinzelvereinLeopoldstad t —P r a t erst r a s s e.u Jeden Donnerstag Zusammenkunft im Klublokale Kafe Orient, II. Praterstrasse 66. Am 18. d. M. Besprechung aktueller zionistischer Fragen. Referent: Herr S. Gross. Am 25 d. M. IL Elternabend. „Kritik der Lehrpläne für den israelitischen Religionsunterricht." Ref.: Herr Dr. J. Krenberger. Aus der Wiener jüdischen Toynbee-Halle, XX., Karajangasse 20. Vortragsordnung. Ssmstag, den 13. Februar. Konzert. Sonntag, den 14. Februar. Dr. Leopold Kahn: Israels Wanderung in der Geschichte III. Montag, den 15. Februar. Dr. Siegm. Werner: V orlesung. Dienstag, den 16. Februar. Diskussion. Mittwoch, den 17. Februar. Hr. Berliner: Die Gesetze Hamrnurabis. Donnerstag, den 18. Februar. Dr. KarlLifczis: Thema vorbehalten. Freitag, den 19. Februar. D r. R o s e n m a n n : Bibelvortrag. Samstag, den 20. Februar. Konzert. Anmeldungen zu Voiträg*n wolle man freundlichst an Herrn Dr. Siegmund Werner, IX. Nussdorferstrasse 16, Mitgliedsanmeldungen an Herrn Joh. Krem e n e z k y, IX. Eisengasse 5, richten. Musikalisches aus der Toynbee-Halle. Unser Beethovenabend. Der 6. Februar! Er bedeutet eine Etappe. Der 100. Abend (der 42. musikalische Vortrag) in dieser öaison. Es war *in Eliteabend, er galt den Manen des grossen Heroen der Tonkunst _ Beethoven. Frau Dr. B6la Taussig, in unseren musikalischen und gesellschaftlichen Kreisen hochgeschätzt, hat sich um das Zustandekommen dieses Abends besondere Verdienste erworben. Eröffnet wurde derselbe seitens der Leiterin des Musikausschusses mit einem kurzen Vortrage über Beethoven. Hierauf folgte das grosse ß-dur- Trio von Beethoven, exekutiert von d^n Damen : Dr. Bela Taussig, Klavier; Mizi Schlesinger, Violine und Josefin > Donath, Cello.Hierauf folgte ein Liedervortrag von Frau Hofrat Taussig. Die Dame sang Lieder von Beethoven : „Bitte", „Der treue Johnie"; und „Ich liebe Dich" mit weicher sympathischer Stimme und künstlerischem Verständnis irid erntete lebhaften Beifall. Nach der Theepause folgte die Aufführung <1er „Kreutz^rsonate", von Frau Dr. Bela Taussig und Frl. Schlesinger meisterhaft vorgetragen. Das Publikum wurde nicht müde, die Mitwirkenden zu akklamieren und für den hohen Kunstgenuss durch reichen Beifall zu danken. Dem Konzerte wohnten auch unter anderen die Herren Hof rat Taussig und Baurat Stiassny bei. Das Kredenzen des Thees an mehr als 300 Personen, das von unseren wackeren jungen Damen in dem kurzen Zeitraum von kaum 20 Minuten flink und exakt vor sich ging, gefiel dem Herrn Hofrat Taussig ausserordentlich und er äusserte auch den Wunsch, einem Diskussionsabend in der Toynbee-Halle beigezogen zu werden. Universite Popuiaire Juive. Paris, 8. Rue de Jarente. Programm für Februar 1904. Vorträge: Sonntag, den 7. Februar. Rabb. S. Haiphon. Das ' Blutmärchen. Sonntag, den 14. Februar. Dr. N. S 1 o u s c h z. Der hebräische Unterricht und die Schuld. Sonntag, den 21. Februar. N. Einhorn. Wann und warum hörten die Juden auf hebräisch zu sprechen? Sonntag, den 28. Februar. Parimfeier. An den übrigen Tag«n finden regelmässige Kurse und Vorlesungen statt, und zwar Französisch (höherer und niederer Kursus), Hebräisch (A. Back) Hygiene (Dr. D. Jakobsohn), Naturwissenschaften (M. Hir?cher>sohn), wöchentliche hebräische Konversation mit Hilfe des Vereins „Iwria",Praktischer Zionismus (Mme. Pewsner) und Jüdische Geschichte (L. Kopelowitz.) 205-— 205-- Jüdischer Nationalfonds, Das goldene Buch. M. Neftel in Mitsu zur Eintragung von MoiBsy Neftel & Kebekka Neftel . Pfd.Sterl. 10 Zionistische Vereinigung in Cassel (durch Dr. Hantke)............ Mark Sammlang der „Jüdischen Rundschau" in Berlin zur Eintragung des Herrn Dr. Wolffsohn in Köln, Direktor der Jüdischen Kolonialbank ....... „ Samwel Isak Liebermann in Krivoi Rog. Zur Eintragung des verew. Isak Liebermann, gest. am 28. Siwan 5660 . Zur Eintragung des Israel J osefowici aus Pitesti, gestorben am 15. Jänner 1903 von seiner Frau Amelie J osefowici Zum Andenken an das Bankett, das die Kownoer Zionißtun zu Ehren des Samuel Bar basch aus Odessa und als Ausdruck des Dankes an Frau H. Blumenfeld für die gewährte Gastfreundschaft * * * In Nr. 6 soll es heissen: Die Vereine Bnoth Zion und Jaldei Zion in Tuckum, tragen Dr. Herzl ein........ Pfd.Sterl. 10. 6. 7. Kronen 235-60 315*23 Kronen 254\ h :««? *. « ^fSIH,;4; M^i^^^'M^mmfm^mmi^mir^^^m