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Die Welt · 1904-01-29 · 5 (29.1.1904) · page 13

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Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
5 (29.1.1904)
Date
1904-01-29
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 5 „bie # weit11 Seite 13 ihren genauen Namen und Adresse hierher anzugeben, da der Erfolg des Nationalfonds von den Massen abhängt. Die N a t i o n a 1 f o n d s - K o m m i s s i o n des österreichischen Landes-Komitees. * * * An die Herren Schriftführer unserer Organisafionen! Wir sind zur Erklärung ermächtigt, dass wir jeden Verein, der an der Spitze seines Berichtes keine N. F. Sammlung (Betrag nebensächlich) ziffernmässig ausweist, daran erinnern werden. Wir werden damit nach zweimaligem Erscheinen dieser Erklärung anfangen. Die Red. * * * An die P. T, Vereine und Vertrauensmänner des innerösterreichischen Distriktskomitees! Am 11. Februar d. J. findet im Kongressbureau, IX., Türkenstrasse 9 um l/2S Uhr abends eine ausserordentliche Distriktsversammlung mit der folgenden Tagesordnung statt: 1. Wahl des Obmannes, 2. Ersatzwahlen. 3. Eventualia. Inner österreichischesDistriktskomiteedes Verbandes „Zion".; * * * Bitte! Viele hunderte israelitische Kinder in der ßrigittenau sind der bittersten Not preisgegeben. Sie leiden Hunger und frieren. Wir bitten unsere Glaubensgenossen: Nehmet Euch dieser armen zarten Kinder an und helfet nach Euren Kräften, damit die im Lokale XX., Kluckygasse Nr. 7, bereits begonnene Ausspeisung im notwendigen Umfange fortgeführt werden könne. Spenden nimmt entgegen: Das gefertigte Komitee für die Verköstigung israelitischer Kinder in der ßrigittenau und die Kassa der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, I., Seitenstettengasse 4. Dr. Alfred Berger, Heinrich Weiner, Kultusvorsteher, Obmann „Der Brüder" 1., Judenplatz 8. XX., Wintergasse 29. Aufruf. Es sind schon mehr als 7 Jahre verflossen, seitdem der unbarmherzige Tod unseren berühmten Rabbiner, Rabbi Izchok Elchonon Spector, hingerafft hat. Das Andenken an den Verblichenen ist jedoch bis heute nicht geschwunden und sein Name wird noch lange Jahre unter unseren Glaubensgenossen fortleben. Das grossartige geistige und menschenfreundliche Wirken des Entschlafenen, seine energische Teilnahme an der Lösung religiöser und allgemeiner Fragen jüdischen Lebens; seine lebhafte Antwort auf jeden Notschrei des jüdischen Volkes; sein begeistertes Wort zum Zwecke der Aussöhnung der in Zwietracht geratenen Massen des Judentums in der ganzen Welt, haben ihm nicht nur einen hochangesehenen, sondern auch einen unsterblichen Namen in jedem Winkel der ganzen Erde, wo nur ein jüdisches Herz schlägt, verschafft! Von dem Wunsche ausgehend, des unvergesslichen Rabbiners Andenken durch ein herrliches, seines hohen Namens würdiges Werk zu verewigen, sind Verehrer des Heimgegangenen auf den Gedanken gekommen, in der Stadt Kowno, wo er die letzten 30 Jahre seines Lebens verbracht hat, ein nach seinem Namen benanntes Waisenhaus zu gründen. In dieser Wohltätigkeits-Anstalt werden verlassene, dem Schicksale preisgegebene Waisenkinder, deren Eltern iip schweren Kampfe um das tägliche Brod zu Grunde gingen, physische und moralische Pflege finden! Diese bescheidene Anstalt der Wohltätigkeit wird den heranwachsenden Generationen das lichte Bild des Verewigten, mit dessen Namen diese Anstalt verknüpft sein wird, fortwährend vor Augen halten. Diese von höchster Behörde günstig aufgenommene Idee, hat am 20. Mai vorigen Jahres ihre Sanktion erhalten, indem die Bestätigung der Statuten für das „Kownaer Waisenhaus auf den Namen des Rabbiners, Rabbi Izchok Elchonon Spector, »für jüdische Waisenkinder beiderlei Geschlechtes" durch Se. Hohe Exzellenz, den Minister des Innern erfolgt ist. Die gute Sache fand lebhaften Widerhall in den Herzen unserer jüdischen Philanthropen. Nachdem die freigebige Hand der Baronesse Hirsch zu diesem Unternehmen 10.000 Rubel und Herr Baron Horace Ginzburg zu demselben Zwecke 3000 Rubel gespendet hatten, kamen freiwillige Beiträge aus allen Enden Russlands, sodass dem Bau-Komitee des erwähnten Waisenhauses die Summe von 20.000 Rubel gegenwärtig zur Verfügung steht. Allein dieses Kapital genügt dem Zwecke bei weitem nochnicht. Denn gemäss § 3 der Statuten dieses projektierten Waisenhauses, darf dieses nur dann seine Tätigkeit beginnen, wenn vorerst 30.000 Rubel als unantastbares Kapital in hierörtlicher Abteilung der Staatsbank deponiert worden sind. Eine ungefähr ebenso hohe Summe ist zum Aufbau und zur Ausstattung dieses Hauses erforderlich. Infolge dieses Umstandes kann die Realisierung dieses reichen Segen versprechenden Unternehmens nur durch einheitliche, herzliche Teilnahme aller Glaubensgenossen, denen das selige Andenken dieses grossen Rabbi teuer ist und das Los aller unserer Glaubensgenossen zu Herzen geht, stattfinden! Indem sich das Komitee an die Barmherzigkeit aller derer wendet, die dieser guten Sache ein warmes, herzliches Interesse entgegenbringen, hofft es, dass keiner zögern wird, ein seinen Vermögensverhältnissen angemessenes Scherflein einzusenden, um auf diese Weise das Andenken dieses unvergesslichen Rabbiners, Rabbi Izchok Elchonon Spector, zu ehren. Liebesgaben werden in Kowno vom Vorsitzenden des Komitees, dem Wirklichen Staatsrat Herrn Dr. med. J. A. Fein berg und dem Komiteemitgliede, dem Ehrenbürger Herrn J. B. W o 1 f f, entgegengenommen. Der Vorsitzende des Komitees : Dr. J. A. F e i n b e r g, Wirklicher Staatsrat. * * * C'arkow. (Jüdische Bibliothek.) In Charkow existiert schon seit drei Jahren eine jüdische Bibliothek, die der Leihbibliothek der Frau Grigorjewa einverleibt ist. Die Bibliothek entspricht einem längst empfundenen Bedürfnisse in der jüdischen Bevölkerung Charkows. Nun wurde in der Charkower städtischen Bibliothek eine spezielle Abtheilung „Judaica* errichtet, um deren Gründung sich Dr. M. SchLaposchnikow bemüht hat. Die Bibliothek, die zweifellos ein kulturförderndes und notwendiges Institut ist, ersucht alle Freunde und Gönner Beiträge und Bücher zu spenden. Sie sind zu schicken per Adresse: Charkow, Oeffentliche Bibliothek, Abtheilung „Hebraica und Judaica". Wien. Mit dem heurigen Schuljahre ist die Schule des Jüd. Schulvereines, IX., Pramergasse 5, in das dritte Jahr ihrer Wirksamkeit getreten. Diese jüdische Lehranstalt entspricht einem Bedürfnisse der Juden im 9. Bezirke, was sich durch den stets zunehmenden Besuch der Schüler zeigt. (Leiter Herr Lehrer Österreicher.) Sonntag, am 24. d. M. wurde nun diese Schule durch den Inspektor Herrn Professor M. K a n i t z, einer mehr als einstündigen und umsichtigen Inspektion unterzogen, zeigten sich die besten Resultate. * * * Wien. (Jüdischer Volksverein, IL Leopoldsgasse 49.) 3. Februar Vortrag des Herrn Michael Szeps: Jüdische Kolonialfragen (im Festsaal). — Mittwoch, den 10. Feb. Herr Rabb. Dr. D. Fink über Ursache und Verbreitung der jüd. Diaspora. (Schluss). Vorträge aus jüdischer Geschichte. Donnerstag, den 4. Februar, präzise 7 Uhr abends, im Festsaale des n.-ö. Gewerbevereines, I. Bez. Eschenbachsasse Nr. 11. Herr Dr. Max Grunwald: „Geschichte der Juden in Deutschland und Oesterreich." (Fortsetzung). Mit Vorführung von Lichtbildern. Der Eintritt ist frei. Personalnachricht. Der i. a. B. der Verbindung „Umtas" Wien ing. Rudolf Spitzer hat seine Studien beendet und wurde A. H. seiner Verbindung.

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