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Die Welt · 1904-01-15 · 3 (15.1.1904) · page 4

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Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
3 (15.1.1904)
Date
1904-01-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Soitn 4 „bi* * Welt11 Nr. 3 Dr. Friederaann mit Erfolg gesprochen hat, eine Besprechung der gegenwärtigen Lage statt; als Endergebnis derselben wurde nachstehende Resolution einstimmig angenommen: „Die im Hotel ,Casino' versammelten Zionisten Hannovers erklären nach entgegengenommenem Referat über die durch die Charkower Beschlüsse hervorgerufene Lage, dass sie in unerschütterlicher Treue zum A.-C. und ihren Führer Dr. Theodor H e r z 1 stehen und dass sie aufs Schärfste diejenigen Bestrebungen verurteilen, welche die Einheit der mühsam geschaffenen Organisation gefährden. Sie fordern das A.-C. auf, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln die Autorität des Kongresses und seiner Beschlüsse zu wahren." * * * Im Namen der zionistischen Vereinigung in Würzburg schreibt der Vorsitzende Herr H. Oppenheimer: „Die Charkower Beschlüsse sind geeignet: 1. Zwietracht nach innen zu bringen; 2. Missach tu ng der zionistischen Disziplin nach aussen hervorzurufen; 3. die weitere Tätigkeit lahm zu legen; 4. die notwendigen Schritte zur Durchführung des Baseler Programms bei den einzelnen Regierungen zu diskreditieren. Die zionistische Vereinigung verurteilt deshalb die Charkower Beschlüsse als ebenso unklug als disziplinwidrig und unheilvoll und erwartet, dass dieselben baldigst zurückgenommen werden oder niemals zur Ausführung kommen. Gleichzeitig nimmt die Würzburger .Vereinigung Veranlassung, sowohl der bisherigen Tätigkeit der Führer unserer Bewegung, insbesondere Herrn Dr. Herzls, volle Anerkennung zu zollen, wie auch den Herren ungeteiltes Vertrauen für die Zukunft auszusprechen." * , * * Aus Marburg schreibt man: Angesichts des unerhörten eigenmächtigen Vorgehens einiger A.-C.-Mitglieder in Charkow versammelten wir uns am heutigen Abend, um gegen ihren so durchaus verwerflichen Verstoss gegen das Prinzip der Organisation und ihre Missachtung von Kongressbeschlüssen entrüsteten Protest zu erheben. Marburg, 9. Jänner 1904. Die Marburg er Z i o n i s t. Ortsgruppe. * * * Der jiid.-nat. Verein „Ahawath Zion" in Eger hat in seiner Versammlung vom 9. Jänner 1904 folgende Resolution einstimmig beschlossen: „Der genannte Verein sieht in den Charkower Beschlüssen eine Verletzung der Grundprinzipien unserer Partei, eine Gefährdung unserer Organisation und drückt den Teilnehmer der Konferenz die schärfste Missbilligung aus. S i g m. Pergamenter, dz. Obmann. f * * * L ö b 1. Redaktion der „Welt" Wie n. Wir ersuchen höflichst um Aufnahme der folgenden Zeilen: Das Distriktskomitee für Böhmen hat in seiner am 10. d. abgehaltenen Sitzung folgende Resolution zum Beschlüsse erhoben : „Das Distriktskomitee hat mit wachsender Betrübnis von den Beschlüssen der Charkower Konferenz Kenntnis genommen. Das Distriktskomitee ist überzeugt, dass das A.-C. und speziell dessen Präsident Herr Dr. Herz 1 die richtigen Massnahmen treffen wird, um der terroristischen Agitation einer kleinen Gruppe aufs Kräftigste zu begegnen und spricht Herrn Dr.- Herzl das volle und uneingeschränkte Vertrauen aus." Für die Veröffentlichung bestens dankend mit Zionsgruss ZionistischesDistrikts-Komitec für Böhmen: Julius Löwy, Sekretär. * * ❖ Herrn Dr. T h. H e r z 1 Wien. Hochgeschätzter Führer und Kongresspräsident! Als Obmann des hiesigen Vereines „Zion" und als Delogierter am VI. Zionistenkongress erlaube ich mir gegen die Beschlüsse der A.-C.-Mitglieder nicht bloss mit lebhaftem Bedauern zu protestieren, sondern auch meine Meinung äussern zu dürfen, dass diese Mitglieder des A.-C, welche bei der Konferenz in Charkow für das uns treue Zionisten tiefbeschämendu Ultimatum gestimmt haben, ihre Mandate niederlegen müssen . . Mandate niederlegen müssen .... Krakau. Samuel Spira. Krakau, den 11. Jänner 19(H. Löbliche Redaktion der „Welt" iD Wien. Wir ersuchen um gefl. Veröffentlichung folgenden Berichtes in der nächsten Nummer Ihres geschätzten Blattes : Die am 10, Jänner 1904 zu einer vertraulichen Parteikonferenz im Lokale des Vereines „Przedswit-Haschachar" versammelten Zionisten in der Gesamtzahl von über 300 Anwesenden, und zwar sowohl Anhänger wie Gegner des Uganda-Projektes, beschliessen wie folgt: I. Eine feste und stramme Parteiorganisation betrachten wir geradezu als Grundlage jeder erspriessliehen Tätigkeit im Zionismus; jeden Bruch dieser Organisation müssen wir daher aufs schärfste verurteilen. II. Die in der Charkower Konferenz gefassten Beschlüsse verurteilen wir desto entschiedener, als die Teilnehmer dieser Konferenz gerade diejenigen waren, die vom Kongress eingesetzt wurden, um über die Unversehrtheit der Partei zu wachen. III. Bei dieser Gelegenheit versichern wir Hrn. Doktor Th. Herzl neuerdings unseres unerschütterlichen Vertrauens, umsomehr, als wir an sein ehrliches und jederzeit treues Wollen fest und unbedingt glauben. Dr. Osias Thon, Distrikts-Komitee für Westgalizien. Zionistische Vereine: „Przedswit-Haschachar", „Achdus", Frauenvereine: „Ruth", „Judith", Bürgerverein : „Z i o n", Jungorthodoxen verein : „Tuschij ah", „Nichtorganisierte Schekel-Gruppe". * * * Dr. Ign. Braun in Berlad, ebenfalls ein Delegierter des VI. Kongresses, schreibt: „Als Delegierter des VI. Zionisten-Kongresses und als Teilnehmer an den Arbeiten dieses Kongresses erkläre ich hiermit, dass ich meine Stimme mit denen der Wiener Delegierten vereinige und gegen das Gebaren einiger russischer Mitglieder des A.-C. bei der in Charkow abgehaltenen Konferenz protestiere und auf das entschiedenste mich jeder Aenderung der Bestimmungen des VI. Kongresses widersetze. Wir wollen, dass das jüdische Volk herrsche und über sich bestimme, nicht eine Diktatur von einigen Unzufriedenen. Mit Zionsgruss Dr. Braun.'1 Bukarest, 11. Jänner 1004. Löbliche Redaktion „Die Welt" Wien. Inliegend übersende ich Ihnen eine Motion mit der Bitte, dieselbe an unseren hochverehrten Führer Dr. Herzl zu übergeben und dieselbe in »Die Welt" zu veröffentlichen. Die Bukarester Zionisten haben hier in der grossen Synagoge ein Massen-Meeting abgehalten unter Vorsitz

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