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Die Welt · 1903-08-30 · 7 (30.8.1903) · p. 9

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Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
7 (30.8.1903)
Article
Freitag-Nachmittagssitzung
Date
1903-08-30
Page
9 (sequence 5)
Language
German
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Nb. 7 Separat-Ausgabe. „Die Welt" Seite 9 das natürlich nur mich an und ich werde mich darnach zu richten haben. Präsident Dr. Herzl: Es ist auch ein gewisses praktisches Hindernis, wenn etwas anderes gemeint ist. Jedenfalls hätte es dem Permanenzausschuss angezeigt werden müssen. Schauer: Die Mitglieder der deutschen Landsmannschaft haben mich beauftragt mitzuteilen, dass diese sich ins goldene Buch habe eintragen lassen. (Beifall.) Es werden dann noch eine grosse Anzahl Spenden verlesen, teils für Eintragung ins goldene Buch oder für den Nationalfonds. Präsident Dr. Herzl verliest folgenden Antrag: Die Unterzeichneten (Anzahl von Delegierten) erklären sich gegen die "Wahl des Grossen und Kleinen A. C. en bloc oder per Akklamation. Das ist ein Antrag über den Wahlmodus, Ich mache Sie aufmerksam, dass es jetzt 4:5/4 Uhr ist und dass wir um ß1/* unbedingt schliessen müssen. Der Permanenzausschuss der Landsmannschaften wird Ihnen seine Vorschläge machen. So ist die Situation. Entscheiden Sie, ob Sie die Wahl durch Akklamation oder durch Stimmzettel vornehmen wollen. Dr. Bruck bringt dazu einige Bemerkungen vor. PräsidentDr. Herzl: Ich werde zuerst darüber abstimmen lassen, ob mit Stimmzetteln oder mit Händeaufheben die Wahlen vorgenommen werden sollen, dann ob en bloc. Die Antragsteller, durch Herrn Dr. Lewin vertreten, ziehen die Einwendung gegen die Wahl mit Händeaufheben zurück; es bleibt also nur zu entscheiden, ob über jeden einzelnen Namen abgestimmt wird. Wer dafür ist, class man en bloc abstimmt, möge die Hand erheben. En bloc wird angenommen. Präsidium Dr. Herzl: Ich halte das Präsidium nicht für unfehlbar und glaube, dass es richtiger sein wird, zuerst die Listen kennen zu lernen. (Nein!) Dr. Alexander Marmorek: Im Namen des Permanenzausschusses werde ich sofort die Ehre haben, Ihnen die Liste derjenigen Kandidaten vorzulegen, welche der Permanenzausschuss vorschlägt. Ich bin beauftragt, zu erklären, class wir in Bezug auf die A. C.-Mitgliederanzahl die Bemerkung nicht unterdrücken können, dass die Anzahl immer mehr zunimmt und dass dadurch die Arbeit immer mehr erschwert wird. Wir sind der Ansicht gewesen, dass wir für dieses Jahr keine Entscheidung treffen sollen. Aber es ist für uns wichtig gewesen zu konstatieren, dass wir es dem engern A. C. zur weitern Begutachtung und Studieren überlassen, dieser Frage näher zu treten in dem Sinne, dass dem nächsten Kongress von Seiten des engern A. C* oder vom Kongresse selbst aus die Anregung gegeben werde, die Anzahl der Mitglieder des A. C. zu vermindern und vielleicht eine neue Charge, die der Vertrauensmänner, zu schaffen. Vorsitzender Dr. Nord au: Ich werde über diese Frage abstimmen lassen, damit kein Zweifel darüber -besteht, in welcher Weise wir bei der Wahl vorgehen sollen. Die Abstimmung en bloc, also Abstimmung für einzelne Listen und nicht für einzelne Namen, ist mit grosser Mehrheit angenommen Jetzt wird Ihnen Herr Dr. Marmorek die einzelnen Listen mitteilen. Dr. Marmorek: Der Permanenzausschuss schlägt Ihnen vor: In die Kommission zum Studium der O s t a f r i k a - E x p e d i t i o n : Ingen. Kessler, Ingen. Ettinger, Prof. Warburg, Dr. Oppenheimer, Dr. Weizmann, Covven, Greenberg, Dessau, Bologna und Dr. A. Marmorek. Angenommen. Dr. Max Nord au: Die Abstimmung betreffend dem Wahlmodus gilt nicht blos für diesen Ausschuss, sondern für alle nachfolgenden Ausschüsse. Lärm. Die Geduld verlässt mich keinen Augenblick, aber der Ton macht Musik und wenn ich, um gehört zu werden, buchstäblich brüllen muss, scheint es, als ob in mir Zorn wuchere; das ist nicht der Fall. Es ist der Wunsch geäussert worden, dass Herr Dr. Marmorek zuerst immer die Listen verliest und dann nach dem Verlesen der Liste entschieden wird, ob die Liste en bloc oder nach einzelnen Namen abgestimmt werden muss. Dr. Marmorek: Der Permanenzausschuss schlägt Ihnen für die Palästina -Erforsch ungskomm i s s i o n folgende drei Herren vor: Prof. Dr. Warburg, Dr. Franz Oppenheimer und Dr. Selig Soskin, alle drei in Berlin. En bloc angenommen. In den Legimitationsausschuss schlagen wir Ihnen folgende fünf Mitglieder vor: Dr Max Bernstein-London, Bertold Feiwel-Berlin, Samuel Hafter, A. H. Reich und Moritz Leber, und als Ersatzmänner: J. W. Marmorek, Pasmanik, Weil in Freiburg und Percy Baker. En bloc angenommen. Für den Nationalfoncls-Ausschuss schlage ich Ihnen folgende neun Herren vor: Dr. Niemirowski, Gisin, Bosenbaum, Cohn-Warschau, Dr. Friedemann, Dr. J.W.Marmorek, Dr. Farbstein, Dr.Idelsohn,Dr.Menczel. En bloc angenommen. Zu Mitgliedern des Kongressgerichts habe ich Ihnen vorzuschlagen : Dr. A. Marmorek, Steinherz und M. Hahn, alle drei in Paris. En bloc angenommen. Zum Kongressanwalt schlagen wir Ihnen den bisherigen, Dr. Max Bodenheimer, Köln, vor. Mit Akklamation angenommen. Zu Kassen-Re visoren schlagen wir vor als wirkliche : Gewitsch und Feldstein, und als Ersatzmänner : Podlischefzki und Dr. Hantke. En bloc angenommen. In das grosse Aktions-Comitee schlagen wir Ihnen folgende Herren vor: für Oesterreich: Dr. Salomon Krenberger-Wien, Rezek-Prag, Dr. Ludwig Goldwasser, Adolf Stand, Dr. Rubin Jonas Stanislau. Angenommen. für Ungarn: Oberrabbiner A. M. Roth in Papa. Angenommen. für Deutschland: Dr. Max Boclenheimer-Köln, Dr. Moses-Mannheim, Dr. Klee-Berlin, als Ersatzmann : Dr. Friedemann-Wiesbaden. Angenommen. für Italien: Dr. Feiice Ravenna - Ferrara. Angenommen. für Holland: J. Kahn-Haag. Angenommen für die Schweiz: Dr. Farbstein-Zürich. Angenommen. für Frankreich, Algier und Tunis: Dr. Alex. Marmorek. Angenommen, für Belgien: Heinrich Grün zweig-Grünau Antwerpen. genommen. für S e r b i e n : Dr. Alkalay-Belgrad. Angenommen, für Bulgarien: Dr. H. Rimalowski-Filipoppel. Angenommen. für Rumänien: S. Pineles, Dr. Lippe, Dr. Moskowitz. Angenommen. Herr Kapp. Ich habe für Rumänien eine andere Liste dem Permanenzausschuss übergeben,

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