Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 41 (4.4.1839)
- Date
- 1839-04-04
- Page
- Seite 164 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Magdeburg, 24.. Marz, So eben - lauft das gedruckte Regulativ. über die Verwaltung der israelitischen -Gemeinde zu Frankfurt' am M., auf welches tfie .. nächste Tages- Cöntröle sich hözieht, des uns, ein: :4- Wir behaltenuns De weitere ausführliche Mittheilung auf die nächsten Nummern, vor. Wir können vorläufig bemerken, daß in demselben ein. aufrichtiger Geist der Billigkeit lebet, und .eben so sehr, auf die Bedürfnisse der jetzigen Zeit als auch auf gerechte Wünsche! der Conservativen Rücksicht genommen ist-. - - Koppenhagen, 10. März. (Privatmitth.). Vielen/ Aufforderungen gemäß hat endlich der Herr vr. Wolff die deutsche Uebersetzung seiner Agende (Synagogenordnung) her- - ausgegeben. Am meisten, bewogen - ihn dazu die mehrseitigen, Mittheilungen über neue Synagogenordnungen in der Allg, Zeit.', des Judenthums, welche dennoch noch immer kein klares Bild dessen was geschehen kann und soll zu geben vermögen/ Hinzugefügte Anmerkungen geben dieser Arbeit den .'Werth der Vollständigkeit, und machen es insonders zur Verständigung befähigt. (Eine nähere Darstellung mit historischen Bemerkungen aus. einem desfallsigen schon langer uns vorliegenden Aufsätze werden wir in nächster Zeit gehen.) ''feytier, 12. ^01:5. (Privatmitth,). Samstag den Äten d. wurde in der Kreishauptstadt, Speier die e.rste Konfirmation jüdischer Kinder abgehalten. Der Konfirmanden waren' 6, sonderbar genug L Mädchen und nur ein Knabe. Der Akt wurde durch eine sehr gehaltvolle Rede des Distriktrabbinen Herrn März eingeleitet, und die Prüfung von ihm würdevoll ausgefächrt. Die Konfirmanden .bezeugten durch ihre Antworten wie durch das Glaubensbekenntniß, das sie ablegten, den sorgsamen Unterricht, den sie von .dem hiesigen Lehrer, Herrn Ach lost, erhalten hatten. Hierauf hielt Herr März das Gebet für den König, und segnete die Konfirmanden, mit einer herzlichen Ermahnung, ein. Alle Zuhörer fühlten, welches große Vedücfniß die Konfirmation für unsre jetzige Zugend ist, und "werden bei ihren Kindern dem zu genügen suchen... Den Schluß bildete ein trefflicher Gesang. der. Schuljugend,' wozu .eines der in der Allg. Zeit, des Judenthüms bereits mitg'eth'eilten Musikstücke zu Grunde, lag. , , . . . Gunzen Hausen, 13. März. (Privatmitth.). Zn einer. Korrespondenz „von der Altmühl" in No. 107 v. I. ist Ihnen berichtet worden, daß der vr. Stephani wegen der von mir gegen fein „wissenschaftliches Bedenken eines Staatsgelehrten' ff." verfaßten. Schrift eine Jnjurienklage erhoben, deren Akten schon sehr, voluminös geworden.- Mein Advokat riech mir bei' dem Anwachs enormer Kosten, zum Pergleich, und da. ich es meiner Ehre.zuwiderhielt, selbst einen solchen Antrag zu. stellen , vermittelte dieser ihn durch hen gegnerischen Advokaten. Vr. Stephani erklärte sich „aus alter Freundschaft" dazu bereit, wenn' ich in die Allg. Zeit, i)'es ^Judenthüms,'.den Korrespondentenvon und für Deutschland,.' und den Nördlinger Hausfreund eine Ehrenerklärung ei'nBckzm/ ließe'/", über,'d.e'rey Abfassung endlich eine Uebcreinstimmüng zu Stande' kam , und die Kosten bezahlte. Ich könnte diese Erklärung um so eher geben, als d(e der Schrift Stephani's zu Grunde gelegene Absicht, nach des Verfassers Herzen zu schlkeßen, allerdings gut gewesen sein mag, er selbst unterm 17. Okt. v. I. durch seinen Anwalt die m schriftliche Versicherung gab, nie den ,Gedanken * gehabt zu haben , .den Israeliten duf irgend^ eine Weise, zu/nahe zu treten, ustd/freilich Niemand-dafür kann, wenn sein .Produkt. ekw.Monstrum göwocdm^' <Sv groß.auch b^s^A)>fer für einen gering besoldeten Lehrer und Familienvater sein -Äiag — die Kosten belaufen sich auf minoestens 90 fl. — so sü^ ist. mir das Bewußtsein, für. die Heiligkeit meines Glaubens''gekämpft zu haben , und so stolz bin ich auf den Beifall , der mir. von geehrten und hochgestellten Männern .Znd namentlich" von Ihnen, Herr Redakteur, in No. 94 der Allg/ 'Zeit., d. Judenth. geworden *). —- Um. Abdruck., dieses Briefes zur öffentlichen Erläuterung des Sachverhältnissrs, bittet Sie -- ■ ■ r- •: - . ' ,- . ' Schweizer, Schul- und Religionslehrer. Literarische.Nachrichten. Pchg, 19. März. (Privatmittherkung). In diesem Augenblick befindet sich Herr S. L. Rappopvrt-aus Tarnopol unter unser.ist ein intimer Freund. Rapoport'6ein. Mann von klassischer Gelehrsamkeit,' dem auch die modernen Bestrebungen deutscher Literatur nicht fremd sind,, der durch, seine bescheidene Dialektfreie, korrekte, weiche deutsche Aussprache die hohe Achtung aller derjenigen, die mit ihm umzu'gehen Gelegenheit haben, gewinnt, und der ganz geeignet ist, die üble Meinung, in der nr-an noch jn Deutschland hie und da gegen seine israelitischen Landsleute befangen ist, zß verscheuchen. Zweck seiner Anwesenheit ist die Correctur des zur nächsten Ostermesse bei M. I. Landau erscheinen sollenden 4ten^ Bandes seines Lerem olwmeä, der in diesem Jahre durch-Beiträge von Luzzato, Rappoport, Reggio u. s. w. bereichert sein, und sich besonders durch mehre, sehr werthvolle Inedita auszeichnen wird. Da d'cn Herausgeber nicht Geldgewinn, sondern lediglich das Streben leitet, der cinschlagenden Literatur einen Central-Punkt zu erhalten, läßt sich mit vollem Rechte erwarten, daß es ihm bei dieser Gelegenheit an Aufmunterung zur Fortsetzung seiner nützlichen. Arbeiten, nicht fehlen werde. Magdeburg, 24. Marz. Angekommen: „Agende zum Gebräuche beim israelirischen Gottesdienste, von Vr. A. A. Wolfs. Koppenhagen." Es ist dies eine Bearbeitung der 1833 erschienenen Agende for det mosaiske LroeösamsundS Synagoge'i Kjöbenhavn, aus .der wir einen Auszug im israelitischen Predigt- und Schülmagazin B. II. S. ,100 — 116 gegeben haben. -— AuS Presburg von Anton Edlen von Schmid: Die (schön Nr. 3. Beibl. I. 1838 erwähnten) bis jetzt nie erschienenen, mir in wenigen Manuskripten 'vorhandenen: von 9?i Samuel Ebn Tibb0n, herausgegeben von Bis lichis; TIN''. r>Ow von R. Abraham Ebn-Esra, herausgegeben von demselben.', m.it einem Vorwort von .Meier Le t i.e.r i s; ' t- -iss, (rä-ö. röö» -''w-n.n). :oon Pa chmani,. herausgegeben von dems.; rnaopi.nrptt l"iöö voy nebst von Palkira herausgegeben von dcms. Außerdem: eine freie Üebertragung von Racine's Athalie von Meir Letter: s; , ein Sendschreiben über das .höhere Studium der heil. .Schrift von dcmft — Eine nähere Besprechung dieser wichtigen Schriften solt bald erfolgen. — — Aus Prosnitz in Mähren: Zwei gottesdienstliche Vorträge von Local-Rabbinen Fassel. — -) Die .Erklärung stehet im „Anzeiger." Re da kt.