Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 36 (23.3.1839)
- Date
- 1839-03-23
- Page
- Seite 144 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 1× ep/1046078
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Thore geöffnet als Hunderte der Anglücklichen,- die vor uns. von Safed hierher geflüchtet waren, ,zu unserer Begrüßung unS .entgegen eilten/' Ich ging nun barfuß, wie ich wirr, nur in meine Bousia gehüllt und die-Fetzen eines ..Kleides, uun. den-Kopf/gewickelt, zuerst nach, meiner frühen. Wohnung.' Bei meinem Anblicke brachen die Anwesenden in Thränen aus, und ich konnte sie nur durch die Versicherung wieder beruhigen, daß iw mich vollkommen wohl befände. Von hier begab ich mich zum englischen Vicecönsul Signor Finzi, der mich sehr freundlich in sein HauS aufnahm , obgleich dieses yon meinen Leidensgefährten fast schon gänzlich erfüllt war. Wir stimmten darin überein, daß ich mich s ogleich zu dem Gouverneur ülouolimaä abcl el Ha<li in mein ein traurigen Anzüge begeben sollte-- demselben, der mich als ich noch reich war sehr freundlich ausgenommen hatte. Aber daS Gedächtniß hatte diesen Mann gänzlich verlassen, so daß er sich meiner durchaus nicht erinnern konnte, selbst als seine-Diener es bestätigten, daß ich der Mann sei dem er früher so viel Ehre erzeigt habe. Ich hielt ihm nun meinen Firman von Mouchamad Ali vor, den ich glücklicher Weise.gerettet hatte, in dem er zu meiner Unterstützung verpflichtetwar, und' nun endlich fingier an sich über seine Vergeßlichkeit zu wundern^ und mir sehr freundlich allen möglichen Beistand zu versprechen. — Um gleich den Anfang zu macken, wollte er meinem Moukeri für das Pferd, welches ich für hundert Piaster gemiethet hatte "nur dreizehn bezahlen, und ihn im.-Weigerungsfälle dazu zwingen. Diesen ersten Beweis seiner Dieiistwilligkeir lehnte ich dankbar ab, und bat ihn um den Preis meines Pferdes nicht-weiter zu bekümmern sondern mir nur eine kleine Summe Geldes vorzüstrecken, -damit ich mir die nöthigsten Kleidungsstücke anschaffen könnte. Für. diesen Fall, sagte er, müsse er erst an Mouchmad Ali schreiben, und da also nichts bei ihm auszurichten war, kehrte ich ihm - in. Begleitung von Signor Finzi den Rücken. Dieser Edle erhielt schon mehrere Hunderte auS seinen, eigenen Mitteln, und demnach wurde mir allenur mögliche Hülfe in feinem Hause zu Theil. ' (Fortsetzung folgt.) V . -.ÄIrzei'g.ee. ‘ .//',-/. Zn demselben 'werden Annoncen -aller Art gegen 1 Gr. Gebübren für die .gespaltene Zeile ans Petit-Schrift oder deren.Ramsi aufgenommen. / Die Verlagshandlungi - Ein Theologie - Candidat azrs guter Familie, der Zeugnisse über seinen religiös-moralischen Charakter vom mehreren hochgestellten Rabbiners. beibringen kaüst, wünscht/bis zum -Frühlin-ge. -,v. :I< -eine/Stelle als- Hofmeister in einex Stadt Ital i en-s oder Frankreichs in einem religiösgesinnten Hause zu bekleiden. Derselbe frequentirte nach dem Besuche dreier Hymnasien und nach einer bestandenen Äbiturientenpcüfung, 2 Universitäten, verbindet nebst der^ wissenschaftlichen Kenntniß des Altteftamentlichen und Talmudischen auch die der älteren Sprachen und der Realwissmschafte'n. Auch besitzt er ^eine besondere Fertigkeit sin Kalligraphie. Ein 2jahrigec Üy.terricht setzt ihn in.den Stand erfolgreich zu wirken. " -!v; y/; Der Redakteur; dieser Ztg. kann' diesen,/fung'en/-Mann ganz besonders empfehten,. ba ec' ii^n' feit brieflich; kennt. Er macht dortige Freunde ganz 'besonders auf ihn aufmerksam. Anfragen erbittet er unter der Chiffre N. O'. - - -Bei L. Fernbach:zun. in Berlin ist so eben erschienen und in allen guten Buchhandlungen zu haben: Gotteshaus und Gemeinde in ihrer gegenseitigen Beziehung. Zwei Reden gehalten am 17. Schevat (1. Februar 1839) 5599 zur Einweihung der neuen Synagoge in Demmin und am folgenden Tage, als am Sabbat Iithro von S. Pleßner. 2£ Bogen gr. .8. Preis , . 4 Gr. (5 Sgr.)- , Lehrer - Gef u ch. ' In einer norddeutschen Pcovinzialstadt wird ein dritter Lehrer an/der chasigen Schule gesucht. Sein Gehalt ist: 200 Thaler Preuß. Cour, jährlich, freie meublirte Wohnung und freie Heizung, (wozu wohl noch manche Pcivateinkünfte kommen). Forderung: 1) Gründlichen Unterricht im Schreiben und Rechnen zu ertheilen, 2) die für einen Volksschullehrer -nöthige Kenntniß der Muttersprache und der neueren Elementarunterrichts-Methoden. Wünschenswerth wäre noch einige Kenntniß der wichtigsten kaufmännischen Verhältnisse,- und eine praktische Kenntniß der englischen Sprache," obgleich letzteres nicht unbedingte Forderung ist. Die Stelle ist zu Michaelis' a. c. anzutreten. Anmeldungen frankirt unter: Chiffre 11.H. H. an die Redaktion dieser Zeitung. Bei dem Unterzeichneten ist so eben erschienen und daselbst wie in'allen soliden Handlungen zu haben': niTtT/3 oder Cyclus, der Festgebete für alle Festtage des ganzen Jahres, mit einer neuen hochdeutschen Übersetzung versehen - von M. Frankel. 2te, Abtheilung die Gebete des Su- - koth-, -Passah- und Schewuothfestes enthaltend. 'Preis . . auf weißem Druckpapier.2^-. Rthlr., auf Velinpapier 3? Rthlx...und--auf extra feines Velinpapier 6 Rthlr. Das vollständige Werk kostet nunmehr auf weißem Druckpapier Ä Rthlr/, auf Velinpapier -7 Rthlr. und extra feinem Velinpapier 12 Rthlr. Lewents Verlagsbuchhandlung. Im- Verlage von Ä. D. Saüerländer in Frankfurt - a. M.' ist erschienepi .y..;. : Isr<rel iEische Annalen. / Ein Ceutralblatt für Geschichte, Literatur und Cnltur der Israeliten aller Zeiten und Lander. ' Herausgegeben - - von - ' /-.n ... . ©» Ä'.yM. Jost.; I.- Jahrgang 1839.. (52 Bogen).,3Thlr. 5 fl. rhein. 4 fl. 3V C.M. - Alle: Puch Handlungen. d.es . In - und Auslandes,. w oselbft 6«$’ .'die, erste» '8)ögen zur 'Emsichjt vorlkegen, sowie bie löbkH^nk'^üstämyr'UeWn-DMäßttnd'Mestellurrgirn'ÄN. Kedacteur vr. 8. .Philippfon. ----- Verlag.von BaumgärlnLrH Buchhandlung. Druck von I. B. Hirfchfeld. (Hierzu das literar. und Homilet. Beiblatt No. 9., Nebst einem Extra-Blatt d. Allg. Zeit. d. Jud.)