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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-03-16 · Heft 33 (16.3.1839) · p. Seite 30

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 33 (16.3.1839)
Date
1839-03-16
Page
Seite 30 (sequence 6)
Language
German
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30 selbst findet man auch die Namen der verschiedenen Verfasser der portugiesischen Gebete, und sehr nützliche gramrrratische^LemerkHgcn. g Ersucht' mehrere Äghxhaft erhabene Gebete wieder auf, die verdienten, im deutschen Ritus ausgenommen zu werden. — Herr Leon Halevy, der sich durch eine sehr geachtete metrische Uebersetzung der Oden des Horaz, durch mehrere sehr wohl aufgenommene Dichtungen, durch Theaterstücke/ die vielen Beifall gefunden, ausgezeichnet, hat nach und nach 1827 und 1828 .einen Abriß der Geschichte der alten und neueren Juden geschrieben, in kleinem Format, das freilich nicht viel Fakta enthalten läßt. — Die Geschichte der Juden von Charles Malo (Paris 1826) ist ein Werk eines Mannes, wie es deren überall viele giebt, die ein Buch machen mit Büchern. — Wir haben oben Schriften Zweier erwähnt, die jetzt Groß-Rabbinen sind. Aber es giebt deren keine, die einen Verfasser habe, welcher Schriftsteller und Groß-Rabbine zu gleicher Zeit wäre. Das Rabbinat ist in Frankreich, ich sage nicht ein akademischer Lehnstuhl, denn zu dem gelangt man nur durch Arbeit; deren bedarf man nicht, um Groß-Rabbine zu werden. Gern will man nachsichtig sein gegen die, welche, umgeben von einer fanatischen Menge, belastet mit häuslichem Kummer, nicht immer die sanfte Muße des Rabbinats auf die Erforschung und Verbreitung der Wahrheiten oder nützlicher Kenntnisse verwenden können; nachsichtig gegen das Alter, das nicht das Talent zu schreiben erlangen konnte und kann — aber wassoll man von den französischen Rabbinen sagen, die diese Entschuldigung nicht haben! Kennen Sie den Groß-Rabbinen von Paris? von Straßburg? ff. ff. Ich weiß allein aus dem Almanach de couimerce, daß der Eine sich Macchand Ennery, der Andere Arnold Aaron nennt! Womit verbringen sie ihre Zeit? Mit Nichts. — Um aber gerecht zu sein, muß man jedoch sagend daß Herr Wittersheim, Groß-Rabbine zu Metz,, ein Buch veröffentlichte, um Almanache zu machen, betitelt isö; doch hat diese Arbeit die Gränzen dieser Wissenschaft nicht erweitert, sie hätte sie verengert, wenn es möglich wäre: es ist Astrologie. Würde die Rabbinenschule nach Paris verseht, so würde sie einst bessere Seelenhirten verschaffen. Der junge Vogue, Zögling dieser Schule, hat eine Leichenrede über den Tod des Herrn Schwab, Mitglieds des Consistoriums von Metz, veröffentlicht, die Talent vercäth;. nur bedürfte dieses Talent der Leitung, und anstatt Schmeichler müßte dieser junge Student.aufrichtige und unterrichtete Freunde haben.. Wenn diejenigen, ,.welche den Beruf haben, sich mit der orientalischen Literatur' zu beschäftigen', sie, vernachlässigen,; so beschäftigen sich doch christliche Gelehrte mit derselben. Das Journal Asiatiqtie., Oktober 1833 enthalt einen Auszug Hes ÄqIkvmyni vyn HerrrtWylveftre de Sacy,'Text uhd Uebersetzung,'- von Anmerkungen begleitet. Diese Arbeit ist würdig des Namens ihres Verfassers. Dasselbe Journal (Okt. 1836) enthalt das hebräische Werk betitelt mta fipb, Text, Uebersetzung und Noten von Herrn A. Pichard. Dieser junge und achtenswerthe Philologe hat noch in andern Nummern desselben Journals unedirte hebräische Stücke mit Uebersetzung und Noters abdrucken lassen. Er hat nach einem Manuscript der Königl. Bibliothek das Buch H e n o ch über - die Freundschaft, Text > Uebersetzung und reiche Noten,> herausgegeben. Der Abbe Glaire, Verf. eines hebräisch, lateinisch. Wörterbuchs nach Gesenius, hat die zweite Ausgabe seiner hebräischen und chaldaischen Grammatik veranstaltet. Er hat auch mit H. Frank eine hebräische Chrestomathie und eine Uebersetzung des 1 Buch Mosis mit Noten, von dem katholischen Standpunkte, herausgegeben, und ohne Frank das zweite Buch, gleichfalls mit dem Hebräischen und Noten, aber noch mehr im Sinne der katholischen Kirche. — Herr Leluse gab schon 1814 eine hebräische Chrestomathie heraus, ohne Vokale, die mit Nutzen gebraucht werden kann. — Der Abbv Latouche veröffentlichte (Paris 1836) ' eine hebräische Grammatik, einen etymologischen Schlüssel, ein idio-etymologisches hebräisches, und ein griechisch-hebräisches Wörterbuch. Der Verfasser läßt keine Vokale zu; er sieht' in dieser Auslassung eine Erleichterung für das Studium des .Hebräischen und im Hebräischen den Schlüssel zu allen Sprachen. Es ist hier nicht der Ort, dieses System, ^welches überdies nicht neu ist, zu prüfen. (Schluß folgt.) Literarische Correspondenz. Brief des Herrn Jsaac Reggio zu Görtz an Herrn Löwenstein in Frankfurt am Main über die Bibel des Herrn Cahen zu Paris. , Sie haben den Wunsch geäußert, meinen kurzen hebräischen Brief Ihrer neuen werthvollen Uebersetzung der Sprüche Salomon's voranschicken zu dürfen; dkeß war für meine Eigenliebe zu schmeichelhaft,, als daß ich darin nicht einwilligen syffte. Die geistreichen Produkte scheinen auch Allem, was sie umgiebt, von ihrem Glanze mitzutheklen. Diese

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