Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 18 (9.2.1839)
- Date
- 1839-02-09
- Page
- Seite 70 (sequence 2)
- Language
- German
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70 leuten dergleichen Anlehens-Contrakten auch nur in Abwesenheit des Ehemannes bei Amt genau untersucht und Protokoll irt; - dabei jehoch des - Eheweibes EinwilligtUnz entweder ux/mft.telst derselb^^eigeMn^Handunterfchrlfr^ "aberdurch An vom "Ortsschuldheißen cknd zweien Zeugen unterschriebenen Attestat bescheinigt werden solle. 4to. Die Gegenwart und Einwilligung der Eheweiber wird nicht erfordert, welche mit ihrem Ehemann nicht vererbt sind, oder, da die Eheleute ein öffentliches Gewerbe treiben, und daraus ihre Nahrung suchen, von welcher Gattung die Schildwirthe, die Kramer, Bäcker, Metzger, Schuster, Höchner, Sattler, Weiß- und Rothgerber, und andere solcherlei Professionisten sind, welche concurriren und nicht nur öffentliche" Feilschaftsladen führen, sondern auch mit ihrer Waare die Jahrmärkte besuchen, somit zur Fortsetzung ihres Eredits b.edürftig sind, und also Geld dazu erborgenz als wozu in diesen Fallen des Eheweibes Einwilligung nach der kaiserlichen Landgerichtsordnung unsers Herzogthums Franken P. 3. T. 104 § 6. nicht erforderlich ist. Gleichergestaltcn ist bei Viehcontracten ohne Unterschied, es mögen die Eheleute vererbt sein oder nicht, die Einwilligung des Eheweibes nicht vonnörhen. —> Schließlich wird den Beamten aufgegeben, „die Parteien nicht, gleichwie-mehrmal beschwerend angezeigt worden ist, voneiner Zeit zur andern fort-' und abzuweifen, auch sonsten den schutzverwandten Juden in billigen und rechtmäßigen Sachen die schleunige Justiz mitzutheilen," Dresden, 27. Jan. (Privatmitth.). Vor uns liegt eine lithographicte Ansicht der neuen Dresdener Synagoge, von Herrn E. Müller gezeichnet und lithographirt. Tritt nun das Eigenthümliche dieses herrlichen Gebäudes auf dem Bilde so recht sprechend entgegen, wird auch dem Fernen dadurch eine klarere Anschauung gegeben, als durch jede Beschreibung: so ist auch die Zeichnung so wohl gelungen, so nett und klar und in der Umgebung hccvorgehoben, daß wir jedem Freunde es dringend empfehlen können, und den Wunsch hegen, daß der wackere Zeichner durch eine Kunsthandlung einen Jeden in den Stand setze, es sich zu erwerben. Das Gebäude zeichnet sich vor den gewöhnlichen Synagogenbauten so besonders aus, der Architekt verstand so viele Ideen in ihm auszupragen, daß die Verbreitung des Bildes deshalb schon zu wünschen ist. T h « o l o g i e. Ritus der Synagoge von Avignon, beschrieben von Dr, Zunz, in Berlin. (Fortsetzung.) 15) Eine Beschneidung am Sabbat. Die Einschaltungs-Verse vor dem Maarib beginnen irPTi abl^b “DT, und fast dieselben gehen der Aushebung voran, jedoch fangen letztere -mit '-S7 an , und -schließen-- öibb ‘‘rMp/n« D§s H)oelische^Mischmat! fangt anp7p e sa ch. Abends ' hebt der Gottesdienst mit Pfk"l07 (Hodu) an, hieraus folgt das gewöhnliche Maarib (kein poetisches), die Tefr'Ua, Hallcl, /ganz Kadisch, Barchu, Jigdat. Der Morgengottesdienst' ist im wesentlichen der sabbatliche mit den bekannten Modifikationen. In der Tesilla ist jedoch 2iVb 2-|b gebräuchlich. Zu den Haftara's findet sich — der siebente Tag ausgenommen — in Manuscri'pten das Targum. Dafür hat am siebenten Tage die pentateuchische Lectkon stellenweise das jerusalemsche Targum. Die Piutischen Bestandtheile sind: 1) Erster Tag. Reschut: Gabirol's ''TiT 2ibia, oder 2bi2 TTi“’ (Vf. Joseph), begleitet von dem Schlußgedicht Ti!£2 T2T oder Je huda's “’TTbi Tis ürinbN öiö. Das poetische Nischmat Nd^ Tb“1 in fünf Strophen ist von Jehoseph.- Ist zugleich Sabvat wird ein Nischmat in 3 Strophen piTT pNT - hinzugefügt. Vor Kadisch: 8Tpd nidr2S:2 Ir vcrmuthlich von Isaak, oder ein kürzeres mb^b tp 2tt. Ofan 2^b22d 12^ oder Tät*’ b2 ‘panp, Meora 2T'2V2 irir oder T22 2N2, Ahaba “iTN^2rriN oder p pTrn "jTir:, sammtlich nur ausgehobene Stücke größerer Arbeiten. Das dem Esrat abotenu vorangehende Sulat beginnt nnn Tan ^N2 “'NT (Ephraim b. Jehuda); das poetische Mi Kamocha N“' Tp“> (Vers. Isaac b. Jehuda b. Netanel). Einzelne Strophen introduziren das Hallet, z. B. *p 21NT NN^anör. Auf Hallel folgt Pf. 135. Die Bibelstellen vor der Aushebung — ynTN 722 anhebend — introduzirt .folgendes Gedicht von Jsaac:' 1TT2 va T7Ü’ p’iN 27> Tbt2"> ypn Np Ü^N^NL ■jTbtf btf p22 -N^nn pip IVÄ “’TTT! b^ TTP25 p?2Tn . b22 welches eine Anschauung von Jntroductkonen ähnlicher Art giebt. — Bei der Wiederholung der Müsaf-Tefilla (die völlig den sefardischen Typus hat, nur daß in Handschriften im Idr^bni gelesen wird: yLTbl statt 2ib“22l NN?ob2, und vor idb^NdNl noch NN2821 hknzugefügt ist) wird das poetische Tal von Abraham den Esra vorgetragen, welches anhebt, aus Magen, Mechajö, Reschut, Seder und Pismon bestehend (wovon weiter unten ein Mehreres). Hierauf, wie im spanischen Machsor niTitt "lbbp2 Nils bis Nb2b2bi. Das Schalom Np 2“'“'n TS vielleicht von Jsaac; ein anderes hebt an T^oNb b22 ai2\ Kadisch, Barchu. Alenu. 2) Zweiter Tag. Reschut nn^72 n:T (Jsaac)