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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-01-29 · Heft 13 (29.1.1839) · p. Seite 50

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 13 (29.1.1839)
Date
1839-01-29
Page
Seite 50 (sequence 2)
Language
German
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wird, und einen andern^ der zu Pisa promovirt. - Einige ander^ögliWgdes, MstDMMd.na^anderen^ändexNvgegano^n, und fungüen dort alH Eeh'rer^, .7. L.^ . ^'(Mlu^folgt.)^ v- V v '? T h e V l o g i e. Was knüpft den Juden an sein Volk und seinen Glauben? ,i Von Dr. Steinheim, in Mona. (Fortsetzung.) Mit diesem Orakelspruch ist aber doch unstreitig eine Aussage über die Natur der damaligen Gottesverehrung dahin abgelegt, daß es.sich nur um Formverschiedenheiten handele, und daß diese nicht wichtig genug seien, um eine Sonderung von dem allgemeinen Gebrauche zu gebieten. Ganz Anderes fodert aber in dieser Beziehung das Gebot Mosis, wie allbekannt. Worin aber ist diese Contrarketät beider Forderungen gegründet? Begreiflich in nichts An-, derem, als in der Voraussetzung, dort einer innern Übereinstimmung der Gotteslehre, hier einer Entgegensetzung. Die Uebereinstimmung, auf welche hin die Pythia ihren Ausspruch gründete,- und welche so allgemein war, daß ihn seinerseits das Römische Volk auch von der Gotteslehre Judäas mit der Seinigen vorauszusetzen schien, ist denn auch von der Schule der Symboliker auf's Bestimmteste nachgewiesen. Daher war keine Veränderung in der Gottesverehrung in der antiken Welt eine wesentliche. Ganz entgegengesetzt aber verhalt es sich wie gesagt — mit Mosis Lehre von Gott, und seiner Verehrung, inmitten des Heidenthums. Hier tritt der Fall zum ersten Male ein, daß eine Veränderung dieses Gottesdienstes eine wesentlich andere, eine totale Contradkctkon mit der ersten einschloß. Hiermit war gegeben, daß derjenige, der sich zur Gottesverehrung „ nach der Sitte des fremden Staates (vofiib entschloß, sich zuvor in seinem ganzen geistigen 'Wesen, in seiner totalen Anschauungsweise umgestaltet habey mußte» Diese völlige Umkehrung des innersten geistigen Menschen, die einer solchen veränderten Gottesverehrung im Juden vorangehen mußte, genauer kennen zu lernenist natürlich von entscheidender Wichtigkeit ist deshalb notMnd'ig; etwas tieferfm. die Nakut^dieser Wiffereyz^eisizudringey, dieselbe Hrer AestßerungswUe chrklgrli^zu finden, und zu .rechtfertigen. Durch den Nachweis^'dieser wesentlichen Differenz der Gottcslehren beiderlei Act werden wir in den Stand gesetzt, die Gewaltsamkeit eines (Überganges von einer in die andere, und somit ihre Schwierigkeit bei redlicher Gesinnung und richtiger Erkenntniß vollkommen zu erklären. Allgemein aufgefaßt würde dieser Gegensatz vom Judenrhum und,Heidenthum sich als der, vonMonotheismus und Polytheismus aussprechen lassen. Diese, Unterscheidung giebt indeß, ,wie sich bald zeigen wird, nur ein ganz äußerliches Moment dieses Gegensatzes an. Einestheils nämlich hat das' Heidenthum in seiner hohem Gestaltung, sich nie zu einem vollkommenen Polytheismus bekannt; andererseits will man im Zeinen Monotheismus unverkennbare Spuren eines .ihm unterliegenden Polytheismus entdeckt haben. Was dqs Exoterische, dem Volke als äußerliches und innerliches Mittel der Erweckung und Versöhnung dargebotenes System deS Cultus und der Lehre an poly-. theistischen Elementen im Heidenthum offen ausbot, hinter diesem suchte und fand man esoterisch, in geheimen Weisen und philosophischen Auslegungen, einen verborgenen Geist der Einheit, durch welchen man das Gesonderte und Zerfallene wieder zusammenfand, und band. Wiederum suchte man die schroffe Lehre von der Einheit in, der Offenbarung, weil man. sie unvermittelt wie sie ist, nicht wol gebrauchen und fassen konnte, durch Mittelwesen sich anzunähern und anzueignen. Also ward ein tieferer Wortsinn gesucht, sowol hinter der Lehre vom Polytheismus, der wie eine Einheitslehre klang;, wie auch hinter der Lehre vom Monotheismus, der wie eine Vielheitslehce klang. Diese Vermittelungsversuche sollten dazu dienen, diese Systeme zu nivellicen, und einstweilen ist dieser Versuch nicht gar übel ausgefallen. Er hatte auch seine gute Seite, vielleicht selbst seine guten Zwecke. Was über, die Elöhim-Ur'kunde des A. T. seit Astruk bis auf diesen Tag geforscht und gefaselt wordey, giebt uns den redendsten Beweis dieses Nivellirungswerkes, über welches neuere Theologen ihre glatten Eisenschienen legten, auf welchen sie, schnell wie der Wind, aus dem Polytheismus in den Monotheismus und aus dem Monotheismus in den Polytheismus abwechselnd geflogen sind. Der Unterschied müßte denn doch wol,, um jeney vorhandenen Gegensatz zu erklären, um ein Beträchtliches tiefer aufgefaßt werden. Es muß wol im Monotheismus selbst ein Wesenhaftes enthalten sein, aus welchem sich jene Härte

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