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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-01-26 · Heft 12 (26.1.1839) · p. Seite 47

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 12 (26.1.1839)
Date
1839-01-26
Page
Seite 47 (sequence 3)
Language
German
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47 die S. 76. aufgeführten giftigen Beschuldigungen abfordern, wenn dem Libellisten gegenüber von Beweisen überhaupt die Rede sein könnte, und man jegliche weitere Berührung mit ihm nicht scheuen müßte. 'Breslau, 2. Januar. (Prkvatmitth.). Der Inspektor der hiesigen Knaden-Waisenanstalt, Herr I. Wolffsön, hat in feinem Religionsunterrichte und in sonstigen Vorträgen die Idee eines „ Jungfrauenvereins" geweckt, welcher jährlich eine Sammlung schöner weiblicher Arbeiten, deren Ausstellung und Verlosung, bewirken sollte. Durch sein Bemühen ist dieser Verein auch nunmehr in's Leben getreten, und wird der Ertrag jährlich einer andern Armenanstalt zugewender. Am 21. Dez. begann die erste Ausstellung im Lokale der Soirve-Gesellschaft; die Loose fanden schnellen Absatz, nicht blos bei Israeliten. Am 23. fand die Verlosung statt, welche Herr W. mit einer gediegenen Rede einleitete, die die schönen Wirkungen vereinter Kräfte, schilderte. Viele Gewinner ließen die Gewinne wieder an den Verein zurückfallen, der sie darauf versteigerte. Der Ertrag' war groß, und wurde diesmal der Waisenanstalt selbst überwiesen. Die schönen, kunstgeübten Wohlthäterinnen fanden in diesem Erfolge sich hinlänglich befriedigt, und neuer Eifer, das begonnene Werk im « nächsten Jahre mit Gottes Hülft fortzusetzen. Meifel. T h e o l o g i e. Ritus der Synagoge von Avignon, (Ps. 100, 4) schließen. Sobald' Morgens der, junge Ehemann (Chatan) den Vorhof der Synagoge betritt, beginnt der Vorderer-mit Ps. 116, 19 'ft mn rvnitrü. Hierauf , folgt'Ps. 122, 1 bis 4 ('ft üdb), wo ein Bibelvers, den Namen des.Neuvermählten enthaltend, eingeschaltet wird, z. B. 1 Kön. 1, 23 für Nathan, Richter 13, 9 für Manoach, 1 Sam. 19, 7 für Jehonatan u. s. w. Alsdann wird mit Pf. 59, 17. 27,4. 5, 8 und 1 Chron. 16, 23 fortgefahren, und geschlossen mit: . .tnwmft bap •’nb&n nan ftrtfa umn ftbTna ^b maw In der Regel findet dies alles vor dem ftinia« “O in dem Frühgebet statt. — Vajoscha wird gesungen. — Vor Nischmat ein Refchut, der ehemals aus beliebigen Gesängen ausgewählt worden, gegenwärtig sich in dem-ft''2ft2'> (Gabirol) fixirt hat, woran sich schließt yr^ ba bfta, die letzte Strophe eines großem, am Wochenfeste üblichen, Gedichtes. Das poetische Nischmat war ehedem ein beliebiges, das sich nach dem Namen des zu Feiernden und dem Charakter des Sabbat richtete. Gegenwärtig ist ein festes üblich, anfangend > 'pmn, w ü->pn "ym“' npwa .in 4 Strophen, worauf die beliebige Strophe — Nischmat des Chatan genannt — eingeschaltet wird, z. B. für Nathan: ftttsi« Eraaft nö'iös tnpbbi aa^ftb nsn rm ^ppvin .an« ■ppb trhb« ‘jna für Manoach: ' pipft ppt yna in n»raa wa m ■»asb ftann ^öiö ftainn ttn . /ft ba map pnBm' beschrieben von D r. Z u u g, in Berlin. (Fortsetzung.) 10) Sabbat Nachmu./ . ... , I1> S-bba- Schuba, i U-b-r d.-sbeiden kann .ch nur die Verse vor der Lecn'on angeben: sie beginnen am ersten Sabbat 'ft ba •’bip, am letzten ftpNLft 'ft ^b. Auch wird am Sabbac Schuba Hodu mit einigen Versen mtonirt. 12\ Zwischcntags-Sabbat an Pesach und Succot, s. weiter unten die Festtage. 14) Sabbat mach der Hochzeit. Schon am Vorabende wird das Maarib von Bibelversen eingeleitet, die mit ■psp mnftN 'ft (Ps. 26, 8) anheben und mit ipü ipftp Nächstdem werden eigene Strophen eingeschaltet, wenn der Sabbat außerdem ein ausgezeichneter (Neumond, Nachmu) ist, wenn mehr als ein Charan anwesend, oder zugleich eine Beschneidung stattfindet. Auch giebt es ein besonderes Nischmat ' für eine zweite Ehe und für den Vater des jungen Mannes. Den Beschluß macht ein stehendes Nischmat für die Braut ftyifta ftbp maisa. Nach einem andern Ritual findet letzteres gar nicht statt, und die Einschaltung des Namens geschkehe't schon nach der zweiten Strophe des npiaa yfinr, worauf die dritte und eine abweichende vierte Strophe folgen.— Nach der Tefilla, in welcher die Keduscha ‘■jtmpa y^n^ai statt hat; Kadisck, Ps. 45, ein Gedicht ftbav''b n^ft, die. Bidetverse mit pftr rni2n anhebend, aber in alteren Ritualien mit ftppan 'ft min. — Bie Aufrufung des Neuvermählten zur Tora.— der nöthigenfalls den Cohen ersetzt — geschieht mit besonderen Feierlichkeiten. Der Borbeter beginnt mit einem ‘■iöi», d. i. einer Strophe, die auf den Namen des Chatan anspielt, z. B. für Nathan:

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