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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-01-24 · Heft 11 (24.1.1839) · p. Seite 42

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 11 (24.1.1839)
Date
1839-01-24
Page
Seite 42 (sequence 2)
Language
German
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42 Ganzen stehen dle Hiesigen denen von Reggio an Industrie nach,- obgleich jene 'eher ein offnes'- FW dazu - hätten. Einige 5mydinesischen -Israeliten fabrsoirey^auch, noch Ken d adi' s (Aendel), doch hat sich der ÄbW dieser sehr vermindert, da dieser weibliche Schmuck aus der Mode gekommen. J. L. (Fortsetzung folgt.) , Magdeburg, 13. Jan. (Privatmitth.). Am 8ten d. M. verstarb hier nach mehrtägigem Krankenlager der 68jah.rige Rabbine . Moses S a lo mon, nachdem ec 32 Jahre bei hiesiger Gemeinde fungirt hat. Seine bedeutenden talmudischen Kenntnisse waren auch durch die regste Theilnahme an allen neueren Erscheinungen im Gebiete des Judenthums geziert, von denen keine ec unbeachtet ließ. Bei seinem höchst feierlichen Leichenbegängnisse,. an dessen Spitze die jüdischen Geistlichen in:dem noch aus den Zeiten des Westphalischen Konsistoriums beibehaltenen Ornate sich befanden, und wahrend dessen die .jüdischen Kaufleute ihre Läden geschlossen hielten, hielt am Grabe der vn Philippson die Leichenpredigt, welcher am 12.. dem Verstorbenen auch einen großem talmu bischen Gedächtnißvortrag im Trauerhause chielt. Die Funktionen' des Seligen werden nun vollends dem Dr. Philippson übertragen. Historische Mittheilungen > über die Z u d e n i n Asien und Afrika in dem letzten Jahrzehend. (Eingesandt durch vr. I. Fürst.) (Fortsetzung.) Ich sprach endlich auch mit ihnen über ihren in der heiligen Schrift ihnen verheißenen Erlöser. Sie. schienen über meine Worte sehr verwundert, besonders als sie von meinen Lippen-den Namen Jesus tönen hörten. Endlich antworteten mir Einige, es sei zwar in ihrer Bibel von einem'gottbegeisterten Maüne dieses Namens die Rede; den Jesus aber, den ich meinte, kenneten sie nicht; da jener, in der Schrift vorkommender, der Sohn Sirachs. sei. Ich erlaube mir übrigens die Versicherung, daß Sie alles unbedingt glauben können, was ich über d'ie Zeit der Ankunft dieser Juden in China und -ihre. Inschriften gesagt habe. Das Uebrige jedoch, was ich nur durch ihre Mittheilung weiß, wage ich nicht zu verbürgen.. Vielmehr muß ich Ihnen Vorsicht in der Benutzung dieser Punkte anempfehlen, weil ich diese Leute in der Unterhaltung nicht sehr zuverlässig befunden habe. , ' Auch bei Gozani's Nfachrich'ten sehen wie die allgemeine Bemerkung gerechtfertigt, Haß Diejenigen, denen es gelungen ist, in das Innere von, China votzudringen, mehr die Aufmerksamkeit erregt, als befriedigt haben, indem seine einzelnen Notizen nur zeigen, wie interessant eine genauere Untersuchung werden könnte. .Wie wünscheriswerth wäre ^es schon, in den Besitz einer Bibel, der Gebetbücher oder sonst schriftlichen Arbeiten der chinesischen Juden zu kommen. Wenn es auch eine Unmöglichkeit wäre — wofür wenigstens Kögler *) es halt — selbst für. vieles Geld eine dieser Rollen zu erhalten, so könnte es doch vielleicht gelingen, sich eine Abschrift von dergleichen Schriften 'zu verschaffen. Freilich muß bei einer Abschrift solcher Art das Palaographische vorzüglich berücksichtigt werden, weil jedenfalls die Form der Buchstaben bei ihnen am meisten den ursprünglichen Charakter an sich trägt **). Sie Nachrichten Koglers von den heiligen Büchern der Israeliten in China sind weit sorgfältiger als die von Gozani, doch mag folgender Auszug aus ihnen genügen. „Die biblischen. Bücher theilen sie in 4 Klassen. Die „erste begreift den Pentateuch in sich, der in 53 Lectionen „oder Lehrabsätze getheilt ist, in eben der Ordnung-und mit- „denselben Ueberschriften, wie in den amsterdamer -Bibeln. „Diese machen das ganze Gesetz oder Thora aus, welches „Wort sie Thaulaha oder Thaulaze aussprechen. Die Na- - „men der 5 Bücher Mosi's sprechen sie so aus: Bereschisch ’ „(muß heißen Bereschith) Pieleschitz'e, Schemoth Schemotze, -„Vajlcra Vaiekelo, Bamiobar Piemizepaul, Debarim Teve- „liim. Die zweite Klasse nennen sie Sangzo, das Supple- „ment oder die besonderen fünf Bücher, nämlich Josua, „Richter, Samuel, Melakim oder Könige und David. Die °) /,P. Ignaz Kögler ward zu Landöberg in Baicrn '1680 „geboren, und trat 1696 in den Jesuiterorden, wo . er sich haupt- „sächbch auf Mathematik legte, und solche Fortschritte in dersel- „ben machte, daß ihm 1712 die Lehrstelle dieser Wissenschaft in „Ingolstadt übertragen wurde. Seine Obern schickten ihn >1715 „als einen Glaubenöprcdiger nach China. Im folgenden -Jahr „erhielt er am 30.-August vom Kaiser Kang-chi den Ruf nach „Pechng, und bekam 1717' die Präsidenrenstetle des mathematischen Tribunals, und die'Würde eines Mandarins vom zweiten „Range.. Der folgende Kaiser Jong-Tschina (starb am 7. Octo- „ber 1735) ertheilre ihm 1731 die höchstmichtige Stelle eines Beisitzers des dritten höchsten Reichstribunales, Lipu, wessen seiner „ausgezeichneten astronomischen Kenntnipe. Er starb 1746, als „er zumdritten Male Vorsteher der Missionen von China und „Japan war." öo) „Ueber die Zeit der Einwanderung der Juden in China „siehe: vitzression sur le tems oü los Juifs önt passö en Chine „par Mr. Cibot; (er starb 1784 zu Pecking) in den. memoires sur „l'Iüstoirs Sec. des Chinois. Toni. 15. ]Num. 7, p. 52, 58.

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