Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 9 (19.1.1839)
- Date
- 1839-01-19
- Page
- Seite 34 (sequence 2)
- Language
- German
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54 sind allein hiezu befugt. — Ein “pä© va darf nur dem ^tufgerufenen und . dem, der ihn aufrufen ließ, gemacht werden; für-Wöchnerinnen und Kranke bleibt es beim Alten. D-s p2 rc. ist verboteN. .—Ebenso das Singen beim Aufrufen eines Bräutigams und eines PiS£72 *12, und das Singen des VPXL2 2^72^ und des *^Pi2b72. Die Einkünfte hiefür sind jedoch den schon angeftellten Vorsängern nicht zu entziehen. Zur PN2>iri kann zwar Vorsänger und Synagogendiener, aber ohne den Namen gerufen werden; auch sind diese Abschnitte laut zu verlesen. Die W2N2> haben sich beim Segensprechen eines recitativen Vorträgs zu' befleißigen. —' Aus der männlichen Schuljugend soll ein Chor gebildet und tüchtig im Gesänge geübt werden. In Betreff der P1L72 wird bestimmt: Der Rabbine, in dessen Abwesenheit der Lehrer, hat P222N1 NX^LiN, die Tora dann dem Vorsänger zu übergeben und ihn bis zur Tribüne zu begleiten. Auch spricht er die Verse ibna, iriab l"ptai2' unb das erste 172721*1, worauf an den Wochentagen die Gemeinde, am Sabbate der Chor erwidert. Sind zwei oder drei Torot herausgenommen, so nimmt die. nächste der Cultus-Vorstand, und die dritte der nach ihm folgende. Nach dem Vorlefen nimmt der Rabbine die Tora und spricht den .Vers ibbfp, giebt sie dann dem Vorsänger und begleitet ihn bis zum tuiipp ^Tix. Chor und Gemeinde wie oben, mrrnö, hpb2i"!, “üis^n, STiönbtt werden mit Ausnahme der JiimriD vom Synagogendiener vor dem Gottesdienste besorgt. ^b^bai N22N besorgen Vorsänger, und Lehrer oder Synagogendiener. Der Vorsänger trägt mit Ausnahme der langsamen P272'2 und der vom Chore recitirten Stellen, mit besondrer höherer Betonung der Benedictionen und Hinweglassung aller Rouladen, die Gebete laut und deutlich vor. Die Gemeinde betet leise; bei folgenden Stellen erhebt sie ihre Stimmen: „beim Aussprechen der Amen und Baruchhu ubaruch sch'mo; bei dem Amen j'he sch'me rabba; bei dem Verse Sch'ma Jisrael, Kadosch Kadosch, Baruch K'bod und Iimloch im Morgengebete 2“X W1, bei Wiederholung des Sch'mona esre und im Uba l'zion Gebet; ferner im Gebete Alenu von W'anachnu Koreim bis hu." — Das Morgengebet an den Wochentagen bleibt u «geändert; für das nur einmal zu betende 1:2*11 tPlp wird vom Rabbinen oder Lehrer die Stelle "nri 'Sen. Schir hajichud nur an Festtagen und gm Abende des rn zu recitiren von Chor und Vorsänger.' Das Gebet *1721^2 wird nun in den Gemeinden, in welchen es herkömmlich ist, beibehalten. Die Gebete am Freitag Abend ungeändert, nur pp^blTa P722 - weggelassen. Sabbat minp unverändert, nur mehrere Psalmen und andere Stellen von Chor und Vorsänger recitirt. Eben so anlNeumoydstagen die Hallclpsalmen, und die Verse i*i7:x^ und IHN zum Schlüsse in einer passenden. Melodie gesungen. pi:ii und derpi2'2^)2 für die Gemeinde in welchem eine Phrase für die Gelehrten und geistlichen Vorsteher eingeschaltet wird, vom Rabbinen oder Lehrer gesprochen. Die beiden iplis vip*' bleiben weg. — Im Musaf- Gebet außer den Recitationen nichts geändert. — Vor Mincha Unterricht in Religions- und Sittenlehre für die feiertagsfchulpflichtigcn Kinder in der Synagoge. Sonst im Gebete nur die Recitationen eingeführt. Alle Piutim von Schmone esre, Neujahrs- und Versöhnungstag ausgenommen, so wie das yaipp am ü'HD und. 282 "2 abgeschafft. Das Memoricen bleibt, jedoch werden nur einzelne Stellen verlesen. Das Gebet ü^72N1ii 2X bleibt wegl — Predigten hat der Rabbine wenigstens an den ersten Tagen aller hohen Feste, am Sabbat von ii2i:n, am 2X2 "sa. oder dem darauf folgenden Sabbat, am Sabbat vor ü^*ns, am Neujahrs¬ und Versöhnungstage, am allerhöchsten Namens- und Geburtsfeste Ihrer Majestäten zu halten. An den letzten Tagen ist auch-ein besondres Gebet für Höchstdiefelben zu verrichten. — An den chohen Feiertagen wird noch besonders bestimmt: Am Vorabend der zweiten Festtage beginnt der Abendgottesdienst mit dem vom Chore abzust'ngenden 111 Psalm, und schließt durch Absingung der Hymne Iigdal. Kleinere Stellen der Piutim, die Hoschanot werden von Chor und Vorsänger, größere vom Letztem allein, wichtigere vom Rabchinen vorgetragen. Das Abschlagen der Hoschanot ist nur dem Vorsänger erlaubt; das Gebet püi “»TP bleibt weg.— Die iitpp wird nuv von neun Mitgliedern, vom Rabbinen,' Lehrer, Vorstand und andern, die ein Ehrenamt bei der Gemeinde bekleiden, gehalten; die fehlende Anzahl ergänzt der Rabbine durch Wahl: Dasselbe ist an Piin nnTr^, wo Kinder nicht folgen, noch Fahnen bringen dürfen, Mim pn hat der Rabbine, miönw pn der Vorstand; sonst dürfen nur noch Maftir und sechs Personen gerufen werden. Der Aufruf ü^iKin b>2hört auf. Die pm >*-p, vor dem Lulab- Nehmen, Schofar-Blasen, das Pi72lpx am ri.pi2'2 werdien nicht mehr gesagt. I^rip72 wird vom Rabbinen oder Lehrer nur einmal, der Gemeinde ertheilt. — Am 2x2 "ta wird nach dem Vorlesen aus der Tora entweder eine deutsche Predigt gehalten, oder ein. Theil von fi2^x homiletisch erläutert, oder auch ganz iiarx deutsch vorgetragen. Hierauf werden einige auszuwählende nipp- und tawas in einer passenden Trauecmelodie 'vom Vorsänger vorgetragen. Unter den Auszuwahlenden gehören: iid2bn ^ix, 1-112 ri2t) rtöiW’b«©, 1PL “^bx,/’bxian xbp,“)pi£, -pblpi tx. An den Fasttagen beginnt der Vorsänger mit i:b nb2 bis zu den mrpb2; dann recitirt er sogleich den Pismon. An den 2^1 Pib>, mrpb2, lar beginnt der Vorsänger mit und fährt fort bis zum Kadisch; dann an jedem Tage drei passende Selichot, hierauf der Pismon bis zum Tachnun, das Tachnun und Kadjsch. Alle zwischen dem Tachnun und -idndxi eingeschaltenen Gebete bleiben weg. Im I22b72 1P2X wird ausgelassen der Satz Dipa. — Die Trauungen werden in der Synagoge vor dem .uriipii -pix gehalten. Der Rabbine halt die Tcauungsrede und spricht die *112*12 hjm alle selbst. Die sogenannte Mahn findet nicht mehr statt.— Ueber die Ordnung bei einer Todtenfeier enthält diese Synagogen-Ordnung nichts. — ' Mailand, 1. Januar. (Privatmitt.). Es ist eigen, daß hier in dieser Zeit eine ganze Reihe von ausgezeichneten Künstlern, welche der jüdischen Religion angehöcen, zum Theil aufgetreten, zuni Theil auftreten wird. So wird die zweire Oper, welche in-dieser Saison an der großen Scala, zur Aufführung kommt, von.dem Klaviervkrtuofen Ferd. Hitler aus Franks, a. M. fein; die Sängerin Fanny Goldbach tpitt mit großem Beifalle auf; der 12jahcige Flötenspieler Herz aus Ungarn gab auf zwei Theatern