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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-01-05 · Heft 3 (5.1.1839) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 3 (5.1.1839)
Date
1839-01-05
Page
Seite 2 (sequence 6)
Language
German
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2 philosophique die Uebersetzung einer großen Stelle Nathan des Weisen des, unsterblichen Lessing einrücken lassen. x „ Zur Zeit der Nationalversammlung veröffentlichte zu Metz Herr Spir, der vor. ungefähr 10 Jahren in Magdeburg starb, wahrend einiger Zeit die Relation ihrer Sitzungen in deutscher Sprache mit hebräischen Lettern ,' zu Gunsten der französischen Israeliten, die damals noch kein Französisch verstanden. Im Jahre X. (1804) gab der.selige Elias Hcttevy, dessen Söhne seitdem diesen Namen berühmt gemacht haben, der eine in der Musik, der andere in den Wissenschaften, eine herrliche hebräische Hymne bei Gelegenheit des Tilsiter Friedensschlusses heraus. Diese von einerfranz. und deutschen Uebersetzung begleitete Hymne wurde in der.Synagoge von jParis, am 17ten Brumaire abgesungen. Am 30. Juli 1808 verfaßte derselbe Schriftsteller, bei Gelegenheit der glorreichen Schlacht von Wagram ein Gebet, welches in der Synagoge von Parks recitict wurde und 1809 componirte er ein gleiches. Herr Halevy, der ungeachtet seines geringen Vermögens, das schöne Verdienst, hat, seinen Söhnen die ausgezeichneteste Erziehung gegeben zu haben, eine damals seltene Sache, hat später (1820) eine „religiöse und moralische Unterweisung zum Gebrauche der israel. Jugend herausgegeben, unter dem Titel: löw m Es ist dies eine sehr gute Auswahl biblischer Stellen, begleitet von interessanten Noten, und gefolgt von den hauptsächlichsten Sanhedrknalentscheidungen. Das Werk selbst ist ein Auszug des “pririrt des Rabb. Aaron Levi. Es hat also den doppelten Werth, zum Unterrichte der Jugend zu dienen, und durch den Auszug der „vecisions," einer selten gewordenen Brochure diejenigen zu interessiren, welche den Gang der religiösen Reform in Frankreich ftudkren wollen. Hourwitz", ein polnischer Jude, vor ungefähr 20Jahren in Parks verstorben,, nach einem sehr langen Aufenthalte daselbst, -hat sich durch eine Memoire bekannt gemacht, eine Beantwortung der Frage-der Akademie zu Metz: welche sind die Mittel,-den politischen und inoralischm Stand der Juden.zu verbessern? Man weiß, daß der berühmte Abt Gregoire, damals, bloß Pfarrer der Diöcese von Metz, den Preis davon trug, aber die Schrift von Hourwktz wurde nicht weniger vorth'eilhaft ausgezeichnet. In Parks, wo er bei der könkgl. Bibliothek angestellt war, hat er linguistische Arbeiten veröffentlicht. Unter Anderm eine Locographie- oder eben so. schnelle Schrift, wie das Mort. Es war die Stenographie. Herr- Berr Isaak Berr aus Nancy hat mehrere Schriften über die Israeliten veröffentlicht, unter. Anderm: Sendschreiben von Berr.Isaak Berr, Manufakturist/ Mitglied des Stadtraths von Nancy an H. Gregoire, Senator. Nancy, 1806. Betrachtungen über die. vollkommne Wiedergeburt der Juden in Frankreichs). Diese beiden Schriften haben großen Werth für diejenigen, welche die Gesinnungen kennen lernen wollen, die der große Akt der bürgerlichen Emancipation bei den Israeliten hat entstehen lassen. Im Jahre 1801 hat Herr Michel Berr, Sohn des Vorigen, seinen „Aufruf an die Gerechtigkeit der Nationen und Könige (Strasburg 1801)**) herausgegeben. Das ist die beredteste, wärmste Vettheidigungsschrift für die Israeliten. Es ist, nach meiner Meinung, die bemerkenswertheste- Produktion des Herrn Michel Berr, der 1808 eine franz. Uebersetzung des 'üVw* (Metz 1808) herausgab, und bei sehr vielen Gelegenheitennicht allein im Interesse seiner französischen Glaubensgenossen geschrieben hat, sondern auch sehr oft die Vertheidkgung-seiner Glaubensgenossen in Deutschland übernahm. 1820 gab er in franz. Sprache einen Abriß der Bibel, zum Gebrauche der israelitischen Schulen heraus. Dieses schatzenswerthe Werk ist sehr selten geworden. Er hat auch über verschiedene literarische und politische Gegenstände geschrieben, hat sich vvrtheilhaft in der Biographie versucht , ist Mitarbeiter mehrerer literarischen Sammlungen und Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften. Wir werden ihn weiter unten unter den Redaktoren des l’Israelite fran9ais wieder finden. Büschenthal, der mit schönen hebräischen und deutschen Poesien mehrere deutsche Sammlungen bereicherte, | war aus Straßburg und Enkel des Groß-Nabb. Zins heim. Wahrend des Kaiserreichs zeichnete sich die hebräische Literatur im Allgemeinen in der. Poesie aus, welche die erstaunenswerthen Siege des großen Heerführers, dem das Schicksal Frankreichs anvertraut war, begeisterten. Vor Allem bemerken wir die Gedichte des Herrn M. de Cologna, Mendel Cargau, .Meyer ff. Die französische Uebersetzung wurde gewöhnlich von Herrn Michel Berr gemacht. — Im Jahre 1812 erschienen hebräisch und französisch die Entscheidungen des großen Sanhedrin, vereinigt zu Paris im Jahre 1807"*) Diese Versammlung hatte können einen Einfluß haben, welchen'sie nicht gehabt hat. Möchten doch die Denkmäler, die sie uns hinterlassen, uns wenigstens an die Nothwendigkeit erinnern, auszufüllen, was das Sanhedrin nicht gethan, und an das Bedürfnis welches die Consi'storien, ihre Nachfolger, nicht erfüllen. In dieser Zeit erschien auch der erste Versuch eines me-- *) Reflexions snr. Ia regeneration coinplete des Juifs en France. " Appel ä la Jnstice des Nations et des Rois. Decisions -doctiinatles du Grand Sanhedrin./

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