Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 8 (1844)
- Issue
- Heft 51 (16.12.1844)
- Date
- 1844-12-16
- Page
- Seite 741 (sequence 9)
- Language
- German
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741 "dtt: änbynn nb:r©). Im Geiste des Talmuds wird es meistens gebraucht zur Bezeichnung eines verderblichen Vorurtheils, eines sinnlosen Aberglauben, (vergl. die Deduktionen in Sabbat f. 67 u.«.). Wenn also Maimon. das Verbot der Trachtgleichheitmit dem Nichtjuden von den Versennnpnna nabn Nb «nt)_ an’nnpnnan deduzirt, so versteht er darunter nur solche Kleidungsstücke, die irgend ein Kennzeichen eines nichtisraelitischen Bekenntnisses, das Gepräge irgend einer Andeutung auf unjüdische Begriffe an sich tragen, oder an deren Anlegung irgend ein Aberglaube sich knüpft, aber keineswegs solche, die durchgängig dem Wechsel der Mode, der Unbeständigkeit des Zeitgeschmackes unterworfen sind, und weder unter 'nan nnpnn noch unter ■'•o: ■’ffliabn — welches nur von Kleidern des nichtjüdischen Dienstes gesagt werden kann — verstanden war. Als Beweis dieser Behauptung können uns die Worte Jsserls (Jore Deah §. 178) 1) dienen: nanaan... pnnbn snsab nan:© aaaa in nnsinasn n^naban nnb nanaNn •'S'Ti an©a 'na©nn?ab nd-'N aaaa ay© yNn anTnSN© anby ya© na ©■'«an. Kein Schkiftsteller der früheren Radbinen aber giebt uns über diesen Gegenstand bessere Auskunft und stimmt am meisten mit unseren Ansichten überein, als R. Joseph Kolon — auf den auch Karo, Schabbathai Kohen und selbst Jsserls oft sich berufen — in seinen Gutachten, Hauptst. 88, wo er über die Zulassung einer „cappa" (Kapuze??) für jüdische Geistliche befragt wird. Hier seine Worte: n:y©: a©Nn. bNa©nn .Nfpö ana© fiaa nraa naaa by a^aonNn .bba a©a yN 'nan nn©nabaa pa baana anaaa ■'U’n ya nn:n©nb an-n Nb nraaa Nunnasa NbN /nan anb arman ©nab©a ©ab1 Nbn “a ■nriN n©asn aiT'bs any: aaa© NbN aON: Nba ■'«an atnN aaa •'asa in nnynssr an©a n:aa anbNa©nn nr “pa by anb arman ©nabn: n:'N©a baN .'nan 'nan ,anba ^aa:!a ya nn:n©nb anin bNa©'n yN. Soll eine Trachtverändcrung nur den mindesten Nutzen davon tragen, so ist, seiner Meinung nach, dabei gar keine Bedenklichkeit zu tragen, wie er weirer sagt: ba© pan© yaa nbs>nnb nan:© aaa ban Nnn© na aa-aas ©nabn nb ©n nnana «sna Nnn© na 'nan nasabb anna yanN Nana. (Nach ihm auch Wort für Wort Jsserls (Jore Deal) §. 178,1). Nur glaubt er einen solchen Kleiderwechsel tadeln zu müssen, wenn er bloß einer eiteln Nachahmungssucht entfließt, wie es aus einer Stelle, wir der folgenden, erhellt: Npnn wna .rtNas nNT aa yNi.... nbynnb Nbn arrha nnnnnb rna n©ny Nnn© b’Nnn aaNn Nb© aaNpaa y©bn yaipana .nynnnn NS1 Nba) ana aaNp Nbn 'nan yaaaNa yNStn'n 'nan yaaaNa (die Tosephta). (Siehe auch darüber rt:a)a aao über Jes. Hath. V, 3 wo di« Ursache von na©y nN:n vorgebracht wird, dessen Luseinandersetzen für diese Spalten zu weitschweifig ist). Beweiskräfte giebt R. Jos. Kolon aus den Talmuden, die Jeden nur zufrieden stellen müssen: neben den Beweisen von Meila f. 17 und Chulin f. 117 — analog mit der in Midrasch Raba 1°. 259 p. 3 sich befindenden Erzählung — ist der eklatanteste von Baba Kama f. 113 wo es heißt: a^Nba ba> aaa .'nan anna aanN y'a oaan hn na waanb anas .vba aany n:N© yn:b n"p nab: aaaan ">aaaan ayso a^Nba nnaaba n"n asnaa nNa:© anpnaa Nn©nn tasNn nann aaa bNa©nb a^anONSa anaaa ©anbn an©n na yNn n©anbb ynana n^Nw Nann anna nab .ann NrrNna anna ynana nnNtt) aaa anON Nn^anNa Nb anoN ©©n an©n na yN© Nan ©an ann ‘y'-i©aa nn asnaa annab y>na Nbn yaaa Nbn y'an p'rn ^bs Nb “pan bya Nü^asn- .a^Nba -oa na© aan nass anNba anoN an©n aaa aaa NbN y;yb Nab©a aaNpaa Nnana a© ya©aaa 'nan ananNa nyua NbN aaN Nba ya©a 'nan a'Nba yaab unos nn yyn nnNaa ayaa Nbn B'Nba t)N bba anoN anaaa ön©a na yN© ariba bsN ... 'nan nanaa N©n©3 n©abb a^annnn nbaann Nba as by Naby nbna. Nachdem Kolon sich mit der, den früheren Rabbinen eignen Geradheit des Verstandes, über einige talmudische Stellen ausgesprochen hatte, schließt er dieses treffliche Gutachten mit den Worten: baana n-rmb “pum bNa©nn© Nn'N aNn "paa ©naba nv,n n©y nbnsNn say nnonaba bna©nb nN yannb bNa©nn ^aaan yaNn ba nnan ©naba n©nab nn:©b Wie man doch solche Worte in dem Munde einer berühmten rabbinischen Autorität, die den ganzen Gebrauch der polnischen Juden um so viele Freiheiten bringt, für eine pure Phantasie erklären, übersehen kann! Ueberhaupt da doch die Juden des polnischen Kostüms immer die kleinste Minorität zwischen der Masse von Juden bilden, die bereits seit langer Zeit die allgemeine europäische Tracht angenommen haben. Und dann wollen wir die Klei- 51*