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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-11-11 · Heft 46 (11.11.1844) · p. Seite 661

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 46 (11.11.1844)
Date
1844-11-11
Page
Seite 661 (sequence 13)
Language
German
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661 bott gewissen „inneren sowol als äußeren Gründen" von einer „Konsequenz der ganzen Richtung einer Geistesbildung" u. dgl. m„ worauf alle »nan uns von unserer gegnerischen Seite noch immer den erhärtenden Kommentar zu geben verpflichtet, erst die rechten Dinge ganz deutlich und unverhohlen vernehmen. — In meinem in No. 4V dieser Zeitung befindlichen Bericht über die ungar. Rabbinerversammlung hat die wohllöbl. Redaktion sich veranlaßt gesehen, meine Angabe, daß Paks der auserwählte Ort der Synode gewesen in Bäcs umzuwandeln; und ich kann dies wol begreiflich finden, weil mehre Herren Korresp. in letzter Zeit — wirklich sonderbar genug — Bacs für Paks schrieben. Nicht minder ersehe ich es aber für meine Pflicht dieser irrthümlichen Angabe entgegen zu treten, indem ich mir die Freiheit nehme zu erklären, daß keineswegs: Paks — wie die Herren nur müssen vermuthet haben — ein aus dem Ungarischen unrichtig gebrauchter Ausdruck für Bücs sei; es giebt ein Bucs und giebt ein Paks; Ersteres befindet sich in der bather, letzteres hingegen in der tolnaer Gespannschaft hart an der Donau gelegen, und eben da hat die ungar. Rabbinerversammlung stattgefunden. Literarische Nachrichten. Niagdeburg, 20. Oktober, sApokryphen. ] Die Weisheitssprüche Josua's des Sohnes Sirach. In einer neuen, treuen (?) metrisch-gereimten Bearbeitung nach Ben-Seb's hebräischer und der alten aramaischen Uebersetzung derselben. Von M. (L Stern. Wien, 1844. Treu kann diese Uebersetzung darum nicht genannt werden, weil ihr der griechische Text nicht vorlag, sondern nur die hebräische Uebersetzung Ben Seb's, die sehr mangelhaft ist. Wir gestehen übrigens offen, daß die vorliegende Arbeit die beste metrische deutsche uns scheint, die uns bis jetzt von Herrn Stern vorkam. Das Eine hatten wir zu bemerken, daß er es sich mit dem Reim etwas zu leicht gemacht, und zu oft zu gewöhnliche Reime wie „Schmerz, Herz u. a." und unreine Reime wie „sein, Treu'n" gebraucht hat. Magdeburg, 21. Oktober. sVermischte Schriften.) Vermischte Schriften von vr. Robert Haas. Frankfurt am Main, 1844. Der durch sein „Staatsbürgerrhum der Juden" rühmlichst bekannte Haas, der übrigens in allen seinen Bestrebungen seine Theitnahme am Judenthume, seine ungeheuchelte Humanität erwiesen, und nicht selten dafür Anfeindungen zu erleiden hat, theilt zwar der Beschränkung des Raumes wegen, in diesem Bande nicht so viel, uns berührendes mit, wie in dem Prospekt versprochen worden, jedoch genug, um seine Richtung damit charakterisier zu haben. Schon um dessentwillen wäre es an unseren Glaubensgenossen, auch dieses Werk zu befördern. Da es auch die Geschichte mehrer Kämpfe enthalt, die der Vers, zu bestehen gehabt in allgemeinen Angelegenheiten, so ist es sowol interessant als belehrend es zu lesen. Korrespondenz. Wanderung durch Krakau, Galizien, Bukowina, Moldau und Wallachen (Fortsetzung.) Wälder findet man sehr häufig in der Moldau (im Gegensatz zur Wallachei). Es sind meistens dichte junge Fichten- oder Tannenwälder und diese 'Oerter sind es, die ehedem Tod und Verderben und noch jetzt Angst und Todesschrecken um sich verbreiten. Denn diese dichten Wälder waren früher Aufenthaltsörter für Mörder und Straßenränder. Hunderte von Reisenden (meistens Juden, da diese am meisten reisen und da man diese ungestraft zu morden glaubte) wurden jährlich in der Moldau auf den Straßen, in den Wäldern, auf den Feldern, in einsamen Wirthshäusern und selbst in kleinen Städtchen ermordet. Denn die Raubmörder machten gewöhnlich ihre Exkursionen nach nahe liegenden Feldern, wo sie plötzlich des Nachts ein Landwirthshaus überfielen, und Alles, Mann, Frau und Kind schonungslos niedermachten °)> ja sie brachen selbst in nahe *) So zeigt man noch jetzt ein Landswirthshaus (Kretschme) auf dem Wege zwischen Jassy und Galatz> wo vor einigen Jahren drei Brüder, Kinder eines alten jüdischen Vaters, die da eine wohlhabende Wirthschaft führten, in einem Tage sammt ihren Weibern und- Kindern schauerlich ermordet wurden, und was das

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