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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-07-29 · Heft 31 (29.7.1844) · p. Seite 434

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 31 (29.7.1844)
Date
1844-07-29
Page
Seite 434 (sequence 6)
Language
German
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434 bestmögliche Ausarbeitung der Thematen zu erzielen. 6) Non jedem Wcrkchen sollte eine Ausgabe in deutschen und eine in hebräisch-deutschen Lettern veranstaltet werden. 7) Das Komitö sorgt sür bestmöglichste Nerbrcitung dieser billigst zu stellenden Schriften. 8) Es sucht zu diesem Ende allenthalben Agenten zu gewinnen, welche Nothwcndigkeit und Zweckmäßigkeit, Konstituirung und Wirksamkeit des Vereins in ihrem Rayon zur Kunde bringen, Anmeldungen freiwilliger Beiträge notiren und einkassircn, Bestellungen von Vereinsschristen cffektuircn und sich die Verbreitung dieser überhaupt zur Angelegenheit machen. — Indem ich nun diesen Plan Rabbinen, Lehrern, Gemeindevorständen, allen Freunden unsers Volks vertrauensvoll an's Herz lege, schließe ich mit David! rr: 'n *). Speyer, IO. Juli. Bei einem neulichen Besuch unsers Bischofs in Jngcnheim wurde er am Eingang des Orts von den Notablen aller Konfessionen, von Protestanten, Katholiken und Israeliten empfangen, und er benutzte diese Gelegenheit es auszusprechen, wie erhebend es sei, alle Konfessionen friedlich mit und neben einander leben zu sehen. Auch besuchte er die Synagoge und hielt sogar dort eine kleine Rede über die Vorzüge der hebräischen Sprache beim Gottesdienst. Die Jugend ermahnte er, daß sie festhalten möge an die Religion ihrer Vater u.s.w. Braunschweig, 16. Juli. (Privatinitth.) Herr Kirchenrath Maier hat folgendes Schreiben anhergesandt. Stuttgart, den 4. Zull 1844. An das verehrliche Konnteder ersten Rabbinerversammlung in Braunschwelg. Tie erste Rabbincrversammlung hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen ihren aufrichtigen und tiefgefühlten Dank für die Gastfreundschaft und Theilnahme die sic bei der israelitischen Gemeinde Braunschweigs gefunden, einem verehrlichen Konnte schrift- *) Die in diesem Aclikel angeregte Idee ist höchst beachtungswerth, und wir theilen sie so mit, 'wie der Korrespondent sic gicbr, mit der Absicht, auf sie bei passender Gelegenheit zurück;ukommcn. Redakr. sich auszudrücken, und zugleich den Unterzeichneten mit der Vollziehung dieses Beschlusses beauftragt. Die kurze Zeit welche demselben nach dem Schlüsse der Sitzungen noch in Braunschweig zu verweilen vergönnt war, machte es ihm unmöglich diesem eben so ehrenvollen als angenehmen Auftrag auf der Stelle zu genügen; hier angelangt ist es sein erstes Geschäft sich desselben zu entledigen. Wenn der Zweck der Rabbinerversammlung, Erhaltung und zeitgemäße Gestaltung der israelitischen Religion und Belebung des religiösen Sinnes durch diese erste Zusammenkunft auf irgend eine Weise gefördert wurde, so hat das verehrliche Komitv, der Vorstand, die ganze israelitische Gemeinde Braunschweigs nicht nur aus den Dank der Versammlung selbst, sondern aller israelitischen Gemeinden sich vollgültige Ansprüche erworben. Denn nur durch die Vorbereitungen wie sie von einem verehrt. Konnte getroffen wurden, durch die lebendige und gemüthvolle Theilnahme wie sie die ganze Gemeinde an den Bestrebungen der Versammlung an den Tag legte, und durch die allseitige Unterstühug in ihren Arbeiten, konnte diese in so kurzer Zeit nicht Unbedeutendes leisten und noch für die Zukunft vorbereiten. Zugleich hat die verehrt, israel. Gemeinde Braunschweigs durch ihren Eifer, womit sie die heilige Sache förderte, und durch die bedeutenden Opfer die sie ihr brachte, ein Beispiel der Anhänglichkeit an die väterliche Religion gegeben, daß sie nicht nur in ihren eigenen Augen erheben, sondern auch die Achtung aller derer erwerben muß, die noch Sinn und Gefühl sür die heiligste Angelegenheit der Genieinde haben, ein Beispiel, das nicht ohne Einfluß bleiben, sondern gewiß auch anderwärts Nachahmung finden, und noch in der Zukunft heilsam wirken wird. Möge ein verehrliches Konnte, so wie dessen Mandanten in diesem Bewußtsein die Belohnung finden, welche demselben kein Dank, der ohnehin mehr empfunden als ausgesprochen werden kann, zu gewähren im Stande ist, und mögen diese Worte dazu beilragen, dieses Bewußtsein stets wach und rege zu erhalten. Mit unbegrenzter Hochachtung Der Präsident der ersten Rabbinerversammlung Kirchenrath Maier.

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