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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-06-24 · Heft 26 (24.6.1844) · p. Seite 363

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 26 (24.6.1844)
Date
1844-06-24
Page
Seite 363 (sequence 11)
Language
German
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363 Daniel nichts weiter, als daß die und ^^12 glänzen werden wie der Glanz des Himmels, ich finde in diesen Worten nicht die Zusicherung luftigen Nach> ruhmes, sondern dasselbe, was Jesajas in jener Stelle ausdrückt durch die Worte nra 'n ysm, den Erfolg ihres Wirkens verheißt er ihnen, daß sie glänzen werden wie der Glanz des Tages, wie die Sonne mit ihrer Doppelkraft, erleuchtend und erwärmend, so sie Licht verbreiten und Frömmigkeit zurückführen in das erkaltende Geschlecht; und weil ihm die Sonne das noch nicht erschöpfte, was er zu sagen hatte, fügt Daniel hinzu: rrnD-DS wie die Sterne. Worin hat das Sternenlicht einen Vorzug vor dem Licht der Sonne? es ist mild, es blendet nicht, Licht mit Frömmigkeit gepaart werden nicht den Augen schmerzlich sein, sondern wohlthuend. Auch ist das Sternenlicht erhebender für das Gemüth als die Tageshelle, und diese Seite ist es ja vorzüglich, welche angebauet werden soll, damit wir aus der gemüthlosen Hände- und Lippenfrömmigkeit und aus der noch gemüthlosern Abgestorbenheit für Religion erlöst und in die innerste Zelle unseres Geistes, in das warme., tlefe Gemüth hineingeführt werden, da wo allein die Religion ihren Urquell hat. N5N übid'b, setzt er noch hinzu, dieses Licht, erhellend, erwärmend, mild und erhebend, werde dauern immer und ewig. So wie die cnai y'Tjiii aller Vorzeit nicht vergeblich ihr Licht haben leuchten lassen für Gegenwart und Zukunft, so wie sie allen Nachfolgern im heiligen Geschäft Lehre und Beispiel und Trost waren, und ihre Schöpfungen wie ihre Begegnungen nicht verloren gegangen sind für jeden spätern Knecht Gottes, so wird, ich hoffe es mit Daniel, das Wirken und Arbeiten dieser Versammlung nicht verloren sein für unsere Gegenwart und unsere Zukunft, und möge sie Erfolg haben oder nicht, Bestand haben oder nicht, Ihr freiwilliger Zusammentritt in solcher Anzahl, für den Weinberg des Herrn zu arbeiten, wird ein leuchtend Beispiel sein für kommende Zeit, und möge diese es auf anderm Wege versuchen, aber das, was sie versuchen wird, kann kein anderes Ziel haben, als das Ihrige, den einigen Gott Israels lieben zu lehren und sein heilig Wort. Gott, ms? xü'x pm» ynmz awp der Du rufest von fernen Landen den Mann Deines Ratheö, Du hast gerufen in ihre Herzen, und sie waren folgsam Deinem Ruf, die Männer Deines Rathes von nah und fern, ihnen und allen Lehrern Deines heiligen Wortes verleihe u. s. w. III. Sonntag Vormittags um 8 Uhr fand eine sehr würdige Feier statt, wozu die Gemeinde die Rabbinerversammlung eingeladen hatte. Es wurde nämlich der dem verstorbenen Landesrabbinen Egers's. A. gesetzte Leichensicin enthüllt. Die ganze Gemeinde, viele Fremde, die sämmtlichen anwesenden Geistlichen begaben sich im Zuge nach dem Grabe. Nach der Enthüllung des Leichensteines begann ein Choral, welchem die Reden des Herrn Landesrabb. Oi.Herzfeld und des Bernb. Landrabb. Herrn Oi-. H erxh e i m er sals Verwandten des fei. Egers) folgten. Beide Vorträge waren sehr eindringlich und würdig. Die Rede des Herrn vr. Herzfetd theilen wir hier mit, da sie einige, das Allgemeine i n te re ssi r e n d e Punkte berührte. Meine geliebte Gemeinde, meine hochehrwürdigen Amtsbrüder! Die Feier, zu welcher Sie sich hier eingefunden haben am Grabe unseres einstigen Seelenhirten, erweckt in mir Betrachtungen, deren Aussprache Sie seinem Schüler und Nachfolger vergönnen mögen. Daß wir dem pstichtgetrenesten Geistlichen, der Ihnen väterlicher Freund war und Berather, dem Gottesgelehrten, von welchem gehört wurde m Israel weithin, daß wir dem einen Denkstein setzen da wo seine Asche ruhet, das kann es nicht sein, was mich bewegt. Mich ergreift die Anwesenheit so Vieler, welche dem Verewigten rühmlich nacheifern mit jüngeren Kräften. Als wir vor achtzehn Monden den Staub dem Staube übergaben, damals schon zeichnete ich in flüchtigen Umrissen die Bedeutung des Heimgegangenen für unsere religiöse Gegenwart. Wenn nicht der Zufall die Menschen ansflreue über die Erde, sagte ich, sondern wenn eine weise Vorsehung den Mann dahin stellt, wo er von Einfluß sein kann, dann, meine Andächtigen, sei das Leben und Wirken dieses Mannes zu solcher Zeit und an diesem Orte offenbar eine Gabe des Himmels gewesen. Es ist nicht nöthig, Ihnen unsere Zeit nochmals zu schildern, Sie wissen, daß sie für Israel ist eine Zeit der Währung, eine Zeit zwar voll der besten Keime, aber auch eine gefährliche, stürmische, zerrissene Zeit. Ein Neues drängt zum Durchbruch, und die .Geburtswehen durchzucken alle größeren Gemeinden im Vaterlande, das deutsche Israel bietet mannigfach einen Anblick, welcher zu dem trüben Aussprüche berechtigt: *7? n&to mbb -pa msi inöa. Diese kleine, friedliche Gemeinde hat die Errungenschaft der jungen Zeit in sich ausgenommen, sie ist nicht bloß mit Glück, sondern auch sogar ebne Kampf aus den Wirren hervorgegangen, nicht well

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