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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-06-24 · Heft 26 (24.6.1844) · p. Seite 359

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 26 (24.6.1844)
Date
1844-06-24
Page
Seite 359 (sequence 7)
Language
German
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359 völlig eine juridische Verbindlichkeit, so übernimwt man denn doch mehr als bloß moralische Verpflichtung; es sei ein gegebenes Wort zu halten. (Fortsetzung folgt.) Beilagen zu den Verhandlungen der ersten Rabbinerversammlung. I. Einleitende Worte des Herrn Landesrabb. Or. Herzfeld. Gott, du Heiliger Israels, Dir zuerst bringe ich den Dank eines tiefgerührten Herzens dafür, daß Du mich hast erleben lassen die Erfüllung eines lange genährten und heißersehnten Wunsches meiner Seele: sie stehet vor meineu sehenden Augen, eine Versammelung unserer Weisen, Pi» 'rsnb und fragt sich: Was soll Israel thun? Aber nicht menschliche Weisheit soll hierauf die Antwort geben, sondern Dein Geist, Gott der Geister; das Wort, das Du in ihren Mund legen wirst, das Wort werden sie reden. Wenn Zwei sitzen und von der Gotteslehre reden, 2N">^2 dann ist Dein Sitz zwischen ihnen, denn es stehet geschrieben: Es reden Gottesfürchtige mit einander, das höret Gott und schreibt es ein im Buche des Gedächtnisses: hier stehen, auf Dich schauend, Dich im Herzen, soviel Häupter Israels, zusammengekommen aus fernen Gegenden, um für Dein Reich zu arbeiten in unserer Mitte, und Du verschmähest es nicht, durch schwache Menschenhand es zu gründen und aufrecht zu halten: so sei denn mit ihnen, Gott unserer Väter, und gieb auf sie herab rrn Prtm Pw2N rm 'fi ns>n mi Srmsjn den Geist der Weisheit und der Einsicht, den Geist des Rathes und der Stärke, den Geist Deiner Erkenntniß und Deiner Furcht, auf daß kund werde, wie Du nicht gewichen bist aus Israel, sowie Du verheißen hast, daß Dein Wort nicht weichen solle aus seinem Munde und nicht aus dem Munde von Kindern und Kindeskindern Ln Ewigkeit. Dein Spruch fällt niemals leer zur Erden, laß ihn an uns Lu Erfüllung gehen, Amen. Hochehrwürdige Versammlung! 'in ütöü 82 in ‘pns Gesegnet sei, wer da kommet Lm Namen Gottes. Sie sind gekommen Lm Namen Gottes, empfangen Sie seinen Segen aus dem Munde zwar eines der jüngsten Ihrer Brüder, der aber diese Stelle nur betrat, um Sie willkommen zu heißen inmitten seiner Gemeinde. Herzlich, dreimal herzlich willkommen, Ihr meine Brüder, &2ao2 üibiöb Ihre Ankunft werde zum Heil, inrpin 'in n873 nabss ton D8T, sage ich mit dem Psalmendichter, Das kam von Gott, wunderbar in unseren Augen. Was Tarnende und wieder Tausende unserer Glaubensbrüder heiß herbeigeflehet haben, ein Zusammentritt unserer Geistlichen zux Berathung über unsere religiösen Zustände, was aber Allen als nichts weiter erschien denn als ein frommer Wunsch, dem keine Erfüllung werden könne überhaupt oder doch für lange Zeit noch nicht, vor wenigen Monden noch schien es hinausgerückt Ln unbe rechenbare Ferne, und es ist gekommen, es ist da, gekommen mit der Schnelligkeit einer Gottessendung, 8^in "irw2 nahes wunderbar Ln unseren Augen, wunderbar, so wir Ln menschlicher Sprache reden, denn ">ppn trbrtt 2b groß sind die Grübeleien des Herzens von Debora an bis auf den heutigen Tag, und doch geworden, 'n na73 nat Pirmin so ist es denn von Gott, der Sinne vereinigt und Herzen lenkt und die menschlichen Pfade ineinander führt, wenn sie sollen zusammenlanfen zu gemeinsamen Ziel. Ich bin dessen sicher, daß ich nicht allein siche mit dieser Ueberzeugung, vielmehr Sie sämmtlich hier es fühlen, daß Sie hier stehen 'in m2ab?32 mit göttlicher Botschaft, und darum auch nichts und Niemand bei Ihrem heiligen Geschäft in Rath nehmen werden als die innere Gottesstimme, nicht Menschenbeifall und nicht Menschenfurcht, sondern einzig und allein die Furcht Gottes, Ihres Senders. Du aber, mit dem wir suchen, Du, ohne welchen wir nicht finden, hilf uns, suchen und finden, auf Deinen Namen vertrauen wir, Amen. II. Predigt, gehalten am Sabbat, den 15. Juni 1844 ^jb nbw 'q, vor der Nabbinerversammlung, in der Synagoge zu Braunschweig, von vr. Herzfeldt, Landesrabbiner. Andächtige Versammlung! Wenn ich heute mich hierherstelle, das Wort des Herrn zu verkündigen, so kann dabei meine Absicht weder sein, zu meiner geliebten Gemeinde in gewohnter Weise zu reden, dazu ist ihr Sinn zu sehr auf unsere hochehrwürdigen Gäste hier gerichtet; noch weniger maße ich mir an, diese Häupter in Israel das Wort Gottes Lehren zu wollen, ich bleibe mir bewußt, daß hier Meister stehen und zum Theil Selche,

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