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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-06-17 · Heft 25 (17.6.1844) · p. Seite 345

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 25 (17.6.1844)
Date
1844-06-17
Page
Seite 345 (sequence 9)
Language
German
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845 folgende Gutachten an das Frankfurter Rabbinat, durch den Druck veröffentlichen zu lassen, obgleich die Art und Weise, wie meiner in der „Einleitung" der, von Herrn Abraham Salomon Trier, Rabbiner, gesammelten und herausgegebenen „rabbinischen Gutachten," erwähnt ist, mir dieses zur Pflicht hätte machen sollen, da hierin meine Ehre, wie die Wahrheit, verletzt ist. — Jedoch dachte ich hierbei: sria 21b ni2d> “ppyirt ■pN öisn ViVrt und weil ich einen von bibn befürchtete, was näher zu erörtern, ich ebenfalls aus heiliger Rücksicht unterlassen muß, ließ ich auch vor der Hand diese Unwahrheit auf dem Strom unserer periodischen Literatur, mir ihren vielen Schwestern, noch ungestört und ruhig fortschwimmen, vertrauend, daß wol ein geübter Schwimmer-diese, wie noch andere, heraussischen würde. — Ob nun der Korrespondent „vom Rhein" in No. 14 des „Israeliten," der als mein Freund „sich zu meinen Ritter aufgeworfen hat," wie Herr L. 8. in Nv. 18 des „Orient" sich ausdrückt, — ein solcher geübter und berufener Schwimmer ist, weiß ich nicht, da ich solchen hierzu, weder benoch angerufen habe und ich mit Bestimmtheit nicht sagen kann, wer denn dieser mein ritterlicher Freund sei? Hingegen glaube ich mit Gewißheit behaupten zu dürfen, daß derselbe nur im Interesse der Wahrheit sich zu dieser Korrespondenz berufen fühlte, da, so wie ich selbst, gewiß jeder Unparteiische ihm im Wesentlichen dieser Behauptungen beistimmen muß. — Jedoch zur Sache! In der erwähnten No. des „Orient" in der Korrespondenz „Frankfurt am Main 18. April," die mit L,. 8. unterschrieben ist, heißt es: „In einer Korrespondenz" vom Rhein (im „Israelit") schimpft ein Rabbiner über die bekannten Gutachten, vielleicht aus Aerger, weil das seinige nicht abgedruckt wurde." — Verstehe ich recht, so soll hiermit gesagt sein, daß ich selbst der Freund sei, der „für mich sich als Ritter aufgeworfen hat, und zwar aus Äerger, weil mein Gutachten nicht abgedruckt wurde. — Aber, Herr L.8.! der Sie doch in die Geheimnisse so ganz eingeweihet sind, da Sie ja auch die ungedruckten Gutachten gelesen haben müssen, Sie hätten doch auch aus dem mein Gutachten begleitenden Schreiben an das Frankfurter Rabbinat und meinen übrigen Briefen an den Herausgeber und Sammler der Gutachten wol wissen sollen, daß ich 1) nicht darauf drang, sondern die Erlaubniß zum Drucken nur gab, weil ich mich niemals scheue, meine Meinung auch öffentlich, vor den Augen aller Welt, auszusprechen; der Satz in jenem Schreiben lautet: xmian Niüpn sab •pi: pb tnt vfinün bsiwa pcny v^vnnb Mn-naan; 2) in meinen übrigen Schreiben, mich nur darüber bitter und ernst beklagt habe, daß meiner in der „Einleitung" der gedruckten Gutachten, der Wahrheit zuwider erwähnt ist; und 3) nicht nöthig gehabt hätte, mich solcher Umwege zu bedienen, ich vielmehr auf breiter ebener Heerstraße hätte bleiben und wandeln können.— „Mein Name," so behauptet mit Bestimmtheit Herr L. 8. weiter, „ist nur deßwegen erwähnt, weil der Herausgeber der Gutachten ein persönlicher Freund von mir ist." D, ich glücklicher! was ich doch allenthalben für Freunde habe, die sich meiner auf so verschiedene Weise annehmen und sogar in einer und derselben Sache!! „Am Rhein" besitze ich einen solchen, „der sich mir zum Ritter aufwirst," und in Frankfurt am Main habe ich sogar einen solchen „persönlichen Freund," der nur aus reiner, persönlicher Freundschaft, meinen Namen in der „Einleitung der Gutachten" erwähnt, obgleich mein Gutachten „so ohne allen Gehalt ist, daß es in keinem Falle des Drückens werkh war! — Und wer ist zudem noch dieser „persönliche Freund?" Nun, es stehet ja deutlich! der — „Herausgeber" dieser Gutachten. — Und wer ist dieser Herausgeber? Nun, hierüber kann doch kein Zweifel obwalten; eS ist ja mit großen Buchstaben auf dem doppelten Titelblatt der „Rabbinischen Gutachten" geschrieben: „Rabbinische Gutachten über die Beschneidung" gesammelt und herausgegeben von — Salomon Abraham Trier, Rabbiner. Ergo der 90jährige, würdige Rabbiner ist mein „persönlicher Freund," der gegen mich eine solche paia rmVn iirüö naai« hegt, daß er meiner in der „Einleitung" der von ihm „gesammelten und hcrausgegebenen" Rabbinischen Gutachten, ehrenvoll erwähnt, obgleich mein Gutachten ihm nicht ganz Zusagen konnte, weil es sich gegen jeden Ausschluß und Zwang mit der größten Entschiedenheit ausspricht! — Wahrlich eine große Ehre für mich, den jungen, dem religiösen Fortschritte huldigenden Rabbiner!!— Ist aber Herr L. 8. vielleicht auch ein Freund des „Herausgebers" für welchen er „als Ritter sich aufgeworfen hat," so möchte ich ihm mit seinen eigenen Worten sagen, „daß er diesem seinem Freunde ttnmöglich hiermit einen Gefallen ge- 25"

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