Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 8 (1844)
- Issue
- Heft 16 (15.4.1844)
- Date
- 1844-04-15
- Page
- Seite 222 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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222 der Afrikanischen Israeliten, im Kriegsministerium," enthalten, betitelt: „Ueber die Universität und israelitische Professoren der Universität." Der Vers. zeigt erst die Artikel der Nationalversammlung von 1781 und der Charte von 1830, welche dem Israeliten die Theilnahme an der Professur sichern, untersucht dann die Bedingungen, weist nach, wie bei allen Prüfungen und Befähigungen dennoch die persönliche Wahl der Professoren zuletzt vom Willen des „Großmeisters der Universität" abhängt, warnt die Eltern, ihre Söhne nicht zu leicht dieser unsichern Laufbahn zu bestimmen, und ruft endlich die Beihülfe des Konsistoriums auf, jeden Antrag auf besondere Kollegien oder Gymnasien für Israeliten zurückzuweisen, und bei einer etwaigen katholischen Reaktion das Recht der jüdischen Professoren aufrecht zu erhalten. — Es ist ein sehr gutes Medaillon von Cremieux (der diesen Sommer nach Berlin kommen wird,) zu 2 Franks (16 Ngr.) erschienen.— Großbritannien. London, im Februar. Die V. of J. theilt den Text einer Petition um Emanzipation der Juden von dem Stadtrath von Portsmouth mit, dem Oberhause durch den Marquis von Bute, dem Unterhause durch die Herren F. T. Baring und Sir Georg Staunton übergeben. — Das „jüdische Waisenasyl" (unter der Patronschaft der Königin Wittwe) ist neuerdings wegen Mangel an Mitteln in große Verlegenheit gerathen. Da hat Herr A. Lyon Moses, Esq., 2000 Pfund St. (14,000 Thlr.) gespendet, mit der einzigen Bedingung, daß im Hause zum Andenken an seine verstorbene Frau eine Tafel errichtet werde. — Amerika. St. Thomas, 9. Januar. Die V. vk J. theilt die Liturgie der dortigen Synagoge mit. Am Freitag Abend geht dem ■nn nab ein englisches Gebet und eine englische Hymne voran. Am Sabbat Morgen beginnt der Gottesdienst mit einem englischen Gebete, worauf sogleich nwiz» folgt, die sogenannte 8chewooeli esra (n-nus) wird nicht wiederholt, sondern wird gleich vom Chasan laut vorgetragen, das Kirchengebet im Englischen, das ganze Mussaph und innbsa ya und mb» englisch, dann die Predigt, Kaddisch, Segen. An den Festtagen ganz wie Silva Mendes, nur keine Wiederholung der 8cli. esr., Hallei an einem Tage hebräisch, am andern englisch. Am n'S , a"-1 ff. ganz wie in den portug. Gemeinden, nur keine Wiederholung der 8ch. esr. und die Selichoth nicht wiederholt, sondern so vertheilt, daß sie allesammt am Tage gesagt werden.— Deutschland. Frankfurt am Main, 22. März. Das hiesige „Journal" enthält folgenden Artikel: In diesen Blättern wurde früher das Mißfallen darüber ausgesprochen , daß bis jetzt noch kein Jsraelite bei der Taunusbahn angestellt ist. Man findet nöthig nachträglich zu bemerken, daß es nicht allein den Israeliten der damals angeführten drei Städte Frankfurt, Darmstadt und Mainz, sondern vielmehr den Israeliten aus den gesammten drei betheiligten Staaten unbenommen ist, sich zur Erlangung einer Anstellung bei der Direktion zu melden, und da es Grundsatz bei dieser Verwaltung ist, daß die Engagements größtentheils nur von Jahr zu Jahr laufen, so ist man um so mehr von der Humanität des Verwaltungsrathes überzeugt, daß auch sich meldende Subjekte israelitischer Religion, die über ihr moralisches Betragen und ihre Befähigung sich genügend ausweisen, bei der Anstellung vollkommen berücksichtiget werden. Es wäre daher rathsam, daß diejenigen, die eine solche Anstellung zu haben wünschen und sich hierzu qualisizirt glauben, ihre Gesuche bei der Verwaltungsbehörde ohne Verzug übergeben. — Hierzu ist folgender Umstand bemerkenswerth, daß bei einer am 25sten zu Wiesbaden gehaltenen Generalversammlung der Aktionäre für die Taunuseisenbahn zur Ergänzung des Revisionsausschusses durch Wahl zwei jüdische Aktionäre berufen wurden. Frankfurt am Main, 26. Marz. (Berl. Zeit.) Der zum Gouverneur der deutschen Niederlassungen in Texas designirte Graf Castell iff dermalen hier anwesend. Einer der höchst gestellten Beförderer des Kolonisations-Projekts soll wünschen, daß darin auch diejenigen Juden mitinbegriffen werden möchten, von deren Uebersiedelung in das Innere von Rußland schon zum Oefteren in öffentlichen