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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-03-25 · Heft 13 (25.3.1844) · p. Seite 182

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 13 (25.3.1844)
Date
1844-03-25
Page
Seite 182 (sequence 6)
Language
German
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182 den jetzigen Verhältnissen nicht unwichtiges Schreiben erhalten: „Die Stadt-Kanzlei der freien Stadt ff. an Sr. Wohlg. Herrn Di-, med. Bergson in Berlin. Wir sind vom hohen Senat beauftragt, das geschätzte Schreiben Ew. W. vom 12. v. M. zu verdanken und zu bemerken, daß die beigesügte verdienstliche Schrift, „die Beschneidung ff." an das hiesige Sanitätsamt zur geneigten Berücksichtigung abgegeben worden ist. Dieses Auftrags uns entledigend ff." s Erst heute kommt uns ein vom 24. Februar datirtes Schreiben eines unsrer Korresp. in Frankfurt am Main zu, worin das Äntwortsschreiben des Senats an den Herrn Rabb. Trier wörtlich mitgetheilt ist. Es lautet: „Auf Bericht des Herrn Kommiffarius der israelit. Gemeinde auf die Eingabe des Rabbiner Trier in Betreff der Beschneidung: 1) es ist dem Rabbiner aus seine Eingaben vom 4. August, 15. September, 31. Oktober 1843 zu eröffnen, daß es der Senat zwar bedaure, wenn einzelne Mitglieder der israelit. Gemeinde keinen Anstand nehmen, ihren Glaubensgenossen einen Anstoß zu geben, daß sich derselbe jedoch nicht veranlaßt sehen könne, die Wirkungen einer solchen Nichtachtung in der vom Rabb. Trier angegebenen Weise zu bestimmen. 2) ist der Rabbiner Trier auf das Membrum II. des Senatsbeschluffes vom 28. Oktober v. I. wiederholt aufmerksam zu machen Frankfurt am Main, 12. März. (Privatmitth.) Die Ursache der verzögerten Ankunft unsres Rabb. Stein ist nicht ein Disput mit dem Vorstande, wie ein Korresp. in d. Bl. angegeben, sondern folgender Umstand. Nach dem Statut mußte der neue Rabbiner vom alten geprüft sein. Da sich nun Letzterer von vorn herein gegen Stein ausgesprochen, so wollte der Vorstand die Prüfung nicht zugeben, sondern diese sollte schriftlich statt finden. Dies wollte der Rabbiner nicht, und so hat *) Dieses Membrum heißt: hak sich derselbe in Zukunft in Angelegenheiten, welche die Gemeinde betreffen, vordersamst an den Vorstand zu wenden. der hohe Senat von der Prüfung Dispensation gegeben. Für nächste Woche wird Stein's Ankunft für gewiß erwartet. A. Preußen. Berlin, 16. März. (Privatmitth.) Daß die Volksmeinung gewiß nicht in Preußen den Juden feindlich ist, wie es so oft heuchlerisch oder gehässig behauptet wird, dazu gab die jüngste Zeit neue Belege. Unser Benda ist zum Stadtrath erwählt worden, trotzdem er seine Bemühungen, die Oeffentlichkeit der Stadtoerordnetensitzungen zu bewirken, unausgesetzt fortsetzt. Dr. Geiger ist in den Vorstand des Vereins zur Unterstützung der Schlesischen Spinner neben den höchsten Landesbehörden erwählt. Von Königsberg wird die kräftige Mitwirkung der Juden bei allen öffentlichen Wohlthätigkeitsanstalten gerühmt. Lasset uns auf diesem Wege sortfahren, und wir werden unser Ziel durch eigene Kraft erringen. Oesterreich. Lemberg, 20. Februar. (Privatmitth. Schluß.) Um ferner allhier von den liturgischen Fortschritten des, in dem neu zu erbauenden Bethause abzuhaltenden, geregelten Gesanges genügende Ueberzeugung zu verbreiten, und hierdurch mehr Theilnehmer für dieses Institut zu gewinnen, wurde früher noch der Tarnopoler Gesangschor, welcher in dem dortigen Bethause in Folge der wirksamsten Beförderung des ehrenwerthen Herrn israelit. Normalschuldirektors und Apothekers Michael Perl in mehrjähriger Uebung, die nach Aussage aller Kunstkenner hochmusikalischen Komposition des Wiener Oberkantors, Herrn S. Sulzer,.mit wahrer Präzision vollsühret, hierher berufen, und erhöhete solcher, unter Leitung seines Kantors, am 12. Mai Abends, und am 13. Morgens, desgleichen am 20. Abends und am 21. Mai früh, durch seinen gediegenen Gesang die Andacht zur Erbauung der Anwesenden und zur Freude der Kunstkenner. Von dem Zeitpunkte der Bestellung des Gesanglehrers in der Person des Herrn Kapellmeisters Ernesti, der mit Fleiß und Liebe, durch einen mehrstündigen täglichen Unterricht, den aus 24 Individuen

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