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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-03-18 · Heft 12 (18.3.1844) · p. Seite 169

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 12 (18.3.1844)
Date
1844-03-18
Page
Seite 169 (sequence 9)
Language
German
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169 wie nicht minder an den Gesammtkörper der hiesigen löbl. Stadkommune, nicht unterdrücken, da wir es nur der zuvorkommenden Güte des crstern, und der vorurtheilssreien Bereitwilligkeit der letztern, zu danken haben, daß einerseits das projcktirte Werk des Tempelbaues in's Leben gerufen, andererseits das Gebäude mit unverändertem -Bauriffe, auf einem > viel schönem, frciern, an der Hauptstraße gelegenen, Quadratplatze, aufgeführt werden konnte. Mit Ende des verwichenen Spätherbstes wurde das gesammte, über drei Stock hohe Mauerwerk vollendet, und die nöthigen Dachkuppelgerüste für das nächste Frühjahr vorbereitet. Die Kosten des im Laufe des Sommers geführten Baues, sowol des Bethausgebäudes, als des, an die Stelle des früher befindlichen, abgetragenen und kontraktlich auf einem andern angewiesenen, städtischen Baugrunde, neu aufgeführten Feucrlösch-Requisiten-Depots, betragen mit Einrechnung des Kaufschillings für den Baugrund des Bethauses, die Summe von 17000 fl. K. M. Einen wesentlichen Theil dieser Baukosten bildeten die wohlthätigen, von den Bereinsmitgliedern °) eingezahlten Subskriptionsbeiträge, (unter denen man auch einen, von dem Herrn Baron Salomon von Rothschild in Wien eingesendeten Betrag nicht vermißt) in der Summe von 6388 fl. K. M. stadt, Angesichts der hohen Staats-Organe, des Rathsgremiums, des Bürger-Ausschusses, dann des mitgcladenen israel. Gemeindevorstandes mir tiefbewegtem Gemüthe, bezüglich der hiesigen Israeliten-Gemein de vorgebrachte Aeußerung, zufolge welcher er „mit Hilfe des israel. Gemeindevorstandes, dem Zntereffe und Wohlc derselben förderlich zu sein, erklärte. *) Das Komitv besteht in Folge des, der h. Genehmigung vorgelegten, Stiftungsbriefes, aus neun Direktions-Mitgliedern, und zwar: dem Herrn lUoü.vr. Jakob Rappaport, dem Herrn 0r. der Rechte und Landesadvokaten Leo Kolischer, dem Herrn Med. 0r. und Spitalsphyfikus I. Epstein, dem Herrn F. Dubs und dem Komitv-Aktuar Herrn Dr. der Rechte Leo Grün.- berg, dann den fünf Gemeindevorstehern: Herrn 0r. der Rechte und Landesadvokaten Blumenfeld, Herrn 0r. der Rechte und Landesadvokalen Menkes, Herrn Med. 0r. Adam Barach, den Herren M. Dubs und I. A. Rosenstein, einem Ausfchuffe von 12, und 180 Vereinsmitgliedern. Den Rest machen die, durch die Bestrebungen des Gemeindevorstandes zu obigem Humanitätszwecke theils geschenksweise belassenen, theils auf der zu erbauenden Bethaus-Realität fruchtbringend anzulegenden Stammkapitalien. Der Großmuth und Hochherzigkeit des hochgebornen Herrn Adam Sariusz Grafen von Za- I moyski, Grundherrn oon Szcziirowicc ciun alt. verj dankt dieses Institut die unentgeldliche Ausfolgung von 10156 Quad. Kl. verschiedener Bauholz-Materialien aus seinen Herrschafts-Waldungen, wofür diesem edelmüthigen Magnaten ein Ehrcnsitz im Bethause eingeräumt wurde. Bei der immermehr fortschreitenden Zivilisation unserer hiesigen Glaubcnsbrüder und der unwiderlegbar bewiesenen Hervortrctung ihres zunehmenden Kulturzustandes, dürfte die Erinnerung nicht überflüssig fern, auch in diesem Jahre dem wahrhaft großartigen Unternehmen, das in unverwüstlicher Gestalt als ewiges Denkmal menschlicher Pietät in unserm Vaterlande da stehen, und seinen weitstrahlendcn Lichtwurf in unserer Provinz verbreiten wird, die hilfreiche Bruderhand nicht zu entziehen. Gleichzeitig mit dem in's Werk zu setzenden Ausbau des Bethauses begann auch jenes der Bestellung des Predigers und feiner künftigen Dotation als wesentlich ergänzender Theil des neu zu belebenden konfessionellen Kultus. Nach cingezogenen Erkundigungen und Gutachten einiger ausgezeichneten Religionslehrer unserer Monarchie (namentlich des Herrn I. N. Mannheimer, Predigers zu Wien, und des Herrn S. L. Rapoport, Rabbiners zu Prag) über die Befähigung des Bewerbers, siel die Wahl auf Herrn Abraham Kohn, Oberrabbiner von Tyrol und Vorarlberg, zu Hohenems, dessen schriftstellerische Thätigkeit mehrere von ihm erschienene Monographien und in Druck gelegte Predigten bekundeten. Nach dessen im Monate August im Folge einer schriftlichen Aufforderung allhier erfolgten Ankunft, hielt er vor einer ungewöhnlich versammelten Menge, in den nicht akustisch gebauten hiesigen Bethäusern bei vorherrschender Ruhe und sichtlicher Rührung der Gemüther am 12. August einen historischen, am 19. einen dogmatischen und am 26. August (in dem 12«

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