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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-03-11 · Heft 11 (11.3.1844) · p. Seite 152

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 11 (11.3.1844)
Date
1844-03-11
Page
Seite 152 (sequence 4)
Language
German
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152 Sir — Ihr Geehrtes vom 26sten d. mit dem Einschluß wurde unsrer Gemeinde vorgelcgt, die für dieses Zeichen der Achtung sehr verpflichtet ist. Aber wenn wir das Motiv Ihres Anerbietens mit der Haltung Ihres Briefes betrachten, so vermögen wir es nicht anzunehmen, da man uns in Zukunft vorwerfen könnte, daß wir erkauft seien. Bei Rücksendung desselben bezeugen wir tiefes Gefühl für Ihre guten Intentionen, und zeichnen ff. Jakob Cohen, Präsident der Gemeinde K. K. B. E." Zu dieser Zeit war die Föderalregierung gegründet und der „Water des Vaterlandes" zum Präsidentenstuhl einstimmig berufen worden. Glückwünschungsschreiben liefen von allen Theilen der Union bei dem General Washington ein. Unsere patriotischen Brüder, von denen Viele unter dem General gedient hatten, sandten eine Adresse ein, die der Präs. Jakob Cohen abgefaßt. Sie zeigt die schönste politische Gesinnung, legt freimüthig die tiefen Gefühle dar, welche auch die Bürger jüdischer Konfession bei der nordamerikanischen Umwälzung beseelten. Sie ist ein Dokument, daß unsre Vater von 1790 nicht minder ihre bürgerliche Stellung verstanden und empfunden, als ihre Enkel von 1840, die so oft sich weit über jene erhaben dünken. Zugleich spricht sie sich schön über die Persönlichkeit Washingtons aus, und reiht ihn einem MoseS, Josua, Gideon, Samuel, David, Makkabi, den Befreiern des jüdischen Volkes, an. Diese am 15. Juli 1790 geschriebene Adresse würdigte Washington einer Antwort, die aber im Brande von 1838 verloren gegangen. Im Jahre 1791 war die Gemeinde auf 53 Familien (400 Seelen) gestiegen und wollte eine Korporationsakte erwerben. Im Februar erhielt sie dieselbe. Im August desselben Jahres erhielt die Gemeinde eine Danksagung von den Stadtbehörden, weil sie zur Errichtung eines Waisenhauses 58L. St. beigetragen. Im Jan. 1792 wurde eine Subskription eröffnet, um eine prachtvolle, neue, der Gemeinde angemessnere Synagoge zu bauen, und kamen 20,000 L. St. zusammen. Den 14. Sept. wurde auf feierliche Weise der Grund gelegt, den 19. Sept. 1794 wurde sie eingeweiht, unter Beisein des Gouverneurs und aller Behörden. Im Februar 1805 war der Chasan Abr. Azubee verstorben. Die Gemeinde schrieb an die Gemeinde -iss in London, ihr einen Chasan zu senden. Als ein Zeichen, wie die Gemeinde ihre Stellung begriff, sei hier eine Stelle des Schreibens gegeben : „In einem freien und unabhängigen Lande wie Amerika, wo bürgerliche und religiöse Freiheit Hand in Hand gehen, wo keine Unterscheidungen zwischen den Geistlichen der verschiedenen Religionen existiren, wo wir inkorporirt und vom Gesetze anerkannt sind, wo wir alle Segnungen der Freiheit gemeinsam mit unfern Mitbürgern genießen, und uns glücklich fühlen als Männer, die nach der Würde der menschlichen Natur an allen Rechten und Segnungen dieses glücklichen Landes Theil haben, haben wir Nichts mehr hinzuzufügen, als für unfern Gottesdienst einen Chasan von Verdienst und klassischer Bildung, der unsrer Gemeinde Ehre macht, zu gewinnen." Jndeß sandte man ihnen einen Mann, der nicht brauchbar gefunden, und, für seine Mühe belohnt, zurückgesandt wurde. 1811 wurde Herr Emanucl Nunez Carvalho Chasan. (Wird fortgesetzt). Savannah. Am II. Juli 1733 kamen von London 41 Israeliten hier an, 26 männlichen, 15 weiblichen Geschlechts, unter denen auch ein Br. Nunis, und besonders die Familien Nunis, Henriques, Bornal, Olivera, Depaß, Moranda, Cohen, Shestall. Sie waren die ersten Juden in dieser Gegend, und brachten eine Sefer Tora und einen Beschneidekasten mit, die ihnen ein Kaufmann zu London, Lindo, zum Gebrauch für die Gemeinde, die sie zu errichten beabsichtigten, geschenkt hatte. Es war das zweite Schiff, welches nach Savannah abging, nachdem das erste am I. Februar 1733 mit 130 Personen (keine Israeliten) angekommen. Erst den 13. Oktober 1735 kam ein drittes Schiff mit 220 Personen (keine Israeliten) an. So gehören also die Israeliten zu den ersten Ansiedlern dieser Landschaft. Von den ersten jüdischen Ansiedlern leben hier nur noch die Abkömmlinge von Dreien, die Familien der Sheftalls, Minises und Delyons. — Ende Juli's 1733 öffneten sie schon ihre Synagoge, die sie K. K. Mickva Israel nannten. Den 12. Juli 1737erhielt die Gemeinde als ein Geschenk des Herrn Benjamin Mendez in London eine Sefer Tora, eine Chanukkalampe und eine Anzahl Bücher. In den

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