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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-03-04 · Heft 10 (4.3.1844) · p. Seite 138

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 10 (4.3.1844)
Date
1844-03-04
Page
Seite 138 (sequence 6)
Language
German
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138 aus Erfahrung. Wie so Manche habe ich sehen hingehen, die recht gut geheilt werden konnten! 8a- : |iienti sat! — j Und mit der Bitte, daß meine Worte von Ihnen | so genommen werden mögen, so ich sie in Wahrheit j und mit Aufrichtigkeit gegeben und demzufolge mein Interesse für's allgemeine Wohl nur daraus ersehen werden, wünsche ich Ihnen ferner guten Erfolg zur Rcalisirung Ihres hohen Vorhabens und in dieser angenehmen Hoffnung habe ich die Ehre mit aller Hochachtung zu sein Ihr aufrichtig ergebener s>r. Fränkel. Indem wir diesen Brief dem Publikum zur Beherzigung übergeben, unterlassen wir nicht, ihm anzuzeigcn, daß 1) innerhalb eines Monats die Bekanntmachung erscheinen wird, durch welche die Einsammlung der bis jetzt geschenkten Gelder in einem festen, sichern Depot vollzogen wird; 2) die Bildung eines Komite's durch die erste diesjährige Rabbinerversammlung bewirkt werden wird; 3) werden wir dem Publikum bald über weitere diplomatische Schritte Kunde zu geben Gelegenheit haben. Sind nun unsere Schritte in dieser wichtigen Angelegenheit bis jetzt von den schönsten Erfolgen gekrönt worden, so können wir das Publikum um desto mehr beruhigen, wenn auch dieses Unternehmen seine Widersacher hat, und zwar — an Juden, an solchen, die dabei die Frömmigkeit als Maske tragen. Wir persönlich schweigen noch dazu, machen aber den Herrn Lehren in Amsterdam hiermit aufmerksam, daß, sofern er sich noch ferner Machinationen zu Schulden kommen ließe, auch wir direkt gegen seine schamlose Heuchelei auftreten und ein Schwert gegen ihn führen werden, das ihn zum Tode, zum moralischen Tode vor Israel und vor Europa bringen soll! — Einstweilen können wir nicht unterlassen, folgende Korrespondenz von Herrn Löwenstein zu geben. . Frankfurt am Main, 18. Februar. Geehrter Herr Redakteur! Sie haben einen bösen, hartnäckigen, unversöhnlichen und unermüdlichen Widersacher, der Ihnen mit jedem Mittel entgcgenwirkt, und dieser Widersacher ist ein stein- und einflußreicher Mann und, was noch mehr und wunderbarer ist, ein frommer Mann pur excelloiice. Sie crrathen leicht, daß ich von Niemandem anders als vom Hrn. Hirsche! Moses Lehren, Nasi vom gelobten Lande und Präsidenten der „Pckidim und Amarkalin, residirend in Amsterdam," rede, von diesem „hochgewaltigen und durchlauchtigen" (wie er sich in einer, 1843 von ihm selbst herausgegebenen Brockure tituliren läßt), der gegen den gelehrten Herrn Aaron Moses Fuld dahier die unwiderrufliche Sentenz ausgesprochen hat: ,,So lang Ich leb', kommt kein Spital und kommt kein Spruchmeister < Sprachlehrer) nach Jeruschalajim." Ergebt euch geduldig in euer trauriges Schicksal, ihr unglücklichen Einwohner der Stadt Davids; eure Kranken, eure Wöchnerinnen und eure gebeugten, hülflosen Greise werden wie bisher ohne Arznei, ohne Beistand, ohne Obdach und Nahrungsmittel rettungslos verschmachten; wie in jenen schrecklichsten Tagen unsres Nationalunglücks werden sie wieder ihr namenloses Elend erdulden und sich nur zu retten vermögen, wenn sie sich entschließen können, sich in die geöffneten Pforten eines fremden Gottestempels zu flüchten, indem sie, zum tiefsten Abgrunde menschlicher Erniedrigung hinabsinkend, ihren Gott verkaufen um ein Stück Br ödes. Jubelt, ihr Missionäre der „London Society,“ frohlockt über die Opfer, die euch fallen und die euch fallen werden, die euch die endlose Noth auch noch ferner gebunden in die gierigen Hände liefern wird! — "hsir v.-£-3 irrmnKi nro-in::,, Das Hospital der Missionsgesellschaft, cigends zu dem Zwecke errichtet, um israelitische Kranke auszunehmen, damit man die Schwachen während ihres Krankenlagers, wo sie ganz und unausgesetzt den „Bearbeitungen" der englischen Bekehrer preisgegeben sind, zur Taufe bewegen und vorbereiten könne! — Sind auch solche Mittel ihres frommen Zwekkes nicht eben ganz würdig, so erscheinen sie doch noch als edel im Vergleich mit jenen Mitteln, welche von den Chasidim in Amsterdam und Jerusalem in Bewegung gesetzt werden, und deren Verwerflichkeit nur von derjenigen ihrer noch schlechtem Zwecke übertroffen werden kann. Da ist nichts so heilig, was man nicht verletzen zu dürfen glaubt, um das Interesse der Chasidim zu fördern, da ist nichts so

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