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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-02-19 · Heft 8 (19.2.1844) · p. Seite 107

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 8 (19.2.1844)
Date
1844-02-19
Page
Seite 107 (sequence 7)
Language
German
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107 T Bo« der politischen Grenze, 5. Februar. Auf der preußisch-russischen Grenz« bemerkt man noch Nicht», waS auf eine Entfernung der Juden hin. deute; r» ist noch kein Befehl ergangen. Hing«. gen ist am 4. Januar ein scharfer Uka» ergangen, daß in Kiew, der heil. Stadt der Russen, kein Jude länger als drei Tage, und ohne höheren Erlaubnißschrin sich aufhalte. , Frankreich. StraHburg, im Januar. (Privatmitth.) Der Courr. du Bas-ltliiu schreibt von hier: Damen vom israelitischen Glauben haben in der letzten Zeit mit einem lodenswürdigen Eifer die Gründung einer unentgeldüchen Schule für junge israelitische Mädchen betrieben. Wir erfahren, daß die Familie von Rothschild zum Zeichen ihrer Theilnahme an diesem großen wohlthätigen Werke eine Summe von 3000 Fr. der Frau Präsidentin der unentgeldlichen Schule für junge Mädchen übersandt hat, welche im nächsten Monat eröffnet werden wird. Das ist eine großmüthige Handlung, zu gut angewendct, als daß wir sie der Oeffenttichkeit nickt bezeichnen sollten. L. B. TtraHbvrg, im Februar. sPrivatmitth.) Der Conrr. du Bas-Kinn berichtet* von hier: Wir ha dm schon öfters die so lobenSwerthen Bemühungen heroergehoben, welche die Aufgeklärtesten unter den Israeliten im Elsaß für den Unterricht und für die moralische Besserung ihrer Glaubensgenossen machen. Wir haben jungst wieder alS einen edlen und fortschreitenden Gedanken die Bildung einer unentgeldlichen Schule für israelitische Mädchen in Straß. die Aufmunterungsbürg erwähnt. Der Bericht, welchen so gesellschaft zur Arbeit zu Gunmen der dürftigen Israeliten im Niederrhein veröffentlicht hat, giebt uns heute Gelegenheit, abermals die auf dieser Bahn des Fortschrittes gemachten Bemühungen und die bereits „chen und die Elements des Rechnenhaben messen, „so verpflanzt sich der Anfangsunterricht in unferw „Landgemeinden zu Gunsten diese- Wetteiferimmer „weiter fort. Auf diese Weise verketten und unter- „stützen sich die guten Einrichtungen Hegenseitig." erhaltenen Ergebnisse darzuthun. Unter unseren „Glaubensgenossen, sagt der Bericht der Verwal. „tungskommission, offenbart sich die Lieb« zu Handwerken bis in'die ärmsten Familien; die Bewerber Die Anstalt enthält in diesem Augenblicke 35 Zög linge, welche als Lehrlinge bei Handwerkern und Ge» werbsmännern der Stadt Straßburg untergebracht sind, und welche nach und nach die Anstalt verlassen werden, wenn ihre Lehrzeit beendigt sein wird. Die Ausgabe für den Unterhalt dieser Zöglinge hat sich während des Jahres 1343 auf 10,334 Franken erstreckt. Die Hilfsmittel werden durch Schenkungen und freiwillige Subskriptionen geliefert, Dank der; vom israelitischen Konsistorium ergriffenen Maßregeln und der Unterstützung, welche der Hr. Großrabbiner der Anstalt gewahrt, eine große Anzahl israelitischer Gemeinden des Niederrhcins haben im Jahre 1343 subskribier und tragen auf diese Weise zur Unterhaltung dieser nützlichen Einrichtung bei. Durch eme königliche Ordonnanz vom 1*\ April 1842 autonjtrt, kann die Aufmunterungsgesellschast zur Arbeit zukünftig Schenkungen und Vermächtnisse annehmen, und bereits besitzt sie einen unveräußer, lichen Fonds von 5550 Fr., welcher von freigebigen Gaben herrührt, und dessen allmahliger Zuwachs ihre Eristenz befestigen, und ihr gestatten wird, ihren Wohlthaten neue Entwickelungen zu verleihen. Seit dem I. Januar 1^33 bis zum 1. Januar 1344 sind aus der Anstalt 03 Arbeiter chervorgegon» gen, worunter 3 Lithographen, 1 Sreindrucker, 3 Steinschreiber, 1 Schuhmacher, 3 Maler, 1 Lackirer, 4 Schriftsetzer, 1 Kammmacher, 3 Sattler, 4 Buchbinder, 5 Schneider/5 Schreiner, 2 Gießer, 5 Weißblechner, 2 Juweliere, I Sesselmacher, 4 Dreher, 2 Bürstenmacher, 7 Schlosser, I Zeichner, I Gerber, 1 Friseur, 2 Tapezkrer, I Nadler, 1 Handschuhmacher, 1 Seifensieder, 2 Graveurs, I Kupferschmied. l > Wir daben diese Zahlen erwähnt, um auf eine unverwerfliche Art zu zeigen, wie sehr sich der Geschmack für Industriearbeiter! unter den jungen Israeliten fortpflanzt und in die Laufbahn der Künste und der Mechanik diese Jünglinge ernführt, welche drängen sich immer in großer Anzahl an unserer j bis jetzt fast sammtlich mit dem Hausier; oder Scha- „Thüre. Da sie, um in unsere Anstalt zugekaffen tt zu, werden, die ersten Kenntnisse der beiden Spracherhandel stch abgaben. L, B. J*

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