Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 8 (1844)
- Issue
- Heft 4 (22.1.1844)
- Date
- 1844-01-22
- Page
- Seite 44 (sequence 4)
- Language
- German
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44 —. Indem wir unseren überseeischen Kollegen den größtmöglichsten Erfolg wünschen, bemerken wir daß Herr Nathan uns auch in Besitz einer von ihm am 28. Elul (23. September) gehaltenen, auf vielseitiges Verlangen gedruckten, ausgezeichneten Predigt setzte, über Amos 4, 12: rmpb pon bsniB'' *piibM „prepare to meet thy God, o Israel.“ Dieselbe zeichnet als den lebendigsten Hintergrund die furchtbaren Schrecken des Erdbebens, das im vorigen Jahre die westindischen Inseln heimsuchte. Auf diese hin sucht er mit kräftigem Wort die Gemächer der Zuhörer zu wecken und zur Religion hinzuführen. Interessant ist die Schilderung der verschiedenen religiösen Ansichten, die sich auch auf Jamaika unter den Juden geltend machten — sie gleichen den vorherrschenden bei uns auf's Haar. Die Sprache in dieser (28 S. langen) Predigt ist wahrhaft beredt, und ein Zeugniß, wie vorgeschritten unsre dortigen Glaubensgenossen in der Eloquenz sind. D. Redakt. Deutschland. Bramrfchweig, 8. Januar. (Privatmitth.) Es sei mir vergönnt, noch einige Schlußworte in Betreff des angeregten fwnn “irprt zu sagen. Nach Veröffentlichung meines desfallsigen Aufsatzes in No. 43 des vorigen Jahrganges dieser Zeitung sind in dieser Sache mir zugekommen ein Schreiben contra von einem Rabbinen im Erfurtischen und ein Schreiben pro von einem ungarischen Rabbinen, ferner von dem geehrten Redakteur d. Z. zum Abdruck in diesen Blättern vier Entgegnungen, nämlich von den Herren Deutsch, R. in Beuthen, Kalischer, einem Lalmudisten in Lhorn, Hermann Bath in Papa und von meinem Namensvetter in Pudewitz. Der Herr Redakteur schrieb mir, daß er keine fernere talmudische Diskussionen in dieser Angelegenheit in seine Zeitung aufnehmen könne, und schickte deshalb mir die bei ihm eingegangenen Entgegnungen zu. Da ich nun die talmudische Diskussion in dieser Zeitung nicht fortsetzen kann, eben so wenig aber in einem anderen Blatte, da dessen Leser die bisher vorgebrachten Argumente pro und contra nicht kennen, überdies auch, wie ich sogleich Nachweisen will, die rein-ralmudische Diskussion nicht das Feld ist, auf welchem diese Differenz ausgeglichen werden kann oder werden sollte, und doch ein völliges Schweigen von meiner Seite mir ungeziemend erscheint: so mögen folgende wenige Zeilen bloß hier noch ein Plätzchen finden. Fast alle eingegangene Entgegnungen zeugen von tüchtiger talmudischer Gelehrsamkeit und gewandter Dialektik; ich müßte mich gefangen geben, wenn nicht die gebräuchliche talmudische Dialektik dem Proteus vergleichbar wäre, wie bekannt ist. Es würde anmaßend klingen, wenn ich sagen wollte, ich vermöchte die gegen mich vorgebrachten Argumente durch eine leichte Biegung für mich zu gebrauchen; aber nicht anmaßend ist und wahr obenein das Geständniß, daß ich allen den opponirenden Herren zutraue, aus dem uferlosen talmudischen Meere Argumente gegen die ihrigen hervorholen zu können. Zudem habe ich beide Male, in No. 34 und No. 43, erklärt, daß ich diese Frage nicht in abstracto beantwortet sehen möchte, ob psrnn rvraya rsbcn ■'ran hm: ist, sondern auf Grundlage der vorhandenen Gefahr, so ganz isolirte und jedes öffentlichen Gottesdienstes entbehrende Juden könnten in unseren unreligiösen Zeiten dem Judenthum zu sehr entfremdet werden. Hiernach hatte meines Bedünkens entweder als posilo angenommen werden müssen, daß diese Gefahr da sei, oder zuvörderst untersucht werden müssen, ob sie da sei; dann aber durften nicht rabbinische Autoritäten ohne Auswahl vorgeführt werden, um die meinigen aus dem Felde zu schlagen, sondern, eben weil Gefahr drohete, dursten diese Autoritäten desto sorgfältiger gewogen und gesichtet werden, was ohne Ausnahme nicht geschehen ist. Ja, wie ich in No. 43 sagte, unsere Alten lehren, daß man, wenn aus anderweitigen Gründen ein iri'n sehr wünschenswcrth erscheine, auch eine ganz verlorene Autorität, selbst eine nicht anerkannte, zu Hilfe nehmen dürfe. Nichts da., sagten die Herren Entgegner, eine Autorität von ffopn ist dagegen, oder der und der Ausspruch, wenn man von ihm aus schließt und schließt und schließt, ist dagegen. Und welche Nicht-Autoritäten mußten nebenbei die Stelle von Autoritäten ausfüllen k Bei Gelegenheit von ■prmaa pwa ps sagt einer der Herren: ninnvrna poy 12b ptn Vt H’nsn TTuna trn '^bni errn 'nb rrnnöiii ra ir'2-Q py 'n -w by 2a irrt 'aan i:"!-: