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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-01-15 · Heft 3 (15.1.1844) · p. Seite 37

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 3 (15.1.1844)
Date
1844-01-15
Page
Seite 37 (sequence 13)
Language
German
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37 Gelehrten, oder wahrhaft gebildeten Zuden Rücksprache zu halten, jüdische Ansichten und Grundsätze zu beuctheilen*). Das Merkchen des Herrn vr. G.... verrath es sattsam, daß ihm die neuere jüdische Literatur ganz fremd ist — und er die Charakteristik der Juden im Kreise des niedrigsten jüdischen Pöbels studirt . . . Wenn ein Wurf weithin treffend — und kräftig sein soll, muß weit ausgeholt werden. — Das ist der Grundsatz aller judenfeindlichen Schriftsteller. Sie beginnen mit Adam und Eva — erzählen von Abraham und David — als wenn Werth oder Unwerth der heutigen Juden von dem Gehalte der alten Begebenheiten abhinge — und ob das Alte Testament nicht auch dem Christenthume zur Unterlage diente. Aber ähnliche Schriftsteller schreiben für ‘ das Volk, welches sie aufzureizen beabsichtigen — und das Volk muß iman belehren — selbst über die älteste Abstammung der Juden. Doch will ich hierin dem Verfasser folgen, und zur Beleuchtung seiner Beantwortung des ersten Fragepunktes: daß die Juden Abrahamiten sind — stündlich einen König erwarten, den sie Messias nennen, daß sie bei ihren Gebeten sich nach Kanaan wenden und dorthin sich sehnen — auch Einiges aus der ältesten Geschichte der Juden vorausschicken. — Als unsern eigentlichen Stammvater nennen wir Abraham. Wir sind stolz daraus Abrahamiten zu heißen — wenn es Dr. G.... nicht zu sehr krankt: abrahamitische Magyaren. Es würde die hochherzigen Ungarn nicht entwürdigen, eine Nation als .Landeskinder zu betrachten, deren Stammvater auf Erden den einzigen Gott zuerst erkannte und angebetet — der zehn Mal sein Herz durchdolcht sah von den Aufopferungen der heißesten Gefühle — und nur in seinem Gotte seine Zuversicht — und in seinem Glauben seinen Trost suchte und fand — der selbst für die Erhaltung der Lottes- und menschenfeindlichen Städte: Sodom und Gemora seinen Gott anrief — der alle Tugenden eines Vaters, eines *) Ueberhaupt muß an den Ideen, die sich in.den letzten Dezennien im Judenthume geltend gemacht, sehr viel Gutes sein. — Unsere Feinde die dem schwächsten jüdischen Schatten nachschleichen um darauf hinzuweisen, ignoriren gänzlich den geistigen Aufschwung, den Synagoge und jüdische Lehre nehmen — und die herrliche Sichtung, welcher selbe entgegen reifen. — K o r r e s p. Bürgers, eines Helden und Gläubigen so groß und herrlich beurkundete. — Einer solchen Abstammug braucht sich am wenigsten eine Nation zu schämen, welche bisher noch so vielseitig zur Uebung ähnlicher Selbstüberwindung und Aufopferungen versucht wird, und trotzdem sie mir einem Schritte aus ihrer Jammerlage heraustreten könnte — in der Verehrung des alleinigen Gottes und dieses Gottes würdigen Glaubens, Trost und Hoffnung sucht und findet.- Ja, Herr Dr. G., wir sind Abrahamiten — unser Stammbaum beginnt mit einem Namen, dessen Tugenden noch von keinem, seinem Stamme Entsprossenen übertroffen wurden. Ferner hatten wir wirklich einen Mann Namens Moses, der würdig war mit Gott dem Allmächtigen von Angesicht zu Angesichte zu sprechen r— der jene zehn Gebote -aus dem Himmel brachte, vor welchen, als die Essenz aller Weisheit, aller Politik, und aller Religionsdogmen, alle zivilisirte Völker der Erde ihr Knie beugen. — Der um 4000 Jahre früher als das heutige, aufgeklärte Jahrhundert, Gesetze gab wider Thierquälerei und Fremdenbedrückungen — der dem Sktaventhume Regeln vorschrieb, von denen noch heute viele der allerchristlichsten Staaten nichts wissen wollen — der die herrlichsten Kriegsregeln gab und Gesundheitslehren und Lebensweisheit und Sittengesetze — Alles von Gott — Moses war «der der große Mittler.- Mit weniger; Worten: ein Mann, auf dessen Schultern stehend, es leicht ist als Riese zu gelten. — Sott ich auch noch herzählen die geheiligten Tugenden Josuas — die göttliche Warme des Psalmisten — die noch immer angestaunte Weisheit Salomos — die hohe, unerreichte Begeisterung Jesaks — soll ich noch sprechen von den vielen göttlichen Helden und begeisterten Sehern und frommen Patriarchen, deren Geschichten 22 Bücher und die Apokryphen füllt —? Doch wozu — verehrt ja auch die Christenheit jeden unserer göttlichen Ahnen! — Nur so viel zu Euch, Ihr edlen Magyaren! Eure Voreltern haben durch Verdienste um unsern Staat und Fürsten — durch erprobten Heldenmuth und Edelsinn, ihren Kindern die Vorrechte vererbt, den Namen der Edlen zu tragen — dem Lande Gesetze zu geben, es zu besitzen und, unter einem milden Szepter stehend, es zu beherrschen; — unsern ungarischen Voreltern war es nicht gegönnt, für unser Land vhr Blut verspritzen zu können — oder ihre Kräfte irgend einem großen Zwecke zu opfern —; aber um unserer Voreltern Willen, durch welche das Licht der Gottheit dem Menschen angezündet wurde — die groß

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