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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-01-15 · Heft 3 (15.1.1844) · p. Seite 27

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 3 (15.1.1844)
Date
1844-01-15
Page
Seite 27 (sequence 3)
Language
German
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27 Geistlichen Israelis kennen? Wo berathen die Lehrer in Jeschurun das Heil ihrer heiligen Sachet Können wir rrnS nicht brüderlich die Hand drücken? Haben wir keine Herzen für einander? Vermögen wir nicht in Frieden, aber mit Kraft uns zu berathen über das, was Roth chut? Ist unsre Sache nicht so wichtig, wie die der Vorhin genannten Männer? werden nicht Tausende mit Liebe und Hoffnung auf uns schauen? — — Lasset uns, meine theuren Amtsbrüdcr, nur diesmal wollen, mit Ernst wollen, nicht zurückschrecken, nicht kalt und spöttisch Zurückbleiben, nicht in dem heiligen Schatten isolirter Majestät thronen: sondern rüstig und brüderlich die Hände ergreifen! Also — der Zweck dieser Aufforderung ist: der Aufruf an alle Rabbinen und jüdische Geistlichen Deutschlands zu jährlichen Versammlungen. Das erste, das nothwendigste ist, daß keine Meinungsverschiedenheit, keine Rüanzirung allein repräsentirt oder ausgeschlossen werden darf. Alle sind geladen, Alle sind verpflichtet, Alle ausgenommen. Nur aus dem Zusammentritt Aller kann der Zweck, erreicht, das Heil erzielt werden. Der Zweck der Versammlungen ist: 1) das Kennenlernen und die Annäherung der jüdischen Geistlichen u n t e r e i n a n d e r; 2) die gemeinsame Anregung in der Führung des Amtes; 3) das gemeinschaftliche Unternehmen allgemeiner Werke und Institute; 4) die gemeinsamen Berathungen über alle israelitischen Angelegenheiten. Dieser Zweck ist so erhaben, so groß, so unwiderleglich herrlich, daß gewiß jedes Israeliten Herz bei Ueberlesung derselben lebhafter schlagt. Wir geben schon jetzt zu erkennen, daß wir diesen Versammlungen alle die von uns gepflegten Unternehmungen mit den Resultaten, die wir bis jetzt mühsam erlangt haben, unterbreiten und übergeben würden jüdische Fakultäten und Seminarien, das Hospital in Jerusalem, der Literaturverein, eine Rabbinerwittwen- und -waisenkaffe ff. ff. Es öffnet sich hier ein großes Feld gemeinsamer Wirksamkeit, gottgefälliger Arbeit, und die Früchte, die an diesem Stamme reifen könnten, würde» groß sein. Wir sind voller Hoffnung; das Bedürfniß ist zu groß, zu sehr in die Augen springend. Auch wollen wir nicht verhehlen, daß, während wir dies niederzuschreiben im Begriffe waren — man sehe No. 52 vor. I. d. Bl. — uns von zweien Seiten, von Petersburg und Gießen (DD. Liliertthal und Levi) Eröffnungen zukommen, diese Angelegenheit in Angriff zu nehmen. Meine Amtsbrüder! welche Stellung Ihr auch einnehmet, welcher Meinung Ihr auch zugethan seid, meinet Ihr es aufrichtig mit ihr, so reichet Eure Hand hierzu. In jedem Jahre versa m m c l u s i ch möglich st viele Rabbi neu und jüdische Geistliche Deutsch!ands an einem zu bestimmenden Orte zu den oben angegebenen Zwecken, und vereinigen sich in Generalversammlungen. Das Erste, was hierfür zu thun ist: Wir ersuchen alle Rabbinen und jüdische Geistlichen Deutschlands uns brieflich ihre Ansicht zu erkennen zu geben: ob sie in der M itte dieses Sommers an einer so lch en V er sammln ng in einer Stadt im Herzen Deutschlands Theil nehmen wollen? Sobald wir durch eine größere Zahl von Beistimmenden gewiß sind, daß unsere Bemühungen nicht umsonst sind, werden wir die ersten nothwenvigen Anordnungen veröffentlichen, um der ersten Versammlung selbst die Abfassung eines eigenen Statuts zu ü berla sse n. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Frankfurt am Main, 27. Dez. (D. A. Z.) Der Chacham Bernays hat kein Gutachten eingesendet, sondern schreibt unter dem I. Juli an das hiesige Rabbinat wörtlich: „Auf Ihre in Einlage mir zugekommene gedruckte zirkularische Aufforderung in Betreff der dort hervorgetretenen Neusekte und ihrer Anhänger, nehme ich mir die Ehre zu bemerken, daß, indem dieselbe den die historische religiöse Basis des Judenthums bildenden Bund am Fleische resp. die Vergangenheit aufgiebt, den Messias resp. die Zukunst in das deutsche Vaterland aufgehen läßt, die Tradition als das, das Gesetz in der Gegenwart göttlich fortleitende Prinzip, der vernünftigen Sub-

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