Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 8 (1844)
- Issue
- Heft 2 (8.1.1844)
- Date
- 1844-01-08
- Page
- Seite 23 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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23 wohnten, war ihr Einfluß auf den materiellen Theil der Weltgeschichte von sehr geringer Bedeutung. Kein Dschingis-Khan, kein Casar, kein Hannibal und Karl d. Gr. war unter den Juden ausgetreten und konnte auch ihrem ursprünglichen Typus nach je unter ihnen austreten. Das geistige Feld war ihre Arena und im Reiche des Glaubens erwarben sie sich ihre Lorbeeren. Selbst die Makkabaerhelden vertheidigten nur die Religion ihrer Vater, und als das Heiligthum von den Feinden befreit war, steckten sie das Schwerdt in die Scheide.— Aber nicht allein die ganze Tendenz des Werkes rechtfertigt die Besprechung desselben in der Allg. Zeit, des Judenthums, sondern auch die besondere Art, wie der würdige Herr Verf. namentlich die jüdischen Verhältnisse auffaßt, verpflichtet uns sogar dazu. Schon das innige Dankgefühl, das wir gegen den Verf. fühlen müssen, macht es uns zur Pflicht; nicht minder aber auch die Rücksicht auf unsere Glaubensgenossen, gegen welche wir eine heilige Pflicht zu erfüllen glauben, wenn wir sie aus ein Werk aufmerksam machen, das sie vielfach zu erheben und für so manche Unbill selbst zu trösten im Stande sein möchte. Wir haben es zwar Gottlob! oft erfahren, immer aber anerkannt, daß der wahrhaft gebildete Deutsche unser Recht uns nicht verkümmern will; nichts desto weniger kann ein neuer Beweis uns nur mit Freude erfüllen. (Fortsetzung folgt.) Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen Lj Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Anzeige. Es wird in einer größeren deutschen Stadt ein fähiges Subjekt jüdischen Glaubens gesucht um aiS Hauslehrer dir Erziehung zweier Knaben von 11 und 7 Jahren und die Vorbildung derselben für's polytechnische Wissen zu übernehmen. Näheres durch die Redaktion dieses Blattes unter „A M Hauslehrer." Bei C. 8. Fritzsche in Leipzig und in allen Buchhandlungen ist zu haben: Ta bell arisch-Hebräisch-Deutsches Wörterbuch oder hebräischer Wnrzelzeig er von M. I. Benlevi, ersten Lehrer an der r'sraelit. Volksschule in Hildesheim. Preis: broch. 20 Ngr. Die gute Aufnahme welche dieses Werk bei seinen Erscheinen fand, läßt hoffen, daß die wenigen noch vorräthigen Exemplare zu diesem verminderten Preis, bald vergriffen sein werden. An Fortsetzungen sind ferner erschienen: Talmud in groß Oktav 24. Bd. Prag bei Landau. Menoratli Iiaomer übersetzt von Fürstenthal. 2s Heft. Krotoschin bei Monasch. Anzeige. Ein Sopran-Sänger, welcher 11 —12 Jahr alt ist, eine gute, reinklingende Stimme besitzt, und nicht ohne Kenntniß der Musik ist, kann hier sogleich ein Engagement finden. Darauf reflektirende Eltern oder Vormünder, deren Kinder sich dazu qualisiziren, wollen sich in frankirten Briefen an den Unterzeichneten wenden, worauf die nähern Bedingungen mitgetheitt werden sollen. Königsberg in Pr. im Januar 1844. H. Weintraub, Kantor der hies. israel. Gemeinde. Anzeige. Zu IDflnn 1844 wird die Stelle eines Schächters, Vorsängers und Religionslehrers bei der hiesigen Gemeinde offen. Dieselbe trägt außer freier Wohnung und Kost sicher 110 bis 120 Thlr. Pr. Crt. jährlich ein. Bewerber, welche durch die Approbation unseres LanbesrabbinerS, Hrn. vr. Holdheim zu Schwerin, ihre Befähigung nachzuweisen haben, wenden sich irt portofreien Briefen an den Vorstand der hiesigen israel. Gemeinde. H. D. Nathan. Gnoyen in Mecklenburg-Schwerin im Dez. 1843.