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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-10-29 · Heft 44 (29.10.1842) · p. Seite 659

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 44 (29.10.1842)
Date
1842-10-29
Page
Seite 659 (sequence 15)
Language
German
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659 Bei L. Fernbach jun. in Berlin sind folgende Bücher erschienen, durch jede Buchhandlung zu haben: Geiger, Dr. A., Melo Chofnajim. Biographie Josef Salomo del Medigo's; dessen Brief an Serach den Nathan, enthält einen kurzen Leitfaden der hebräisch-jüdischen Literaturgeschichte, nach dem hier zum ersten Male herausgegebenen Originale übersetzt und durch Anmerkungen erweitert, nebst einzelnen Anmerkungen zu andern hebräischen hier zum ersten Male gedruckten Schriften. Herausgeg. v. W. Wilzig. 1840. gr. 8. 15 Bog. Mit del Medigo's Bildniß. geh. 1 Thlr. Plefsner, |2>., roni-vn nwu m oder jüdischmosaischer Religions-Unterricht für die israelitische Jugend. Ein für den öffentlichen, auch Privat- und Selbstunterricht sich eignendes Lehrbuch der Hauptreligionswahrheiten und Lehren des Judenthums. 1838. gr. 8. 21 Bog. geh. 1 Thlr. (10 Exemplare auf einmal fest genommen mit 5VK). Fränkel, S., Handbuch der Conversation in französischer und deutscher Sprache. Ite Abtheil. Phraseologie, gr. 12. 1841. 7 Bog. geb. TV Thlr. 2te Abtheil. Vorübungen, Gespräche, Gallicismen, Germanismes, Sprichwörter rc. gr. 12. 1841. 12 Bog. geb. 4 Thlr. (Auf 6 Exemplare das siebente frei.) Zeitschrift des Judenthums von Or. Philippson 1837—40 vom Entstehen an. 6 Thlr. Bei W. Levysohn in Grünbcrg und Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Die Synagogengebete zum Gebrauche beim Gottesdienst in Auswahl geordnet und übersetzt von vr. I. A. Franeolm. 8. drosch. 25 Ngr. (20 gGr.) In einer Stadt Anhalts findet ein Sohn anständiger israel. Ettern der die nöthigen Vorkenntnisse besitzt, in einem Material- und Garngeschäft gegen annehmbare Bedingungen als Lehrling sofort ein Unterkommen. Frankirte Offerten unter der Chiffre 10. wird das Wohllöbl. Hrzgl. Postamt zu Dessau an ihren Bestimmungsort zu befördern die Güte haben. Eintretender Concurrenz zu begegnen bin ich veranlaßt, das in meinem Verlage erschienene „Gebetbuch der Israeliten, hebräisch und deutsch von H. Arnheim" (31^ Bogen gr. 8.) dessen Ladenpreis 25 Sgr. war, auf den beispiellos billigen Preis von 15 Sgr. herabzusetzen. Auch ermäßige ich die von dem genannten Herrn Verfasser herausgegebenen Jozeroth hebräisch und deutsch von 22^ Sgr. auf 15 Sgr. Alle soliden Buchhandlungen sind im Stande diese Werke ohne Preiserhöhung zu liefern. Diese Herabsetzung währt von heute ab vier Monate. Glogau, 15. Aug. 1842. H. Prausttitz. An viele, theilnehmende Freunde! In der jüngsten Zeit ist bei uns eine Menge von Zuschriften eingelaufen, die uns auffocderten, das Stillschweigen, welches wir dem Treiben des „Orients" entgegenstellten, zu brechen, und die immer wiederholten Jnvektiven dieses Blattes mit einem Male zurückzuweisen. Man deutete darauf hin, daß man nicht bei dem ganzen Publikum Urteilskraft genug voraussetzen kann, um auf den Grund zu schauen; und daß Viele am Ende den Faden der Sache aus den Augen verlieren, und unser Schweigen für Schwache ansehen würden. Es freuete uns, aus diesen Briefen zu ersehen, daß wir durchaus nicht bloß als Parthei, sondern vollkommen richtig das Wesen des „Orients" beurtheilt haben. Trotzdem und auf die obigen Gefahren hin, können wir ihnen nicht Genüge thun; denn um mit einem Gegner zu kämpfen, muß man vor Allem ihn — achten, ihn als einen Ebenbürtigen an Charakter und moralischer Würde schätzen. Wir bitten aber das Publikum nur ein wenig zurückzublicken. So wenig wie gegen alle anderen neben uns erstandenen jüdischen Zeitschriften haben wir das Geringste, das Ettkfernteste gegen den „Orient" geäußert: wir ließen ihn ruhig seines Weges ziehen. Da begann der „Orient" in jeder seiner Nummern Handel an uns zu suchen, kleinliche, erbärmliche Händel, denen wir ruhig eine lange Zeit zusahen, bis wir uns genöthigt sahen, dem Publikum in Ro. 18 das Spiel des „Orients" als erste und letzte Erklärung aufzudecken. Nunmehr fuhr der „Orient" recht in den Wolfspelz, und setzte seine Schmähungen bald gegen unsre Person, bald gegen die Allg. Zeit, des Judenthums unermüdet fort, die aber jedesmal den verbissenen

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