Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 6 (1842)
- Issue
- Heft 43 (22.10.1842)
- Date
- 1842-10-22
- Page
- Seite 636 (sequence 8)
- Language
- German
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636 Missionsgesellschaftcn übersenden, bamit diese aus derselben lernen mögen, wie viel oft an Subjekten ist, die ihren angestammten Glauben verlassen, welchen Fang und Gewinn sie daran thun, und darum lieber warten, bis welche, „von überzeugenden Gründen" geführt, zu ihnen kommen, als daß sie danach so sehr jagen und Haschen. Glückstadt, 29. September. (Privatmitth.) Der hiesige Rabbiner, vr. A. Heilbut, hat höhern Orts den Auftrag erhalten, zu einem auch in Holstein einzusührenden Konsirmationsunterricht der israelitischen Jugend einen „mosaischen Katechismus" zu bearbeiten. Se. Majestät gaben zugleich ausdrücklich zu erkennen, daß unsere Angelegenheit, die bekanntlich bei den Standen wenig Glück gemacht, höhern Orts nicht ganz ausgegeben ist. Nach dem fernern Wunsche des Königs (von Dänemark) werden wir auch ein neues Regulativ für die Gemeinde, so wie eine zeitgemäße Synagogenordnung einführen. Berichte über den Staud des Kultus. Aus R... (Eingesandt.) Da noch so viele Gemeinden hartnäckig sich der Einführung besserer gottesdienstlichen Gebräuche widersetzen, so gestatten Sie wohl folgendem Auszuge aus dem Schreiben eines renommirten Rabbinen über Trauung Ln der Synagoge und die Stellung der Tribüne vor die heilige Lade einen Abdruck in der A. Z. d. I. Er kann wenigstens dazu beitragen, manche unwissende Gemeinde, die nicht weiß, was sie vertheidigt, von ihrer Starrheit zu überzeugen. -Ueber die iiom findet sich im 8732 Sib pro 't*ü -,282 folgendes: mi2?2b 0^ 2 72*78 or ‘'MiM 0*2- '■ws) 2iü ‘prob, 0*i2i2ii nr;n nrnn so bringt der große Rabbi diesen Brauch als 0*n72i8 vT, ohne dieser Meinung, durch die ihm zu Gebote stehenden Worte *prn:i p* Kraft geben zu wollen. -Ja der Grund dieser Eeremonieart ist so schwach, daß selbst der strengst orthodoxe Rabbiner keinen Anstand nimmt die iioin eines Wittwers und einer Wittwe, oder eines von ihrer frühern Ehe geschiedenen Paares, wenn anch solche noch Kinder zu hoffen und zu wünschen haben, im Zimmer aufstellen zu lassen. Im 2b't2 'ö 2*1 i-n*n bringt der 8732 selbst zweimal den Satz: 0222 -pioira iis-fi, so citirt es auch der berühmte Rabbi von Lissa in seinem WO 0*^22 218 in rvfra» mobil. Der i'^ -pro 2*2*0 nbm in "a m« n-'Ornro bringt ausdrücklich: nib2p n2p72i ,2vinb 2bo2i ‘jnnin ortbo ‘po*lbi72i 02"22 pioipia so ist ersichtlich, daß der Gebrauch von ni72*2 0222 20122 langst üblich war. Der Ungrund des Mißbrauches die 2Lin öffentlich oft auf unreinen, widrigen Plätzen hinzustellen, wird am deutlichsten aus den Worten des Oberhauptes aller rrp0ir> entnommen in yobi 72802 88 nnoi r o'b *)7rö 27*2 ->28 21a no22 -polOTaiö vipoo 08 2sin 82pd 1272 pupib 21222 im« *po22?3 0">?3*obi2, 21228 ^8 ib p8ii2:: -piri?: D*2i20 2"*2. Ein unwiderlegbarem Beweis, der von vielen unserer Rabbinen übergangen wurde, daß die 2212 oder -p8V22 n022 nur bei einem großen Andrange von Menschen, wo der Raum des Tempels zu enge war „öffentlich im Freien jia# fand." Da der Raum unserer Synagogen die gewöhnliche Menge aufnimmt, was kann uns abhalten, dem guten, reinen Sinn der 0*011282 nachzufolgen? — Manche Finsterlinge wollen sogar ein '122 npin darinnen finden, was selbst in ihrem Sinne keiner Widerlegung bedarf, da es schon langst in Israel gebräuchlich war . . . Vor 273^22 ni/3*2 findet sich spo tmn 22182 ‘TW’TD 022 227282 273*^22 pl21*1 r 87202 fp p2^0 'ioi 82ip2 mb*. Hier ist nicht deutlich ausgesprochen, ob diese Mitte ist a*n*öb 22773 p2 oder -po2 po 072lb —weil bei den Portugiesen p22 122 Vorlesungen sind. Diese Stelle muß daher bis zu ihrem Ursprünge verfolgt werden: tibsn mobil ar p22 übbi 2b:Tl2 “20, rP22 227382 273*22 ^123*731— "3 ms 0*^221 02b 273*7812 23 18 , 221512 22lp2 2^b* 1222 22222 *jl23*731001 , OblO 1*730212 ''IO O^IO^O >..b01 2‘27382 2N18 1123*73 221N 220 22 so sehen wir klar aus dem zweiten Satze, daß die Mitte *2728 •pD2b 0*721 1273 5222 heißt, da das bei uns genannte 'np2 p!8 ebenfalls in der Mitte angebracht wird. Auch ist aus den Worten des 02732 ersichtlich, daß die irr2 sowol zu Vorlesungen der Tora, als zu moralisch religiösen Vortragen verwendet wird. Da also die Stimme des Predigers bei uns nicht zu schwach gefunden wird, um in einer gewöhnlichen Synagoge vom 28 herab das Wort Gottes zu verkünden, um wie viel weniger wird die Stimme eines pN zu schwach sein, vom obern Ende einer Synagoge vernehmbar zu sein. — Ueberhaupt begreife ich nicht, warum die Worte des 1012b so wenig beachtet bleiben. Siehe fb tmn n2i8