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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-10-15 · Heft 42 (15.10.1842) · p. Seite 620

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 42 (15.10.1842)
Date
1842-10-15
Page
Seite 620 (sequence 4)
Language
German
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620 die Furcht und Habgier Smith's spekulirend, verführte er diesen, Serien von Scheinen zu fabriziren. Nur insofern hatte ein Jude an diesem schändlichen Betrüge einen Theil, als es eine jüdische Firma (Messrs Hacs) war, welche die Aufmerksamkeit der Regierung auf die verdächtigenden Umstände weckte, die zur Entdeckung führten. Nur insofern war ein Jude bei diesem Betrüge bctheiligt, als bei Mitgliedern unsres Glaubens Scheine nur bei Männern sl). Henritjucz und L. Levy, Esq.) angehalten wurden, wo das jüngst veröffentlichte Zeugniß des Parlaments deutlich die ehrenvolle Weise darstellt, auf welche sie in ihren Besitz gekommen *). Und letzlichst, so weit entfernt ist ein unwürdiges Mißtrauen gegen die Juden, daß das Komitte, dem die Untersuchung dieser Angelegenheit anvertraut worden, den Herrn Jsaac Cohen Esq. und andere Juden zu Mitgliedern hatte. Es ist kaum nothwendig hinzuzufügen , daß Smith auf Lebenslang transportirt worden, und zweifellos Bekenntnisse gemacht hat, welche die geringfügigsten Fakta der Regierung darlegten. Das Weitere findet man im Bericht der Parlaments-Kommission, veröffentlicht durch den königl. Drucker, ebenso in den Times des letzten August's. —. Ein sehr splendides silbernes Service ist in diesen Tagen dem Sir Moses Montefiore überreicht worden. Die Inschrift lautet: „Dieses Zeichen der Achtung und Dankbarkeit wurde Sir Moses Montefiore, F. R. S., durch eine Anzahl seiner jüdischen Brüder in Großbritannien, Jamaika, Barbados und Gibraltar, zur Erinnerung an die persönlichen Opfer und menschenfreundlichen Bemühungen desselben und der Lady Montefiore während ihrer Mission in den Orient, überreicht. -Anno 5600." ff. Dieses Werk ist von Sir G. Hayter gezeichnet, cifelirt durch E. Bailey Esq. und ausgeführt durch die Herren Mortimer und Hunt. Eigentlich eine Art kleines Denkmal, 34 Fuß (engl.) hoch, 1319 Unzen ') ,,Vc find lliem «pon evident, (o fiave bcconie respectively tlie boldcrs nf die bills willi wliich tlicy tvtre connected, in iIkusti.il conrse of business, and witliout knowledge or siispii inn timt tfiey were otlier than genuine, or liad Leen iinpmperly nbtained by anv person wlialever.“ Exlraet fium die n-jmrt of die Commission. schwer, auf einer breiten viereckigen Basis. Die Hauptfigur ist David, der dem Löwen das Lamm entreißt (1 Sam. 17, 34. 35.) Darunter 4 Basreliefs; das erste stellt die Landung des Sir. M. M. in Alexandria dar, das zweite die Audienz beim Sultan, das dritte die Befreiung der Gefangenen in Damaskus, das vierte die Danksagung (bvair) vor der Lade in der Synagoge in Bevis Marks, wo Sir Moses im Talith steht. Außerdem enthält das Werk noch mehrere Szenen und Figuren mit hebräischen Wersen. —. Das vom Redakteur dieser Zeitung dem Sir M. M. übersandte Album hat einen sehr tiefen Eindruck gemacht, und ist die Adresse in engl. Uebersetzung schon mehrfach veröffentltcht worden. Italien. Mailand, 8. Septemb. (Privatmitth. Schluß.) Die Aufgabe war um so schwieriger, als gerade die Einweihungsfeier mit der des Neujahrs zusammentraf', wodurch eine umsichtige Verarbeitung des gegebenen Materials zu einem gedrängten Ganzen um so mehr geboten war, als er nach der Sitte die üblichen Ermahnungen für die zehn Bußtage und die wegen der religiösen Erziehung der Jugend verbinden mußte. Er sprach zum Schluffe die Gebete für II. MM., betete für alle Menschen, welches Gebet er mit den Worten schloß: „e conserva l’ordiue, la pace e la concordia per tuttö il mondo,“ und wobei wol Mancher unwillkürlich an gewisse Vorgänge erinnert wurde. Traub richtete dann noch einige Worte in hebräischer Sprache an die Gemeinde, sprach tTT; “icca, ferner nach hieländischem Brauche 'in und der betete das rv'np und dann 2^22. — Den Segen über den Wein — ■ffliTp — sprach Herr Traub. Mit dem Gesänge der zweiten Hälfte des Jigdal, wozu die Melodie von obgenänntem Gesanglehrer gefertigt wurde, endigte eine Feier, die von den segenreichsten Folgen für die hiesigen Israeliten werden kann. — Es war das erste Mal, daß hierorts an unsere Glaubensbrüdcr ein Wort zur Erbauung in der Landessprache gerichtet wurde. Daß dieselben nicht unempfänglich sein mögen, dieß beweist schon die dem Rabbinen gewordene Aufforderung, dS-p wiederholt predigen zu wollen, so wie ferner, daß ganz

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