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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-10-15 · Heft 42 (15.10.1842) · p. Seite 618

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 42 (15.10.1842)
Date
1842-10-15
Page
Seite 618 (sequence 2)
Language
German
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618 worden, endlich auch in seiner Vaterstadt eine Auszeichnung ertheilt, trotzdem das große Hinderniß seinen Konfession ihm lange Zeit im Wege stand." Norwegen. Christiania, 13. September. Am Schluffe der Storthings-Sitzung vom 10. d. zeigte der Präsident an, daß er von Henrik Wergelaud einen Vorschlag zu derselben Aenderung am Grundgesetze, wegen Zulassung von Juden in Norwegen, die nämlich durchgefallen, zur Verhandlung am folgenden Storthinge empfangen habe. Der Vorschlag war fast von allen den 51 Mitgliedern, welche für die Aenderung gestimmt, unterzeichnet. Nach der gewöhnlichen Bestimmung zur Publikation des Vorschlages referirte Sörenssen über einen Vorschlag von ihm selbst, von der Regierung zu verlangen, daß sie I) von anderen Staaten hinreichende Aufklärungen über die Juden, deren Stellung und Verhältnisse einziehen; 2) dem nächsten Storthinge einen Entwurf vorlegen wolle zu den Bestimmungen in der Privatgesetzgebung, die für nöthig und zweckmäßig angesehen werden möchten für den Fall, da jene Aenderung am Grundgesetz angenommen würde. (F. I.) Dänemark. Kopenhagen, 16. September. Mit Rücksicht auf eine neulich in der „Allgemeinen Zeitung des Judenlhums" mitgetheilte Nachricht wegen der bei der letzten Versammlung der Skandinavischen Naturforscher in Stockholm geschehenen Schritte zur Verhütung, daß die mosaischen Mitglieder von der nächsten Zusammenkunft in Christiania ausgeschlossen würden, bemerkt Kjiibcnhavnsjiost jetzt, es sei bei der Behandlung dieser Sache in dem Komite veranlaßt worden, daß die anwesenden Norweger, dieselben welche am darauf folgenden Tage zu Beamten für die Versammlung in Christiania gewählt wurden, die Erklärung abgaben, sie wollten dafür thätig sein und wären auch überzeugt, es auszuwirken, daß bei dieser Gelegenheit Religionsrücksichten nicht in Betracht kommen sollten, und daß eine allgemeine Aufforderung erlassen werde, worin man dies erwähnte. (B. N.) Frankreich. Paris, 24. September. In der Gazette des Tribunaux las man: „Der berüchtigte Deutz, der bekanntlich im November 1832 die Herzogin von Berry verrieth und ihre Verhaftung veranlaßte, scheint in einen solchen Zustand des Elends und der moralischen Erniedrigung versunken zu sein, daß er kürzlich beinahe wegen Bettelei und Vagabundirens verhaftet worden wäre. Nachdem er die Summe von 500,000 Fr., die ihm als Lohn für seine Verrätherei ausgezahlt wurde, durchgebracht hat, scheint er sich mit einer Art von Wuth dem Trünke ergeben zu haben, und der übermäßige Genuß geistiger Getränke soll seine Gesundheit zerrüttet, seinen Geist zerstört und seinem Körper ein anhaltendes nervöses Zittern zugezogen haben. Deutz, d>er den jüdischen Glauben abgeschworen hatte, um sich unter den Auspizien der Herzogin von Berry taufen zu lassen, hatte sich im Laufe des Jahres 1833 wieder bekehren lassen und war in die Israelitische Gemeinschaft zurückgetreten. Bis zum Tode seines Vaters erhielt er von diesem einige Unterstützungen, mittelst deren er seine jämmerliche Existenz fristete. Seitdem nahm er zur Wohlthätigkeit seiner Glaubensgenossen Zuflucht; als ihm auch diese letzte Quelle versiegte und er sich ganz ohne Existenzmittel befand, blieb ihm nichts anderes übrig, als sich den Eintritt in eine der Pariser Wohlthätigkeits-Anstalten zu erbetteln."— Hierauf richtete Herr Cahen, Red. der Arch. isr. de Fr. ein Schreiben an die Gaz. des Trib., worin er sagt, daß er die Gesinnungen seiner Glaubensgenossen zu gut zu kennen glaube, um versichern zu können, daß, wenn Deutz es gewagt hätte, bei einem von ihnen zu erscheinen, um Almosen zu verlangen, er sicherlich zurückgewiesen worden wäre, da seine Handlung ihnen einen zu großen Abscheu eingeflößt hätte, als daß sie einen solchen Menschen empfangen haben würden. Amerika. Philadelphia, 21. August. (Privatmitth.) Ich übersende Ihnen anbei den Prospektus einer von mir unternommenen jüdischen Zeitschrift, bei deren Herausgabe ich nicht allein die Allg. Zeit, des Judenth. wesentlich zum Vorbilde genommen, sondern

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