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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-10-08 · Heft 41 (8.10.1842) · p. Seite 602

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 41 (8.10.1842)
Date
1842-10-08
Page
Seite 602 (sequence 2)
Language
German
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602 ..ca erscheinen? Könnte sich das zu neuem Leben eru ui; Indenlhllm ein besseres, treffenderes Geburtszeugansuellen, als in einem Denkmal der Gesittung und auf dem Boden seiner Urzeit? Auf welch' - ... einigere Weise könnte es darlegen, daß es Der- ...■■n ocxt und Gegenwart gleicherweise umfaßt, daß es nicht bloß ein Kind des Tages, sondern der ganzen Geschichte ist, daß es nicht bloß an den schwachen Aesten der Jetztzeit sich hinaufrankt, sondern, wurzelnd in dem alten Boden, ein eigenes, selbstständiges Gewächs, aufwartsstrebt im Lichte der Sonnen, um feine eigenen Früchte zu reifen? Es isi wirklich Jc>t, einmal aus allen diesen Gefühlen, Ansichten, und Meinungen herauszukommen, und ein Faktum zu gebären, was schlagend ist. Da alle positiven ReligionsparLheien an Jerusalem bcrumbauen auf ibre Weise, so lasset lins darangehen auf unsre Weise. Denn von „Erbauen" ist hie überall nickt die Rede. Jerusalem bleibt inmitten des Völkergewnhts einc Trümmcrstadt, bis der rechte Tag erschienen in, den wir Alle nicht kennen, und der uns daher in Nichts bebindcrn kann. Wenn unsre Gedanken im Gebet oder bei sonstiger Betrachtung sich dahin wenden, werden sie wenigstens einen Punkt treffen, auf dem sie mit Freude und Ruhe haften können. Auf diese Weise wird das Interesse aus einem tobten wieder zu einem lebendigen, und Jerusalem ist wieder in den organischen Kreislauf unsers Religionskörpcrs ausgenommen. Daß später an dieses Hospital noch Manches, ja Vieles Weiteres sich knüpfen kann, steht man leicht ab: stets aber wird cs uns zum Ruhme gereichen, daß wir wieder eingezogen in Zion durch die Pforte der Barmherzigkeit. Wir erlauben uns, weil No. 39 leicht in die Hände Vieler nicht gekommen sein kann, die vorgeschlagenen Paragraphen noch einmal hier abdrucken zu lassen. 1) jeder Wohlwollende, der die hier dargestellte Sache zu würdigen versteht in ihrer ganzen heiligen Bestimmung, händigt den Vorstebern seiner Gemeinde ein Geschenk, groß oder klein, zu diesem Zwecke ein. Die resp. Vorsteher bewahren diese Geschenke in ihrem Verwahrsam, und senden uns die Verzeichnisse ein, die wir sofort in der Allgem. Zeit, des Judenthums veröffentlichen. 2) Sobald eine erkleckliche Summe aus den Verzeichnissen der Geschenke zu ersehen ist, treten wir mit einem der größten europäischen Banqmerhause in Verbindung, und erlassen wir dann eine Aufforderung, die Gelder an dieses Banquierhaus einzusenden, bei dem sie einstweilen belegt bleiben. 3) Nachdem dies geschehen sein wird, werden die Vorstände der drei größten Gemeinden, die sich dabei betheiligt haben das Protektorat des Instituts annehmen. Diese erwählen ein Konnte, das zu zwei Drittheilen aus Aerzten jüdischen Glaubens besteht, und die Ausführung betreibt, so wie den Schutz Sr. Hoheit des Sultans erwirbt. 4) Die Namen sämmtlicher Geber werden auf Tafeln in den Sälen des Hospitals zum ewigen Gedächtniß, nach den Ländern und Städten geordnet, aufbewahrt. 5) Die Fonds des Instituts verbleiben/ sicher angelegt, in Europa, so weit sie nicht durch die Baulichkeiten verzehrt worden. Zeitungsnachrichten. Rußland und Polen. St. Petersburg, 2/14. Aug. (Privatmitth.) Ein Jahr und etwas darüber ist verflossen, scirdem ich Ew. Ehrwürden, von den Gedanken, die die kaiserlich russische Regierung in Betreff ihrer jüdischen Unterthanen beschäftigen, in Kenntniß zu setzen die Ehre hatte. Die Sache war damals im ersten Beginnen; die einleitenden Berathungen wurden erst gepflogen; und so gewiß und sicher man der glücklichen Vollendung auch schon damals entgegen harren konnte, so war es doch unmöglich, Ihnen offizielle Nachrichten mitzutheilen, und Sie von dem Gange der Angelegenheiten stets zu benachrichtigen.— Jetzt aber, da die damals besprochene Gründung eines jüdischen Schulstaates in Rußland ihrer raschen Entwickelung und ihren segensreichen Folgen entgegeneilt, erlaube ich mir, Ihnen einen ausführlichen Bericht hiermit zu übersenden. Ist ja diese Epoche der geistigen und sittlichen Erhebung des russischen Judenthums in der Geschichte unseres Volkes zu wichtig, und ein zu bedeutendes Glied in der Gegenwart, als daß sie nicht in Ihrem verbreiteten Organ mitgetheilt, und allen Denkenden zur Beherzigung übergeben werden sollte. — Es war des Kaisers eigner Gedanke — weder vom Minister-Konsul, noch vom Reichsrathe unter-

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