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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-09-10 · Heft 37 (10.9.1842) · p. Seite 547

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 37 (10.9.1842)
Date
1842-09-10
Page
Seite 547 (sequence 3)
Language
German
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547 Ja, Ln die Herzen des israelitischen Volkes ist Ihre That eingeschrieben, und fernen Enkeln noch wird sie ans solchen treuen Herzen des Volkes entgcgenklingen. Sie, der Sie ein so erhabenes Gefühl, eine so hochherzige Empfindung für Israel's Leiden und Schmach erwiesen haben, Sie werden auch für den Jubel seines Dankes, für den Siegesgesang seines Triumphes eine offne Pforte haben. Sie, Sir, sind der Herzensliebling einer großen Volkesschaar geworden, wie sollten Sie nicht willig die Begrüßung derselben, entgegennehmen? Hochedler Herr, der gehorsamst voran Unterzeichnete sprach den Namen Sir Moses Montefiore! ans — und die Männer eilten herbei, ihren Dank zu vereinigen, ihn vereinigt Ihnen darzulegen. Die Mehrzahl von uns ist unbemittelt und geringen Standes: wir wollten dem Worte unsres Dankes nur eine angemeffne Hülle geben. Einst wollte Moses, der Mann Gottes, um die Tafeln des Zeugnisses eine Hütte, ein Zelt legen, da suchte er nicht vom Reichen reiche, vom Geringen geringe Gaben, sondern: Du, 'Israel, bist ein Volk von Gleichen und Freien, so sott all' Eure Gabe zu der Hütte des göttlichen Worts eine gleiche sein. So legten auch wir Allesammt nur einen Schilling zusammen, um unserm Worte des Dankes an unfern Moses eine angemessne Hülle zu geben, an der wir Alle gleichen Theil Härten. Diese Hülle, sie zeigt Ihnen auf ihren Außenseiten den Anfangs- und Endpunkt jener erhabenen Zeit Israel's, wo es frei und selbstständig, den Einflüssen fremder Gewalthaber nicht unterthan, bestand, einer Zeit, die, wenn Israel sein Lebenselement besser begriffen, einer''ungemessnen Dauer sich erfreut hätte, einer Zeit, der es dennoch noch heute seinen Bestand verdankt, weil sie Israel als Volk und Staat eine Wirklichkeit verlieh, die ihre Schatten noch heute schützend auf uns wirft, einer Zeit also, welche die Grundlage wurde, auf der Israel als für sich bestehende Religions - Gemeinde für immer fußet. Die Weihe Jehoschua's als Kriegsfürst Israel's durch den Gesetzgeber Mosche war der erste Schritt zur Einsetzung des israelitischen Staates; sie ist hier durch den Pinsel des genialen Professors Oppenheim zu würdiger Anschauung gebracht. Die Trauer Israel's an den Bächen Babel's, vor die Augen geführt durch den Meister Bendemann, stellt uns im Geiste das brennende Jerusalem, die Trümmer des Gotteshauses als Hintergrund. So vereinigt sich in Beiden Alles, was den Stolz und die Klage Israel's ausmacht, Alles, was noch heute aus der Geschichte heraus den muthvollen Kämpfer für Israel zu begeistern vermag. So nahen wir uns denn Ihnen, hochedler Herr, Männer aus dem Volke, Männer aus einem kleinen Theile des Volkes, für das Sie durch Meer und Wüste zogen, durch die Menge der Heimtückischen furcht-, los schritten, in den Hallen der Fürsten furchtlos sprachen, und Gerechtigkeit und Menschenrecht erlangten. Wir nahen uns und sprechen nichts weiter, als: Hochedler Herr, wir haben Sie im Herzen, im treuen Herzen eines ewigen Volkes! Unsre Zunge nennt Sie an uHeren heiligen Festen, unser Gebet fordert Segen itofc Heit vom Herrn auf Ihr Haupt herab, auf das Haupt Ihrer Gemahlin, und auf die Häupter aller Ihrer Lieben! Also sprechen wir, und unsre Enke! werden wir so sprechen lehren, und so lange die Namen der Moses von den Lippen Israel's tönen, wird Ihr Name dabei sein im gesegnetsten Angedenken! Wir ersuchen Sie zugleich, hochedter Herr, der Dolmetscher unsrer Gefühle bei Ihrer edlen Gemahlin, Milady Judith Montefiore, zu sein. Sie, die hochherzige Genossin Ihres Werkes, die unerschrockene Gefährtin auf Ihren Reisen, sie hat sich zugleich zur Theiluehmerin des Segens gemacht, der aus Ihren Thaten entfließt; sie bewies dadurch, daß auch Israel's Frauen den Sinn und die Begeisterung für das Geschick ihrer Glaubensgenossen, für den Bestand unsrer Religion und den lautern Glanz derselben, in ihren Herzen tragen. Es ist erhebend, edler Herr, neben Ihnen eine so hochgesinnte Gattin zu erblicken, so daß Beider Gestalten sich auch für den Fernen zu dem beglückenden-Bilde eines erlauchten Ehepaars vereinen. (Folgen die. 1490 Unterschriften.) Wir glauben somit uns unseres Auftrags gegen die Interessenten zur Befriedigung entledigt zu haben, und werden die Antwort des Gefeierten sogleich nach dem Eingang mittheilen. Dennoch können wir unser» Bericht nicht schließen, ohne unfern innigen Dank dem Herrn M. M. Haarbleicher, Sekretair der hochdeutschen israel. Gemeinde zu Hamburg, für seine, allerdings mühevolle Unterstützung in Rath und That, so wie dem Herrn Prof. Oppenheim für daS,-um einen spärlichen Preis

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