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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-07-23 · Heft 30 (23.7.1842) · p. Seite 448

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 30 (23.7.1842)
Date
1842-07-23
Page
Seite 448 (sequence 12)
Language
German
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wie aus Rasch! Ssucca 38 b hervorgeht, wo er sich darauf beruft, was R. Jehudai Gaon in *) H. Ted. niedergelegt. Aber auch spätere Geonim bereicherten sie mit Zuthaten, wie aus dem obigen Zitat Ln B. Hamaor und aus Alfasi Schabb. 69 b, wo ebenfalls eine Meinung gegeben wird, die Baal Hat. im Namen des R. Zemach b. Palto Gaon giebt. (Auch dies fehlt übrigens in unfern H. G.) — Im Kerem Chemed B. 6 giebt Herr Rap. die sehr wahrscheinliche Hypothese, daß die dem R. Jehudai Gaon zugeschriebenen H. Peßukot in unsre H. G. ausgenommen und mit pd2 bezeichnet sind. Wiewol Milchemet Peßachim 140 b dieser Hypothese zu widerstreiten scheint, glaube ich ihr doch beipflichten zu muffen, sie jedoch dahin modisizirend, daß nicht alle Hat. Peß. ausgenommen wurden, da sie sich sonst nicht bis auf R. S. b. Ad. (s. Ketubot 91b) gesondert erhalten hatten. Oder geschah die Verschmelzung erst nach R. S. b. Ad. I Dies wäre mehr als unwahrscheinlich. Schließlich will ich noch darauf aufmerksam machen, daß es H. G. 40a (ed. Zolkiew 1811) heißt: pp airo rsmrö; da pp msbn in H. G. sich nicht findet, auch zwischen nmr.D und p'h keine Beziehung ist, so ist es wahrscheinlich, daß hier irgend welche Halachot Ketanot gemeint seien. Ueber Katan wäre dann ein Apostroph zu setzen. B. M. P. S. Als Beispiel davon, daß ganze Stellen aus Sch. in H. G. wörtlich übergegangen, habe ich anzuführen vergessen: Sch. 86 und Hilch. Joledet am Anfänge. B e l l e t t ist I k. Probe aus Wcrgclans jüdischen Dichtungen. Die beifolgende Erzählung ist dem Liederkranze entnommen, den der königl. Archivar Herr Hendrik '") In unfern Ausgaben steht zwar iiidbn rnVna, dies ist aber offenbar ein aus dem abbrevirren a'bm entstandener Druckfehler. In Raschi bei Älfast und in Toß. steht a"m, in der von R. Niffim zitirten Raschi- Skelle aber ausdrücklich mbT“ia rvoVfia. Dieses Zitat findet sich in unfern H. G. Hilch. Berachot, und zwar nicht mit pvs bezeichnet. WergelanV zur Beförderung der Emanzipationsfrage in Norwegen, oder besser zur Abschaffung des ungerechten Verbannungsurthrils des Juden aus Norwegen, veröffentlicht und dem Storthing gewidmet hat. Dies Bruchstück wird genügen, den Geist, in dem jener wohldenkende Menschenfreund im hohen Norden seine menschenfreundlichen Zwecke zu verwirklichen strebt, den Israeliten Deutschlands, und so weit diese, unserm Interesse dienende Zeitung verbreitet ist, bekannt, und damit zugleich vcrehrenswerth zu machen. Mag immerhin den edlen Dichter ein tiefgefühlter Unmuth über den faulen Fleck in der sonst so hochgepriesenen Verfassung geleitet haben; so sind wir nichtsdestoweniger ihm dankbar verpflichtet, wenn er ferne eigene Sache verfechtend, für die unsre, für unsre Ehre, für unser Recht kämpft. Mögen seine Mitbürger es ihm eben so redlich danken wie wir, wenn cs ihm gelungen sein wird, ein schmachvolles Gesetz zu tilgen, das uns weniger verletzt, als die, welche es gegeben, das für uns ein Uebel ist, auf unsre Gegner aber die Schmach der unmotivirten Rechtsverletzung wirft. Altona, im Juni 1842. Steinheim. Die drei Pilgrime. Welche schöne Tempel der Menschenliebe sind nicht die öffentlichen Herberge der Morgenländer! Türken und Bucharen haben ihre Caravanserais, die Perser ihre Khane, die Hindus ihre tempclähnlichen Ruhestätten, der Beduine und der wilde Kabyle ihre unverletzlichen Marabus, und sie Alle, ohne Unterschied, sind unter des Arabers Zelte daheim. Wäre dieser reicher, und wären seine Wohnsitze nicht in der Wüste zerstreut, auch er würde für die Wanderer Caravanserais und Khane bauen, denn die sind nichts anderes als eine glorreiche Verwandlung des väterlichen Gezeltes. Es ist die Gastfreiheit dieses nämlichen Zeltes welche jene großen Hallen von Quadersteinen geöffnet hat, darunter der reisende Türke sein Roß stellt, und es sich bequem macht, wo der Armenier sein Kameel hineinzieht, und der Jude und der Nazarener für sein Gepäck und sich selber in den stets offnen Gastzellen Platz findet. Jede Religion hat ein mildes und liebevolles Herz. Jene wohlthätigen Einrichtungen

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